Wir starten Sonntag früh: Entweder gute 20 Seemeilen nach Levitha oder lange 60 Seemeilen nach Koufonisia. Es sind angenehme 15 Knoten aus Nordost, aber die Wellenhöhe passt gar nicht. Deutlich mehr als 2,5 Meter. Gut, dann nur bis Levitha.
Wir kommen schon gegen 11:00 Uhr auf der kleinen Insel an. Wir beobachten die Einfahrt die längste Zeit, kein Boot verlässt den Muringplatz. Es kommt uns auch kein einziges entgegen. Nur eine Schweizer Jacht segelt an unserer Backbordseite von Kalymnos nach Levitha.
Kein Wunder, dass wir daher die ersten sind, die eintreffen und uns die beste Boje mit dem geringsten Abstand zur Anlegestelle der Beiboote schnappen können.
Kurz nach uns treffen auch die Schweizer ein. Das werden heute nicht viele Boote sein, die mitten im Oktober zu dieser kleinen Insel im Nirgendwo segeln, denken wir uns.
Falsch gedacht.
Nach und nach treffen mehr Boote ein, gefühlt nur Schweizer Crews auf Charterjachten – wir sind umzingelt von roten Flaggen mit weißen griechischen Kreuz. Am Nachmittag um 15 Uhr sind alle 13 Bojen belegt. 5 weitere Boote ankern bei der Ausfahrt.
Und die Taverne kann man umbenennen in „Schweizer Haus“, nur schwizerdütsch zu hören.