sy starship

nothing's gonna stop us now

20.02: …und schmeckt wie schnittfestes Sanostol

2 Kommentare

Mathe und Deutsch sind zur Zeit „on hold“. Für die Kinder gibt es nur Unterricht in Geografie, Biologie und Geschichte mit native Speaker und dazu Turnunterricht (Wandern und Schwimmen) und gelegentlich Musik.

Für unsere 6. und letzte Inseltour können wir mit Ren einen ausgezeichneten Taxifahrer und Guide finden.

Auch der starke Regen der vergangenen Nacht kann uns nicht davon abhalten, pünktlich um 9:00 Uhr zum ersten Site, den „kalten Schwefelquellen“ zu starten. Wir versinken förmlich im Sumpf auf dem Weg zu den stinkenden und noch dazu kalten Quellen in der Nähe von Portsmouth.

IMG_2477  IMG_2476

IMG_2479

Ren zeigt uns Sorrel, eine Pflanze mit roten Blättern, aus der man Saft und Tee herstellen kann. Einfach Blüten abzupfen und mit heißem Wasser übergießen. Aus Sorrel wird auch der dominicanische Christmas-Drink hergestellt.

IMG_2465 IMG_2464

Weiter geht es zum nächsten Wasserfall (Bwa Nef Fall), der nicht nur durch seine Schönheit besticht.

IMG_2530 IMG_2506

IMG_2523 IMG_2522

Sondern ganz besonders dadurch, dass Jean, auf dessen Grund der Wasserfall verläuft, anwesend ist, uns herzlich begrüßt und viel über Obst und Gemüse, das er anbaut, erzählt. Wir kosten seine Bananen, Kokosnüsse und eine Orange. Er zeigt uns, welches Gemüse man für die traditionelle Callaloo Suppe oder Eintopf verwendet und wie man es schneidet.

IMG_2533 IMG_2542

In seinem „Garten“ dürfen wir auch eine Kakao-Frucht ernten, öffnen und die Kerne lutschen. Das weiße, gelartige Fruchtfleisch schmeckt süß und intensiv.

IMG_2511  IMG_2513

Unser nächstes Ziel ist Calibishi (ein Ort, dessen Name noch aus dem Kalinago Wortschatz kommt), von wo aus wir die Red Rocks besichtigen wollen.

IMG_2556  IMG_2630

IMG_2573
Auf dem Weg dahin besuchen wir einmal mehr einen „Pirates of the Caribbean“-Schauplatz und die „Number One“-Beach.

IMG_2571 IMG_2579

Ren zeigt den Kindern „karibische Tempelhüpfen“, vorbei an Krabben und Kokosnüssen.

IMG_2612

IMG_2609  IMG_2607

Gegen 15 Uhr erreichen wir das „Kalinago-Modell-Dorf“. Im 1903 eingerichteten Caribe-Territorium, in dem die letzten Nachfahren der Ureinwohner leben, wurde ein Schaudorf errichtet. Ein junge Führerin erklärt uns die wesentlichen Komponenten ihrer Kultur: wie man Brot (cassava oder cassada genannt: aus einer Wurzel mit Salz, Zucker, Wasser und Kokos) bäckt, Boote aus einem Gummibaum macht, „Sugar Cane“ auspresst, Hütten errichtet, Dächer deckt und „zum Mann wird“.

IMG_2645  IMG_2647

IMG_2665

Für die Kinder gibt es Musikunterricht.

IMG_2651
Wir dürfen auch die Ahnengalerie besichtigen.

IMG_2663

Und sie erklärt uns die „Medizin“-Pflanze Noni, aus der auch das berüchtigte Getränk „Painkiller“ gemacht wird. Noni soll übel stinken, übel schmecken, aber so gegen alles ein Heilmittel sein (Grippe, Malaria,…).

IMG_2397

Reb zeigt uns Cashew-Nüsse.

IMG_2560

Am Strand sammeln wir Mandeln. Öffnen, aus der dicken Schale herausschälen und kosten. Die Mandeln sind so weich wie unsere ungetrockneten Walnüsse.

IMG_2636   IMG_2635

Dann hält Ren wieder am Straßenrand, springt flink aus dem Bus, kauft eine Frucht und strahlt über das ganze Gesicht:“ This is apricot! My favorite!“

Nun, wie eine Aprikose sieht diese Frucht nicht aus.

ccc

Sie ist so groß wie eine Grapefruit. Die Schale ist 3 mm dick und bitter. Das Fruchtfleisch hat die Farbe einer reifen Marille und die Konsistenz einer eher unreifen Birne. Und der Geschmack:? …. wie schnittfestes Sanostol. Auch unser Favorit!

xxx

Und ganz am späten Nachmittag gibt es noch ein eiskaltes Bad in den Emerald Pools. Wir sind so spät dran, dass wir diesen Wasserfall und das große Bassin ganz für uns alleine haben.

IMG_2688   IMG_2671

Wie schon so oft in den letzten Tagen, ist die Sonne beim Untergehen, als wir heimkehren.

IMG_2711

Advertisements

2 Kommentare zu “20.02: …und schmeckt wie schnittfestes Sanostol

  1. Hallo Starshipper,
    danke für die Erzählungen und den tollen Fotos. Wir verfolgen sehr intensiv eure Reise und hoffen nur, daß der Dinghimotor repariert werden kann. Bei uns herrscht frühlingshaftes Wetter, so ca.16°, und es blühen bereits die Schneeglöckchen, Krokusse, Schneerosen und die Mandelbäume.
    Bussi an die Kinder.
    Traude und Willi

  2. Hallo Starship. Wir liegen seit dem 25.2. auf Iles des Saintes in Bourg des Saintes an einer Mooring. Bis bald. LG Antares crew

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s