Perimos – Leros (Xirokampos):
NNW-Wind mit 15-20 Knoten. Wir sind das einzige Segelboot, das den Bedingungen trotzt und mühsam aufkreuzt. Alle anderen motoren gegenan. Die Welle ist erträglich und so reffen wir viel später als gewöhnlich, genießen aber einen herausfordernden Segeltag. Die letzten 7 Seemeilen müssen wir aber auch den Motor dazunehmen, denn der Wind kommt nun genau aus der Richtung, in die wir wollen.
Wir werfen den Anker in der Südbucht von Leros – Xirokampos, die recht tief ist. Wir fahren ihn ein, machen kurze Mittagsrast und wollen gerade unter Deck gehen, als Dietmar auffällt, dass der Anker nicht hält. Wir haben sicher eine Bootslänge verloren. Sofort „Ankerauf“! Wir suchen einen neuen Ankerplatz. Ohne Erfolg. Das Ankerfeld ist dicht besiedelt, weiter draußen müssten wir auf 15m oder mehr ankern.
Wir drehen Runden. Da winkt uns ein türkisches Boot zu sich und spricht uns auf Deutsch an. „Wartet 15 Minuten, ich lege ab, ihr könnt meine Muring-Boje haben!“. Was für ein Glück. 20 Minuten später liegen wir gut vertäut an einer Muring-Boje auf 6 Meter.
Wir wassern das Dinghi und montieren den reparierten Dinghi-Motor. Noch schnell Benzin nachgefüllt und schon dreht Dietmar die ersten Runden. Aber der Motor klingt eigenartig und stirbt nach der dritten Runde ab.
Was soll das? Es stinkt nach Benzin. Der Tank ist nach drei Runden leer. Der Motor lässt sich nicht mehr starten.
Selber schuld, dämmert uns dann nach einigen Stunden und mühevollem Auseinandernehmen des Motors. Vermutlich hätten wir neues Benzin nehmen sollen oder es war noch Benzin über den Winter im Tank (weil wir den Motor nach der Reparatur ja nicht mehr leergefahren sind). Für eine Reparatur fehlt uns das Werkzeug. Wir müssen die Vergaserkammer öffnen. Also ist Rudern für den restlichen Törn angesagt.

Leros (Xirokampos) – Leros (Archangelos South)
NNW-Wind mit 15-20 Knoten. Dieses Mal sind wir nicht das einzige Segelboot, das den Bedingungen trotzt und mühsam aufkreuzt. Ein italienisches Paar hat denselben Vorsatz.
Wir ankern in Archangelos South und gönnen uns ein Hochzeitstag-Abendessen in der kleinen Taverne.

Leros (Archangelos South) – Lipsi (Koulura Bay)
Sehr entspannt, weil weniger Wind, verläuft der kurze Schlag nach Lipsi.
Lipsi (Koulura Bay) – Akri (Marathos)
Lipsi und Akri begeistern uns. Unzählige kleine Inseln, dazwischen türkisgrünes Wasser. Karibisches Feeling. Wir ergattern eine Boje in der Marathos Bay und ein „Fancy Dinner“ im eleganten Pantelis.
Akri (Marathos) – Samos (Poseidonio)
Unter Motor geht es nach Samos. 4 Stunden Motor heißen aber auch 150 l Wasser; die Wassertanks sind wieder voll.
Samos (Poseidonio) – Samos (Stadthafen Pythagorio)
2 Nächte im Stadthafen – erste Reihe fußfrei (mit Duschen und Waschmaschine).