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2026 – Herbsttörn – Optionen

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Einkaufen, Gasflasche abholen, 4 Kanister Diesel zum Boot schleppen und los geht es am Samstag Vormittag gegen 11:00 Uhr. Ein kurzer Stop in der Krios Bay, nochmals den Rumpf säubern, Nudeln vorkochen und um14:00 Uhr legen wir ab. Es ist kaum Wind vorhergesagt, und das bisschen Wind soll aus Nordosten kommen.

Fast 12 Stunden schaffen wir den Weg in den Norden, oftmals nur mit 2-3 Knoten Geschwindigkeit, aber bei Vollmond und sehr entspannt. Um 2:00 in der Früh schläft der Wind komplett ein. Genua wegreffen, Motor an, und die restlichen 10 Stunden geht es mit der „Aral-Fock“ Richtung Astipalea. Dunkle Wolken begleiten uns die ganze Zeit. Es nieselt immer wieder. Wir liegen im Schwerwettergewand und eingehüllt in den Schlafsack an Deck. Es ist kalt und wenig einladend.

Am Vormittag tanken wir unterwegs einen Kanister Diesel nach. Unseren Berechnungen zufolge sollten wir noch mindestens 20 l haben, aber um auf Nummer sicher zu gehen, leeren wir weitere 20 l nach.

Dass ich in die Backkiste muss, um den Dieselkanister herauszuholen, kommt mir sehr gelegen. Bei der Überfahrt ist uns ein sehr eigenartiges und nerviges „Klacksen“ aufgefallen. Hauptsächlich, wenn der Autopilot steuert, weniger, wenn wir von Hand steuern.

Ich checke den Bereich rund um den Ruderschaft, aber sehe nichts. Außerdem würde das metallische Klacksen nicht wirklich zum Ruderschaft passen.

Dann sehe ich das Malheur. Die Antriebsstange vom Autopilot-Linearantrieb ist zur Gänze aus der Verankerung gerissen. Zwei Muttern fehlen gänzlich, eine hängt am Rande und nur eine ist noch in Position. Das erklärt auch die unzähligen Kurskorrekturen, die der Autopilot in den letzten Stunden gemacht hat.

Wir steuern von Hand die letzten beiden Stunden bis Astipalea. Der Anker fällt um 12:00 Uhr am Sonntag in der Bucht nahe der Chora. Weiterhin Nieselregen. Dunkle Wolken hängen über der Insel. Immer wieder donnert es.

Dietmar sucht passende Muttern, klettert dann in die Backskiste und schaffte es mit Verrenkungen, alle Muttern wieder anzuziehen.

Und was nun? Wir haben wegen der Windvorhersage mit starken Wind in den nächsten Tagen drei Optionen:

Option 1: Hier im wolkenverhangenen Astipalea bis Donnerstag bleiben und dann weiter in Richtung Kalymnos segeln.

Option 2: Über Nacht in Astipalea bleiben und morgen ausgeruht bei 25 Knoten NW-Wind nach Kalymnos segeln.

Option 3: Gleich wieder starten. Ab 14 Uhr sollen 10-12 Knoten Wind aus NW angesagt sein.

Wir entscheiden uns für Durchbeißen, machen „Ankerauf“ und setzen Kurs auf Kos. Kaum Haben wir Astipela nur wenige Seemeilen hinter uns gelassen, ist das schlechte Wetter vorbei. Sonne, wenig Welle und konstanter Wind – ein richtig gutes Segelerlebnis nach den vergangenen 24 Stunden.

Um 19.15 Uhr haben wir das Südwest-Kap von Kos erreicht, um 20:30 Uhr fällt der Anker in der Bucht von Kefalos. 34 Stunden von Kreta bis Kos. Ein Abendessen, eine heiße Dusche und ins Bett.

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