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nothing's gonna stop us now


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15.03: Antigua – LAND OF SEA AND SUN

Seit Mittwoch ankern wir in der Freeman Bay unweit des English Harbour. Und verschieben unsere Weiterfahrt nun schon zum zweiten Mal. Es ist einfach zu nett hier. Wieder einmal. Und wieder einmal ein Kontrast zu der letzten Insel – in diesem Fall Guadeloupe.

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Wir erkunden den English Habour,

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streunen durch den kleinen Ort,

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und treffen viele „alte Bekannte“.

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Die Kinder freuen sich sehr, wieder einmal mit Jenne (HeckoGecko), Malte (Capricon) und den Buben – Ted und Robert – von der irischen Millport II „abzuhängen“, die wir hier alle nach einige Wochen der Trennung treffen.

Mit den Crews der holländischen Segelyachten Aurora und Maris, die einen Tag nach uns ankommt und neben uns ankert, genießen wir ein Selfmade-Harbour-BBQ. Einfach Grill aufstellen, Hendlhaxerl auflegen und einen gemütlichen Abend mitten im English Harbour verbringen.

Und zum Abschluss erklimmen wir sogar „Shirley Heights“, den einzigen Gipfel im Umkreis.

Wir treffen uns schon am frühen Morgen am Strand.

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Die Galleon Beach ist sehr einladend.

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Wir wandern den Desmond Trail. Nach so vielen Wochen im saftigen Regelwald erleben wir jetzt eher trockene Sträucher und Kakteen.

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Es ist trotz der frühen Stunde ordentlich heiß. Kurze Rast ist angebracht.

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Und der Blick auf Freeman Bay, English Harbour und Falmouth Harbour ist großartig.

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11.03: Segeln vom Feinsten

Um 5 Uhr klingelt der Wecker. Um 5:30 stehen Dietmar und ich auf und um 6 Uhr legen wir ab. 45 Meilen liegen vor uns. Bei den herrschenden Windbedingungen (nämlich kein Wind) kann das eine müde Angelegenheit werden.

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Bis Deshaies tuckeln wir nur so herum. Gute 2 Stunden dauert es bis zu diesem kleinen Fischerort.

Aber dann setzt Wind ein. 10 – 14 Knoten Wind von Nordost und nahezu keine Welle.

Eine halbe Stunde mühen wir uns ab, den besten Segeltrimm zu finden, aber dann passt es und wir brausen mit 8,5 bis 9 Knoten Geschwindigkeit dahin.

Die Sonne scheint, kaum Wolken sind zu sehen und der Wind bläst konstant und böenlos.

Was will man mehr?

Es ist der schönste Segeltag seit Beginn unserer Reise.

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Schon um 14:30 lassen wir den Anker in Falmouth Habour auf Antigua fallen.

Um 17:00 ist Dietmar vom Einklarieren zurück. Im Nachbarort – English Habour – hat er Millport, Enterprise, Aurora, Capricorn und Heckogecko getroffen.

Wir heben den Anker und verlegen uns in die Bucht von English Habour. Gleich neben der Millport.

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10.03: „Starship, this is Maris!“

Der letzte Tag in Gwada. Heute soll – nach 14 Tagen Wartezeit – unser Ersatzteil für den kaputten Außenborder geliefert werden. Endlich.

Aber nichts. Lieferschwierigkeiten. Die Spule ist nicht einmal in Japan lagernd.

Wir sind ein wenig frustriert, aber fangen uns schnell. Denn genau genommen haben wir zwar kein Lösung für den Außenborder, aber wir können keinesfalls behaupten, die Zeit in Point-a-Pitre nicht  genossen zu haben.

Die Marina ist von Lage und Infrastruktur eine der besten überhaupt, wir leisten Bootsarbeit, machen Schule, schließen viele neue Segelbekanntschaften (wie zb Rainer und Renate aus NÖ oder die beiden Grazer von der Voodoochile) und verbringen viele nette Stunden mit Aurora.

Und zu guter Letzt legt auch noch am Montag Nachmittag die Maranne am Steg an. Ein Wiedersehen nach 4 Wochen. Der Sundowner ist gesichert.

Am Dienstag legen wir um 9 Uhr ab. Ein schöner Tag mit unregelmäßigem Wind. Gelegentlich schaffen wir 6 Knoten SOG, dann wieder nur 3 Knoten.

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Die Aurora überholt uns bald.

Aber unser Highlight des Tages ist, dass wir in der Düse am südlichen Kap so viel Wind haben, dass wir endlich einmal mit einem Butterfly fahren.

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Gute 12 Seemeilen von Deshaies entfernt, versuchen wir unser Glück. Vielleicht ist die Enterprise noch in Deshaies und wir können uns heute schon wieder treffen. Kanal 16: „Enterprise, Enterprise, Enterprise, this is Starship!“ Keine Antwort. Noch einmal. „Enterprise, Enterprise, Enterprise, this is Starship!“ Dann ein Knacksen.

“Starship, this is Maris! We are friends of Antares. We are anchored in Pigeon Island. Come over! It is nice here!”

Maris kennen wir von vielen Erzählungen von Antares und Nautilus und von Fotos von ihren Blogs. Eine holländische Familie, die einige Jahre in der Schweiz gelebt hat.

Und die Gelegenheit, sie kennen zu lernen, wollen wir uns nicht entgehen lassen.

„Maris, this is Starship. We will be there in an hour.”

Gegen 17:45 lassen wir den Anker neben ihrem Boot fallen.

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Und um 18:00 sitzen wir schon in unserem Cockpit und genießen einen großartigen Sundowner. Die Kinder schwimmen noch ein paar Runden und ziehen sich dann auf das Boot der Maris zurück.

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Der Sundowner dauert bis 21:00. Und es ist klar, dass wir schon fix unser nächstes Treffen auf Antigua vereinbaren.

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08.03: …wie bei der Bauminsel am Neusiedlersee

Marleen und Frans von der holländischen AURORA hat das gleiche Schicksal ereilt wie uns. Das Boot wird am Freitag am Nachmittag fertig mit dem letzten AF-Anstrich. Aber der Hebelift hat schon Feierabend. Das heißt für sie, dass sie bis Montag mit dem ins Wasser heben der Grand Soleil warten müssen.

Wir laden sie ein, einen Tag mit uns segeln. Es ist das erste Mal, dass wir einfach nur so zum Spaß segeln – ohne wirkliches Ziel, einen ganzen Tag lang einfach aus purer Freude am Segeln.

Wir starten am Samstag am Vormittag bei besten Segelbedingungen. 13-18 Knoten Wind, etwas Welle, kaum Böen und Sonne, Sonne, Sonne.

Frans und Marleen sind beide sehr erfahrene Segler. Und es reizt beide doch, wieder einmal auf einem anderen Boot zu segeln.

Und so nutzen wir die Gelegenheit und lassen uns von den beiden Tipps und Tricks zum Segeltrimm geben. Wir machen einen gemeinsamen Riggcheck, probieren eine neue Möglichkeit zum Versetzen des Genuaholepunktes aus und diskutieren Einstellungen auf unseren Anzeigen.

Es ist ein Segelerlebnis der besonderen Art und wir genießen es sehr.

Ihre Ratschläge und Änderungen in Verbindung mit einem neuen Antifouling und einem glatten Rumpf lassen uns mit 9 Knoten am Wind dahinrauschen. Wow, ist das ein super Gefühl.

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Kein Wunder, dass wir erst um 16 Uhr eine Pause einlegen. Im Windschatten der kleinen Ile de Gosier gibt es Nudelsalat, Mozzarella und Brot. Fast so wie bei der Bauminsel am Neusiedlersee.


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06.03: Gwada – Grand Terre

Beim langen Fußmarsch zurück von der Dusche zum Trockendock passieren Katharina und ich eine kleine Leihwagenfirma und nur zum Spaß, nach unzähligen erfolglosen Versuchen wegen der Karnevalsaison, fragen wir nach, ob es denn heute einen Leihwagen gäbe.

„Oui“, heißt es dann, und Katharina und ich entscheiden uns spontan. Katharina bleibt beim Wagen. Ich laufe zum Trockendock zurück, wir packen in Windeseile unsere 7 Sachen (Badezeug, Handtücher, Straßenkarte, Guidebook, Kamera, Ipad und eine Flasche Wasser) und in weniger als 15 Minuten sind wir wieder bei der Leihwagenfirma und düsen schon los.

Wir wollen uns den Norden von Basse-Terre und den Ostteil der Insel, nämlich Grand-Terre, ansehen.

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Nochmals die Route Traverse und ein kleiner Wasserfall zum Aufwärmen. Beim Spazieren gibt es Deutschunterricht (Grundwortarten, Stellvertreter und Begleiter (dabei alle 7 Pronomen) und Konjunktionen, etc.).

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Unser nächster Stopp – nach einer Kurzvisite im Schokoladetraumland –

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ist Deshaies. Ein Ort an der Westküste, für viele Segler der Ausklarierungshafen auf dem Weg nach Antigua.

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Beim Sparziergang am Strand darf das Lieblingseis nicht fehlen.

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In einer kleinen, sehr französischen Boulangerie kaufen wir Baguettes für Mittagessen, nebenan Käse.

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Wenige Kilometer danach halten wir an einer großen, aber nahezu menschenleeren Bucht an. Feinster Sandstrand, hohe Wellen, traumhaftes Wasser.

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Während die Kinder eineinhalb Stunden unaufhörlich im Wasser und am Strand spielen, sitzen wir auf einer angeschwemmten Europalette und genießen unser Käsebaguette.

Auf dem Weg zurück zur Marina, wo wir schnell einen Duschstop einlegen wollen, um den ganzen Sand zu entfernen, halten wir noch an zwei Rumdestillerien. Aber leider ohne Erfolg. Beide haben wegen Mardi Gras geschlossen.

Weiters geht nach Grand-Terre. In St. Anne halten wir an, um u.a. den älteren Herrschaften beim Boggia-Spiel zuzusehen. Eine gute Stunde lang spielen sie sehr beherzt. Die Boggia-Kugeln werden sogar zwischendurch mit einem feinem Tuch gereinigt.

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Unser letzter Stop ist St. Francois. Eine nette kleine Marina. Wie oft hätten wir uns in Spanien oder Portugal gewünscht, so eine nette Marina anzutreffen mit gemütlichen Lokalen und kleinen Geschäften. Aber hier in Gwada wirkt die Marina auf uns sehr künstlich und überhaupt nicht karibisch.

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04.03: Auf dem Trockenen … in der Enklave

Aus dem Wasser. Aufs Trockendock.

Schon ein komisches Gefühl, wenn man das Boot zum Hebekran motort. Die Starship soll aus dem Wasser. Neues Unterwasserschiff, ein paar Kontrollen. Wir wollen auch für den Rückweg gerüstet sein.

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Aber so schnell geht das mit dem Herausheben nicht. Es dauert gute 30 Minuten, bis der Kran die Starship richtig hält.

Zum Glück begleitet uns Frans von der holländischen AURORA und dolmetscht für uns mit seinen Französischkenntnissen.

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Wir kennen Frans und Marleen seit vielen Monaten, sie wollen ihre Grand Soleil ebenso hier aus dem Wasser nehmen lassen.

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Zu Mittag stehen wir dann auf unserem Platz.

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Auf „dünnen“ Beinchen ist die Starship aufgebockt. In Belgien war die Konstruktion, auf der wir viele Böen von bis zu 35 kn erlebten, doch deutlich stämmiger.

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Ganz wohl ist uns dabei nicht.

Fred beginnt gleich mit der Reinigung des Bootes.

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Katharina und ich können es natürlich nicht lassen, helfen ordentlich mit und sind schlussendlich genau so schmutzig wie das Boot vor der Reinigung. Dass es davon keine Fotos gibt, ist nur darauf zurück zu führen, dass Dietmar bei unserem Anblick schlichtweg sprach- und regungslos ist.

Zwischendurch begutachten wir immer wieder den Fortschritt oder legen wieder selbst Hand an.

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Insbesondere ein glatter und glänzender Propeller liegt den Kindern am Herzen und da wird ordentlich geputzt.

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Schon einen Tag später ist alles wieder erledigt. Viel früher als erwartet. Der Wettergott war gnädig und hat es einen ganzen Tag kaum regnen lassen.

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Aber wegen des Karnevals heißt es für uns, doch noch einen Tag länger am Trockendock zu bleiben. Na ja, das Leben am Trockendock ist um einiges aufwändiger als auf dem Wasser. Die nächsten Toiletten und Duschen sind einige hundert Meter entfernt. Wasser aus dem Wassertank hätten wir ausreichend, aber nutzen können wir es nicht, weil der Abfluss von Spüle und Bad direkt hinausgeleitet wird. Das Auf- und Abklettern ist eine sportliche Angelegenheit. Und unsere Starship am Abend alleine lassen sollen wir auch nicht, weil es gelegentlich zu Diebstählen kommt. Also fristen wir ein einsames Dasein auf dem Trockendock. 🙂

Aber in Kürze stehen wir wieder in der wirklich angenehmen Marina in „PaP“ und werden das Leben an Bord umso mehr genießen.

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03.03: Carnival in Guadeloupe

Carnival auf einer karibischen Insel – das stand ursprünglich ganz oben auf unserer Liste. Aber bald nach Beginn unserer Reise merken wir, dass wir nicht einen konkreten Reiseplan verfolgen, sondern uns vielmehr vom dem überraschen lassen, was sich unterwegs bietet.

Und so ist Carnival auf Guadeloupe keinesfalls ein langgehegter Plan, sondern vielmehr ein Zufallstreffer.

Von den Iles des Saintes, wo wir das Wochenende verbringen, müssen wir nach Pointe-a-Pitre aufkreuzen und rechnen schon damit, erst am späten Nachmittag anzukommen. Da dreht der Wind und flugs segeln wir richtig angenehm auf einen Schlag in die Marina.

„Römisch-Katholisch“ anlegen, Boot klarmachen, duschen und nur eine Stunde später marschieren wir zum Hauptplatz in das Zentrum von Point-a-Pitre.

Der Weg von der Marina zum Stadtzentrum führt uns durch ein weniger angenehmes Viertel. Zahlreiche junge und ältere Damen sitzen auf Holzbänken vor ihren Barracken am Straßenrand und warten auf Kundschaft.

Auch das ist Karibik. Ungewöhnlich ist dabei eher, dass manche Damen zwischendurch Besuch von der Verwandtschaft haben dürften und samt „Kind und Kegel“ am Straßenrand stehen und plaudern.

In der Stadt ist der Umzug schon in vollem Gange.

Gruppe für Gruppe zieht an uns vorbei. Die Farben und Farbzusammenstellungen der aufwendigen Kostüme erinnern an die Farbenpracht der Karibik.

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Die Sonne brennt vom Himmel, kein Lüftchen bewegt sich. Und so manche Tänzerin hält der Bewegung in der Hitze nicht stand und sucht ein wenig Entspannung außerhalb des Umzuges.

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02.03: Ein Wochenende an der Côte d’Azur

Übers Wochenende segeln wir zu den Iles des Saintes, einer kleinen Inselgruppe im Süden von Guadeloupe.

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Und das ist wie eine Zeitreise. Côte d’Azur vor 50 Jahren.

Ein beschaulich ruhiger Ort mit Kirche und kleinen Geschäften, Strand, viele bunte Lokale und eine kleine Fähre, die Touristen bringt.

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Dunkle Hautfarbe ist hier ein Minderheitenprogramm.

Schnell einmal vergisst man, dass diese Inselgruppe mitten in der karibischen See liegt.

Zu unserer großen Freude treffen wir die Crews von Edelweiß und Antares und genießen einen gemeinsamen Sundowner in Cafe „ Coleurs du Monde“.

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28.02: Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt…

Die französischen Antillen haben es uns nicht angetan.

Nach einem trostlosen Martinique und mit den großartigen Erlebnissen von Dominica ist unser Wochenendtrip nach Marie Galante kein Erfolg.

Marie Galante ist eine kleine Insel, flach und rund wie eine Palatschinke, im Südosten von Grand Terre. Angeblich soll Kolumbus bei der Entdeckung der Insel der Vorrat an Heiligen zur Namensgebung ausgegangen sein, und so benannte er die Insel schlichtweg nach einem seiner Schiffe.

Uns war diese Insel vor der Reise kein Begriff. Nie gehört. Aber das dürfte nicht nur uns so gehen. Die Insel ist „ausgestorben“. Das ganze Wochenende hindurch ist nichts los. Das Rum-Museum ist geschlossen, am Strand baden genau 10 Personen (und da sind unsere 7 Kinder schon miteingerechnet) und wir finden nicht einmal eine kleine Bar, um einen Sundowner im Sonnenuntergang zu genießen.

Das einzige Highlight ist, dass der Samstag zum „Kindertag“ erklärt wird und die „Startrek“-Kinder einen ganzen Tag zu ihrer gemeinsamen Verfügung haben. Der Tag beginnt mit einem Speck-mit-Eier Frühstück auf der Enterprise und endet damit, dass alle Kinder auf der Starship schlafen. Das sicherlich ernstgemeinte Angebot der Enterprise-Eltern, im Ausgleich dazu bei der Enterprise zu schlafen, lehnen wir ab.

Am Montag segeln wir nach Guadeloupe Pointe-a-Pitre weiter.

Wir müssen ja. Denn unser Dinghi-Motor kann in Pointe-a-Pitre repariert werden und die Ankerwinsch der Enterprise „hat fertig“.

Wir nutzen unseren ungeplanten Aufenthalt in Point-a-Pitre für einen Zahnarztbesuch, für einige Einkäufe, die Organisation unserer Dinghi-Reparatur und einen großartigen Ausflug zu einem weiteren Wasserfall (Chute de Carbet) und zum Zip-Lining.

Guadeloupe gefällt uns immer besser. Kein Vergleich zu Martinique. Damit haben wir nicht gerechnet.

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Dass wir nun wegen der Outboard-Reparatur einige Tage in Guadeloupe bleiben werden, macht uns nichts mehr aus. Schließlich steht der Karneval vor der Tür….


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20.02: …und schmeckt wie schnittfestes Sanostol

Mathe und Deutsch sind zur Zeit „on hold“. Für die Kinder gibt es nur Unterricht in Geografie, Biologie und Geschichte mit native Speaker und dazu Turnunterricht (Wandern und Schwimmen) und gelegentlich Musik.

Für unsere 6. und letzte Inseltour können wir mit Ren einen ausgezeichneten Taxifahrer und Guide finden.

Auch der starke Regen der vergangenen Nacht kann uns nicht davon abhalten, pünktlich um 9:00 Uhr zum ersten Site, den „kalten Schwefelquellen“ zu starten. Wir versinken förmlich im Sumpf auf dem Weg zu den stinkenden und noch dazu kalten Quellen in der Nähe von Portsmouth.

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Ren zeigt uns Sorrel, eine Pflanze mit roten Blättern, aus der man Saft und Tee herstellen kann. Einfach Blüten abzupfen und mit heißem Wasser übergießen. Aus Sorrel wird auch der dominicanische Christmas-Drink hergestellt.

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Weiter geht es zum nächsten Wasserfall (Bwa Nef Fall), der nicht nur durch seine Schönheit besticht.

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Sondern ganz besonders dadurch, dass Jean, auf dessen Grund der Wasserfall verläuft, anwesend ist, uns herzlich begrüßt und viel über Obst und Gemüse, das er anbaut, erzählt. Wir kosten seine Bananen, Kokosnüsse und eine Orange. Er zeigt uns, welches Gemüse man für die traditionelle Callaloo Suppe oder Eintopf verwendet und wie man es schneidet.

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In seinem „Garten“ dürfen wir auch eine Kakao-Frucht ernten, öffnen und die Kerne lutschen. Das weiße, gelartige Fruchtfleisch schmeckt süß und intensiv.

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Unser nächstes Ziel ist Calibishi (ein Ort, dessen Name noch aus dem Kalinago Wortschatz kommt), von wo aus wir die Red Rocks besichtigen wollen.

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Auf dem Weg dahin besuchen wir einmal mehr einen „Pirates of the Caribbean“-Schauplatz und die „Number One“-Beach.

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Ren zeigt den Kindern „karibische Tempelhüpfen“, vorbei an Krabben und Kokosnüssen.

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Gegen 15 Uhr erreichen wir das „Kalinago-Modell-Dorf“. Im 1903 eingerichteten Caribe-Territorium, in dem die letzten Nachfahren der Ureinwohner leben, wurde ein Schaudorf errichtet. Ein junge Führerin erklärt uns die wesentlichen Komponenten ihrer Kultur: wie man Brot (cassava oder cassada genannt: aus einer Wurzel mit Salz, Zucker, Wasser und Kokos) bäckt, Boote aus einem Gummibaum macht, „Sugar Cane“ auspresst, Hütten errichtet, Dächer deckt und „zum Mann wird“.

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Für die Kinder gibt es Musikunterricht.

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Wir dürfen auch die Ahnengalerie besichtigen.

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Und sie erklärt uns die „Medizin“-Pflanze Noni, aus der auch das berüchtigte Getränk „Painkiller“ gemacht wird. Noni soll übel stinken, übel schmecken, aber so gegen alles ein Heilmittel sein (Grippe, Malaria,…).

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Reb zeigt uns Cashew-Nüsse.

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Am Strand sammeln wir Mandeln. Öffnen, aus der dicken Schale herausschälen und kosten. Die Mandeln sind so weich wie unsere ungetrockneten Walnüsse.

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Dann hält Ren wieder am Straßenrand, springt flink aus dem Bus, kauft eine Frucht und strahlt über das ganze Gesicht:“ This is apricot! My favorite!“

Nun, wie eine Aprikose sieht diese Frucht nicht aus.

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Sie ist so groß wie eine Grapefruit. Die Schale ist 3 mm dick und bitter. Das Fruchtfleisch hat die Farbe einer reifen Marille und die Konsistenz einer eher unreifen Birne. Und der Geschmack:? …. wie schnittfestes Sanostol. Auch unser Favorit!

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Und ganz am späten Nachmittag gibt es noch ein eiskaltes Bad in den Emerald Pools. Wir sind so spät dran, dass wir diesen Wasserfall und das große Bassin ganz für uns alleine haben.

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Wie schon so oft in den letzten Tagen, ist die Sonne beim Untergehen, als wir heimkehren.

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