sy starship

nothing's gonna stop us now


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2015: CALA BINIBEQUER (auch BINIBECA) – Menorca

Eine breite nach Südosten hin offene Bucht, aber wegen der Mooringbojen und überwiegend Seegras nur eingeschränkte Möglichkeiten zum Ankern. Dafür bietet ein Provider in dieser Bucht 1 Stunde pro 24 Stunden gratis WIFI.

  1. Versuch: (Mangels anderer Möglichkeiten) Ankern auf 9 Meter und Seegras. Unser Anker bleibt am einzigen Stein weit und breit hängen.
  2. Versuch: (Sobald die Bucht gegen Abend leer wird): Auf 5 m mit Sand. Liegt, hält und beschert uns eine ruhige Nacht.


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2015: CALA EN PORTER – Menorca

En Porter

Eine noch engere, sehr malerische Bucht.

enporter

Wir ankern auf 10 m mit Sand. Allerdings wird das Ankern durch ein Unterwasserkabel erschwert, das mitten durch die Bucht läuft. Das Wasser ist erstaunlicherweise nicht ganz so sauber und klar wie in der CALA EN TURQUETA.

Das nächtliche Chaos (Windstille, Bootszirkus) ist vorprogrammiert. Und damit löst sich auch das Rätsel, warum Spanier und Franzosen beim Ankern Fender verwenden.

Wir verlassen die Bucht recht zeitig, weil nach 5-maligem Drehen um die eigene Nase sogar unser 45-kg Delta Anker den Halt verloren hat.

 

 


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2015: CALA EN TURQUETA – Menorca

Eine enge und wegen des Sandstrandes sehr beliebte Bucht. Tagsüber reger Bootsverkehr, am späteren Nachmittag  leert sich die Bucht (nach katalanischem Zeitverständnis ist das etwas 20.00 Uhr) und nur wenige Yachten bleiben über Nacht.

Wir ankern auf 8 m bei überwiegend Sand und etwas Seegras. Während untertags die einzelnen Yachten aufgrund des Windes immer recht gleichmäßig schwojen, herrscht in der Nacht wegen der absoluten Windstille chaotisches Durcheinander. Wir drehen uns mehrmals um den eigenen Anker.

Turqueta


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2015: Menorca – Mallorca – Ibiza

Unsere Route von 13. Juli 2015 bis 8. August 2015

Balearen_2015

Port Ginesta – Castelldefels (Barcelona)

Menorca:

  • Cala Santandria
  • Cala en Turqueta
  • Cala en Porter
  • Cala Binibéquer

Mallorca:

  • Cala Vasques (Basques)
  • Cala Gran (Cala D’Or)
  • Marina Sa Rapita
  • Cala Es Trenc
  • Marina Palma de Mallorca
  • Cala Portal Vells

Ibiza:

  • Cala Boix
  • Cala Taramanca
  • S’Alga (Formentera)
  • Cala Tarida
  • Sant Antoni (Caló des Moro)
  • Cala Salada
  • Cala Xarraca


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2015: CALA SANTANDRIA – Menorca

Um Ciutadella zu besichtigen, kann man vor der Einfahrt in den Hafen sowohl westlich mit Landleine (siehe grüner Stern) als auch östlich (siehe oranges Zeichen) ankern.

CIUTADELLA

Wir ankern jedoch eine Bucht weiter südlich (CALA SANTANDRIA) mit Anker und Landleine (siehe grüner Stern). Die Bucht eignet sich auch hervorragend zum Schwimmen.

Einen Dinghi-Anlegeplatz gibt es in Ciutadella nicht. Wir lassen unser Beiboot am Ende des langen Kanals vor einem Restaurant.

Foto 5 Foto 3

Foto 4  Foto 2


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12.07: That’s why we did it!

Während der Vorbereitung haben wir uns oft gefragt, woher wir den Mut für die Auszeit nehmen; nach den ersten Wochen nur mehr, warum wir je zweifeln konnten.

Auf unserer STARSHIP – unserer „25 m2 Souterrainwohnung mit sonniger Dachterrasse und großem Pool“ – haben wir ein aufregendes, abenteuerliches und so intensives Familienjahr erlebt, zwei Mal den Atlantik überquert, das Segeln mit jeder Seemeile mehr an Erfahrung noch mehr genossen, höchste Zufriedenheit nach der Etappe Bermuda-Azoren gespürt, vieles über Wind und Wetter dazu gelernt, so manchen Sturm an, aber auch „unter Deck“ erlebt, unzählige Ausflüge unternommen, mit Dominica und den Azoren zwei absolute „Highlights“ erlebt, dank der SY ENTERPRISE kaum einen karibischen Wasserfall ausgelassen, viele Stunden als MechanikerIn, ElektrikerIn und SegelmacherIn verbracht, dankbarst Hilfe (und Ersatzteile) der anderen Crews angenommen, mehrmals die Mastspitze erklommen, zweimal die Bordtoilette zur Gänze zerlegt, mehr Fischköder verloren als Fische gefangen, einige hundert Delfine und zahlreiche Wale gesehen, die meiste Zeit mit Flip-Flops, einigen T-Shirts und Shorts das Auslangen gefunden, in den nasskalten Nächten am Atlantik trotz dreier Lagen unter der Schwerwetterbekleidung und dicken Stiefeln sehr gefroren, so manche Schulstunde „wellenfrei“ gegeben, und … und … und schließlich auch noch die letzte Etappe der Ralley ARC Europe gewonnen.

Aber das Beste waren und sind die vielen neue Freundschaften, die wir geschlossen haben: das herzliche Zusammensein mit all den anderen (Familien)-Crews, die launigen Sundowner und Beach-BBQs, die „Shared-Dinner“, die ausgelassenen ARC-Partys, die unzähligen (Kinder)-Funkrunden, die die Gruppe der Familienboote in der ganzen Karibik bekannt gemacht haben, und die Kinder-Dinghi-Flotten, die jeden Abend vor einem anderen Boot festgemacht waren.

Diese Freundschaften und diese gemeinsamen Erlebnisse haben das Jahr so besonders und unvergesslich gemacht:

That’s why we did it!

SY STARSHIP – “nothing’s gonna stop us now”

 

SY STARSHIP – That’s why we did it!


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09.07: Port Ginesta – „Homeport“ fürs Erste

Unsere Suche nach einem Liegeplatz in der Nähe von Barcelona hat ein glückliches Ende. Wir finden einen Platz in der Marina PORT GINESTA und fühlen uns sofort sehr wohl und heimelig.

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Die Marina selbst ist gar nicht so klein mit 1.800 Liegeplätzen, aber unser Steg im neuen Teil der Marina ist überschaubar groß, nahe an den Toiletten und Duschen gelegen und sehr ruhig.

Zum Flughafen sind es 20 Minuten, nach Barcelona eine gute halbe Stunde. Wir sind zufrieden.

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3 Tage lang bringen wir unserer STARSHIP auf Vordermann (von 8 Uhr früh bis 8 Uhr abends). Wir räumen praktisch das ganze Boot aus (in Etappen), reinigen es gründlich, und räumen einen Großteil wieder ein. Nicht alles, zum Glück, denn von einigen Dingen trennen wir uns endgültig (endlich nach 12 Monaten).

Alle Leinen und Schoten werden gewaschen, die Tanks gespült, die Winschen gesäubert und gefettet, der Watermaker sterilisiert, sogar Überzüge für die Steuerräder und die Winschen nähen wir noch.

Die Kinder dürfen endlich wieder das Dinghi wassern, denn die „Lavanderia“ ist ein Stück entfernt in der alten Marina und mit dem Dinghi sind sie sofort zu begeistern, sich 3 Stunden lang um die Wäsche zu kümmern.

Das Bimini nehmen wir ab, nähen es wieder, reinigen es mit Segeltuchreiniger und imprägnieren es. Genauso wie die Sprayhood.

Und eigentlich – stellen wir dann fest- ist das Boot nun in einem besseren Zustand als je zuvor. Startklar.

Schade, dass es jetzt bald nach Hause geht.

 


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07.07: The Final Leg: Gewitter mit 41 Knoten Wind

Wir brechen kurz vor 9 Uhr auf. Es ist die letzte Etappe und wir würden uns so sehr wünschen, noch etwas segeln  zu können. Aber nein. „Motorsegeln“ heißt die Devise. Alle Segel gesetzt. Hart am Wind. Und wir schaffen zwischen 4,5 und 6 Knoten, je nachdem, ob der wahre Wind bei 10 Knoten liegt oder eher wieder bei 5 Knoten.

Bei meiner ersten Wache halte ich – dank eines sehr unterhaltsamen Buches – bis 1 Uhr früh durch. Dann übernimmt Dietmar bis 5 Uhr früh. Und wieder Wachwechsel.

Aber Dietmar kann sich nicht lange hinlegen. Kurz danach – im Morgengrauen- wecke ich ihn wieder auf.

Schon seit Stunden begleiten uns dunkle Wolken (in sicherer Entfernung) und Wetterleuchten. Jetzt aber dreht der Wind (wie üblich entgegen aller Vorhersagen) und die ganz dunklen Wolken stehen nahezu über uns.

Wir reffen umgehend ins dritte Reff. Förmlich in letzter Sekunde.

Innerhalb von wenigen Minuten haben wir nicht mehr „nutzlose“ 10 Knoten Wind von raumschot, sondern Regen und 41 Knoten Wind „auf die Nase“. Der Wind (oder besser: der Gewittersturm) peitscht über das Wasser und uns den schweren Regen ins Gesicht – eine Mischung aus Süß- und Salzwasser.

Zur Sicherheit starten wir auch den Motor. Die Blitze sind immer wieder in unserer Nähe. (Und wie gut, dass wir noch Motoröl nachgefüllt haben).

Wir sind beide waschelnaß. Das Wasser steht in meinen Stiefeln. Wir fieren das Großsegel, können noch etwas mehr von der Genua einholen und versuchen abzulaufen. Mit dem Wind und mit der Welle – 180 Grad weg vom Kurs. Mehrmals krängt unsere Starship so stark, dass wir mit dem Baum fast das Wasser berühren.

Wir steuern von Hand, abwechselnd, während der andere frische und trockene Sachen anzieht. Das nasse Gewand können wir nur in die Dusche werfen. Dort türmt sich kurze Zeit später ein Haufen „Salzwasserkleidung“.

Sicht – wenige hundert Meter. Andere Boote – mehrere Fischerboote – in Entfernung von einigen Seemeilen. Wenigstens ist das kein Problem.

Aber das Bimini ist an mehreren Stellen gerissen. Einerseits die Halterung selbst auf Backbord, andererseits der Zipp an mehreren Stellen. Ich kann im ersten starken Wind das Bimini gerade noch einigermaßen sichern, aber kurz danach lassen wir den Autopilot steuern und müssen das Bimini zur Gänze wegrollen. Kein Bimini heißt noch eine Spur weniger Schutz.

Auch unsere große Österreichfahne hat sich losgerissen. Diese mit einer starken Leine an den Wanten zu sichern heißt  „lauwarme Volldusche“. Es ist durch den Wind so kalt, dass das Wasser richtig warm erscheint. Die Welle genau im 45 Grad Winkel gegen die Backbordseite ergießt sich über mich.

Ipad – unsere Ersatznavigation – und Dietmars PC liegen im Backofen. Zur Sicherheit. Falls wir so unglücklich sind und uns ein Blitz trifft.

Die Kinder sind natürlich aufgewacht, liegen aber weiterhin in den Achterkabinen. Irgendwie verkeilt versuchen sie den Sturm „wegzuschlafen“. Was nicht wirklich geht, denn Gewitter sind schrecklich laut. Dietmar und ich können uns nur schreiend verständigen (die neongelben Kapuzen des Schwerwettergewandes halten nicht nur den Regen ab), immer wieder muss einer von uns tropfnass in den Salon, die Genuaschoten machen bei jeder Wende schrecklichen Krach.

Nach etwa einer halben Stunde schaffen wir es, wieder etwas höher zu laufen. Halbwind, mit gefiertem Großsegel.Immerhin ein wenig in die richtige Richtung.

Zwischendurch ist der Wind zweimal für ein paar Minuten ganz weg, dreht und die nächsten Böenwalze kommt auf uns zu. Wir denken schon, es geschafft zu haben, da dreht der Wind wieder und die nächste dunkelgraue Wolkenfront kommt auf uns zu. Wir wenden mehrmals, jeweils nur für 2 oder 3 Seemeilen, um den großen pink-farbenen Flecken auf dem Radarschirm zu entkommen.

41,4 Knoten Wind speichert unsere Windanzeige als „Tages-High“. Die Böen dazwischen kratzen am 45er.

Nach 4 Stunden haben wir es geschafft. Das Schlimmste ist vorbei. Ganze 4 Seemeilen gutgemachte Entfernung haben wir in dieser Zeit geschafft.

Wir reffen aus, segeln noch ein paar Stunden, dann nehmen wir die Segeln zur Gänze weg und legen die restlichen 10 Seemeilen unter Motor zurück. Weil vor uns über Barcelona (aber in Lee, nur, was heißt das schon?) noch einmal dunkelgraue Wolken auftauchen, füllen wir sogar noch einen Kanister Diesel nach (Premiere – nachtanken auf See). Nur kein Risiko eingehen.

Wir erreichen Port Ginesta – ohne noch einmal nass zu werden – am Nachmittag.