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2026 – Sommertörn – zu dritt die dritte Woche

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Wir haben mit Kristine wieder Verstärkung an Bord.

Samos (Pythagorio) – Akri (Makronisi South)

Entspanntes Segeln mit bis zu 7 Knoten SOG. Wir ankern in Akri (Makronisi South).

Akri (Makronisi South) – Patmos (Paralia Vagia)

Unser nächstes Ziel ist Patmos. Kristine und ich wollen das Kloster besuchen.

Die Überfahrt beginnt einfach, aber der Wind nimmt zu. Im Eilzugtempo erreichen wir Patmos. Deutlich länger dauert es, bis wir eine Ankerbucht finden. Wir probieren drei Ankerbuchten aus – kein Erfolg. Der Stadthafen ist bummvoll. Schon etwas ratlos motoren wir wieder in den Norden der Insel und finden schließlich einen guten Platz in der Paralia Vagia.

Wir erreichen den ersten Bus in der Früh, der Kristine und mich nach Skala bringt. Dort kleines Frühstück und der nächste Bus bringt uns zur Chora und zum Kloster.

Zurück gehen wir zu Fuß und machen noch einen Abstecher bei der Höhle der Apokalyspe.

Zu Mittag sind wir beim Boot zurück, gönnen uns ein Mittagessen und legen ab. Neues Ziel: Lipsi.

Patmos (Paralia Vagia) – Lipsi (Papantria Cove)

Am frühen Nachmittag nimmt der Wind immer zu – die Windstärke und die Düsenwirkung zeigen Wirkung. Noch vor 16:00 Uhr fällt der Anker in der Papantria Cove. Vor uns ankern unzählige Boot. Unser Anker liegt wirklich weit entfernt vom Strand. Was für ein Glück, dass der Wind am Abend abnimmt und uns der Dinghi-Motor ausnahmsweise nicht im Stich lässt. Die hiesige Taverne ist mehr als rustikal, aber das Essen ausgezeichnet.

Lipsi (Papantria Cove) – Levitha

Eigentlich würden wir gerne möglichst weit nach Westen segeln, weil rund um Kreta nun das Wetter schlechter wird. Der Plan ist, bis Sonntag nach Heraklion zu segeln, Kristinbe in Heraklion aussteiegn z u lassen, damit sie heimfliegenkann, und am Montag von Heraklion zurück nach Agios zu segeln. Es steht Meltemi an. Sonntag und Montag soll es aber wieder leichter werden.

Aber die Windverhältnisse sind für uns ungünstig. Der geplante Schlag in Richtung Westen findet nicht statt. Vielleicht ändern wir den Kurs und peilen Levitha an, eine winzige Insel zwischen Patmos, Leros, Astipalea und Amorgos. Jeweils rund 20 Seemeilen von diesen Insel entfernt. Die Insel wird von einer Familie ganzjährig bewirtschaftet. Vater, Bruder und Mutter führen die Taverne. Die Mutter ist nur im Sommer mit den Kindern auf der Insel, während der Schulzeit ist die Mutter mit den Kindern auf Patmos.

Es gibt Ankerplätze, aber das besondere sind die 13 Bojen, die im engen Einschnitt gesetzt sind. Wir erwischen eine ganz günstige Boje, nämlich die nächste zum Dinghi-Anleger. Nach und nach sind nahezu alle Bojen gelegt.

Wir verbringen eine sehr stimmigen Abend in der kleinen Taverne. Zufälligerweise sind wir nicht die einzigen Österreicher, ein Ehepaar mit Kindern und drei Tiroler haben es ebenso in diese kleine Bucht geschafft.

Levitha – Astipalea

Die 20 Seemeilen nach Astipalea sind ein Geschaukel. Zu wenig Wind von Achtern und eine unangenehme Welle. Irgendwann reicht es uns, und der Motor muss aushelfen. Wir ankern nun endlich in der Bucht nahe der Chora.

Astipalea – Kreta:

Es ist erst Donnerstag und eigentlich wollen wir von Astipalea noch nach Anafi segeln und erst am Freitag zurück nach Kreta. Die Windvorhersage verheißt nichts Gutes. Kurzerhand beschließen wir, sofort zurück zu segeln. 85 Seemeilen – vor drei Wochen haben wir 17 Stunden gebraucht.

Screenshot

Es geht hurtig dahin. Wir segeln die meiste Zeit im ersten Reff. Am Kap sollten wir nach 12 Stunden ankommen. Je näher wir dem Kap kommen, desto schwieriger werden die Bedingungen, Die Welle ist zwei bis drei Meter hoch. Wir segeln längst im dritten Reff und von Hand. Die Genua ist stark verkleinert. Am Kap nimmt der Wind nochmals zu. 35 Knoten wahrer Wind ist die Spitze. Wir schaffen es nicht in die Lagune, sondern nur unter Motor in die Krios Bay. Alleine das Großsegel herunter zu bekommen, ist Schwerstarbeit. In der Krios Bay brauchen wir zwei Versuche, bis der Anker hält. Die Böen ziehen auch hier unverändert stark durch. Wir ankern maximal 2 Bootslängen von der felsigen Küste entfernt. Der Wind, die Wellen, die gegen die Felsküste donnern, wir liegen an Deck, so richtig schlafen kann keiner.

Freitag früh motoren wir die letzten Meter in die Marina Agios Nikolaos. Es ist erstaunlich ruhig. Haben wir die Wettersituation falsch eingeschätzt? Hätten wir mit dem Zurücksegeln noch warten können?

Die Antwort kommt am Samstag und am Sonntag. An beiden Tagen messen wir sogar 30+ Knoten in der Marina, ganz zu schweigen vom Wetter in der Mirabello-Bucht. Gute Entscheidung!


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