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nothing's gonna stop us now


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05.01: Canouan Island

Ein kurzer Schlag von den Tobago Cays nach Canouan Island. Eine kleine Insel auf dem Weg nach Bequia, die im Guidebook als ruhig und unauffällig beschrieben wird. Genau das Richtige für uns – wir sehnen uns nach einem ruhigen Ankerplatz ohne Wellen und Fallböen.

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Zu Mittag ankern wir auf 4,5 m in der schönen Bucht vor dem Tamarind Beach Hotel. Baden und Tube fahren. Wir genießen das Faulenzen.

Der späte Nachmittag bringt noch einen netten Abstecher in das kleine Dorf.

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Den Tag lassen wir – bei Sonnenuntergang – an der  Strand Bar des  5*-Tamarind Beach Hotel ausklingen.

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03.01: BBQ in den Tobago Cays

Zeitgleich mit uns legen Enterprise und Millport II ab. Unser aller Ziel sind die Tobago Cays – nur wenige Seemeilen entfernt.

Genau so ankern wir auch. Starship, Enterprise und Millport nur einen Steinwurf von einander entfernt zwischen den beiden Inseln. Das Wasser strahlt in knalltürkis. Unter unserem Boot schwimmt ein Rochen und wenige Meter entfernt taucht gerade eine Meeresschildkröte auf.

Kurz darauf sind wir mit dem Dinghi zur Turtlebay unterwegs.

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Mit Schnorchel und Flossen schwimmen wir nahe am Strand und entdecken einige Schildkröten, die knapp einen Meter unter uns schwimmen. Dann zur Erkundung auf den kleinen „Berg“ bei der winzigen Insel auf der Suche nach Leguanen und weiteren „Land“-Schildkröten.

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Hinter uns erstreckt sich das langgezogene Horseshoereef.

Die Kinder haben jede Menge Spaß. Aber nicht nur mit der Unterwasserwelt und den gebirgigen Erkundungen, sondern auch mit einem Kartenspiel namens WIZARD. Jeweils zu zweit als Team spielen sie am Nachmittag mehrere Runden.

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Am nächsten Tag – nach einer windigen und rolligen Nacht – wollen wir eigentlich schon zur nächsten Bucht fahren, als Lukas plötzlich schreit: „Die Antares und dahinter die Edelweiß“. Wir hießen gleich unsere besonders große Österreichflagge zur Begrüßung und beschließen kurzerhand, doch noch einen Tag zu bleiben.

Bald schon sitzen 14 Kinder in unserem Cockpit und spielen Wizard – auf englisch. Wenn nur einer wüsste, was jetzt wirklich „Stich“ auf englisch heißt.

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Und für abends organisieren wir ein gemeinsames BBQ am Strand, an dem auch Maranne und Ikiro teilnehmen, die zwischenzeitlich angekommen sind. Ganz überraschend taucht auch noch das Kieler Ehepaar von der Sparta III auf, das wir aus Las Palmas kennen, und setzt sich zu uns.

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Huhn mt kreolischer Sauce, Fisch, Lobster dazu Reis, Kartoffeln, Gemüse und gebackene Bananen.

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Gekocht wird mit einfachsten Mitteln am Grill.

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Gelegentlich gibt der Generator seinen Geist auf, aber dafür haben die Köche Taschenlampen zu Hand (resp. im Mund).

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Wir sitzen auf Holzbänken am Strand. Teller sind Mangelware genauso wie Besteck. Aber wofür hat man 10 Finger? Als Beleuchtung dienen 5l Wasserkanister mit Sandfüllung und einer kleine Kerze.

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Es schmeckt herrlich bis – ja bis – es auf einmal zu regnen beginnt. „Wir sind ja nicht aus Zucker. So ein bisschen Regen kann uns doch nichts anhaben!“ lautet anfangs die Devise.

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Aber das bisschen Regen entwickelt sich zum ernsten Regenschauer. Wacker halten wir uns anfangs noch, aber dann steht das Wasser schon auf den wenigen Tellern und wir flüchten unter die Küchenzelte.

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Einige Kinder suchen Schutz unter den Tischen.

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Der Regen tut der Stimmung keinen Abbruch und sogar ein Dessert gibt es noch zum Abschluss.


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31.12: Silvester in der Karibik

Schon Ende Oktober vereinbaren wir mit einigen Familiencrews, Silvester gemeinsam feiern zu wollen – und zwar in der SALINE BAY auf der Insel MAYREAU. Eine großartige Bucht, größer als die Salt Whistle, wunderbarer Strand, Palmen und genug Platz.

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Als wir am 30.12 am Vormittag in der Bucht ankommen, ankern schon SY Heckogecko und die irische SY Millport II. Und dann entdecken wir auch eine kleine belgische Yacht – ja wirklich, das ist die SY Ikiro, die wir „in the middle of the ocean“ getroffen haben.

Gegen Mittag laufen die österreichische SY Selivra mit Hans-Peter und seinen drei Söhnen und kurz darauf die deutsche SY Charly ein.

Und dann am Nachmittag erspähen wir ein weiteres Boot – vielleicht 2 sm entfernt, das auf die Bucht Kurs hält. Wir setzen unsere neue und sehr große österreichische Fahne und begrüßen die deutsche SY Enterprise, auf die sich unsere Kinder schon so sehr gefreut haben. Vor über zwei Monaten hatten wir uns auf La Gomera verabschiedet.

Da wird dann gleich das Tube aufgeblasen und die Gegend unsicher gemacht.

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Am nächsten Morgen kommt die deutsche SY Grace an, zu Mittag die französische SY En Arbenn, die wir zuletzt beim unserem Kurzaufenthalt in Mindelo gesehen hatten, und am frühen Nachmittag die belgische SY Maranne. Die Wiedersehensfreude ist groß.

Dann auch noch die holländsiche SY Anne Wolter und der deutsche Katamaran Coco-Loco, die so wie wir an der ARC 2013 teilgenommen hatten.

Die Beachparty startet um 19 Uhr. In einer kleinen Hütte werden Reis, Gemüse, Erdäpfel, Huhn, Fisch und Lobster für uns vorbereitet. Plastikteller, Porzellangeschirr, irgendwelche Becher, irgendein Besteck , aber es schmeckt super.

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Sogar eine kleine Band ist organisiert.

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Die Kinder, es sind 23 an der Zahl,  spielen am Strand, hüpfen um das Lagerfeuer herum und unterhalten sich wie üblich „mehrsprachig“. HeckoGecko hat auch für die passende „Verkleidung“ gesorgt.

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Der Abend ist viel zu kurz, um mit allen zu plaudern. Dabei haben wir – weil das AtlantikCrossing bei allen noch so frisch in der Erinnerung ist – so viel zu erzählen. Und auch die Pläne, wie es nun weitergeht – ob in den Süden oder in den Norden.

Wir genießen den Abend sehr. Ein ganz besonderer Silvester Abend, ein besonderes Neues Jahr.


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29.12: Mayreau – Salt Whistle Bay

Wir verlassen die Admiralty Bay von Bequia nach einem wunderschönen Abend.

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Unser nächste Ziels ist die kleine Insel Mayreau – südlich von Bequia in den Grenadinen.

Wir ankern in der winzigen Bucht SALT WHISTLE BAY. Kein Wunder, dass hier so viele andere Boote sind, denn das ist der Karibiktraum schlechthin.

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Trotzdem zieht es uns weiter.

Zum einen ist die Bucht gar klein und lässt uns  – als eines der wenige Boote vor Anker – zwischen all den Mooring-Plätzen wenig Raum. Zum anderen haben wir uns ja mit einigen anderen Yachten zur Silvesterparty verabredet.

Eine Bucht und eine knappe Seemeile weiter südlich, denn die Silvesterbucht ist die SALINE BAY auf Mayreau.


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27.12: Soufriere, die Pitons und Bequia

Endlich wieder segeln.

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Nach  6 Tagen an Land genießen wir es sehr, wieder in See zu stechen. Außerdem haben wir ja zusätzliche Crew – Oma und Opa aus dem Burgenland.

Unser Ziel ist Soufriere, eine kleine „Stadt, gleich neben den Pitons – den Wahrzeichen St. Lucias.

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Wir liegen an einer Mooring – erste Reihe fußfrei mit Blick auf das bunte Treiben im Ort.

Am nächsten Tag – gleich nach Sonnenaufgang – geht es weiter. 55 sm liegen vor uns. Und der Wind ist optimal. So optimal, dass wir an die 11 Knoten Speed machen – das ergibt wegen der Strömung gegenan über 9 Knoten Speed over Ground.

Wir segeln an St. Vincent vorbei und kommen am späten Nachmittag in Bequia an. Einklarieren, Einkaufen und Entspannen.

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Bequia ist großartig. Schöner Strand, netter Ort und ein guter Ankerplatz. Da müssen wir nochmals herkommen.


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24.12: Weihnachten in der Karibik. Außergewöhnlich. Anders.

So wie man sich das vorstellt: In der untergehenden Sonne. Mit einem Cocktail unter Palmen. Karibische Musik und lauter fröhliche Menschen.

Weit gefehlt.

Schon den ganzen Vormittag regnet es. Aber zu Mittag beginnt es dann zu schütten wie zur Regenzeit am Amazonas. Dunkelgraue Wolken. Dicke Regentropfen. Und es hört nicht mehr auf.

Brücken brechen. Straßen werden überschwemmt. Der Flughafen wird gesperrt. Beide Lande- und Startbahnen sind nicht mehr zu gebrauchen.

Die Menschen werden vom Regen total überrascht. Einige, die gerade die letzten Einkäufe für den Weihnachtstag erledigen wollten, müssen in den Shops übernachten.

5 Tote ist die traurige Bilanz auf der Karibikinsel St. Lucia. Den letzten – vergleichbar starken –  Regen hat es 2010 gegeben – im Oktober während eines Hurrikans. Dieser Regen war außergewöhnlich.

Und wir?

Unser geplantes Weihnachtsessen – BBQ – fällt ins Wasser. Wir kochen Spaghetti und sitzen dann zu acht (mit Oma und Opa aus dem Burgenland) im Salon. Die Bescherung findet am Salontisch statt.

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Alle Luken sind zu, in dicken Bächen rinnt das Regenwasser am Deck entlang. Aber dann hören wir die ersten Tropfen im Boot – genau über dem Kartentisch. „Au weia“ – jetzt auch noch diese Bescherung. Gerade über dem Kartentisch ist es nicht dicht. 5 Monate hatten wir keinen Wassereintritt, nicht im stürmischen England, nicht bei den meterhohen Wellen am Atlantik, sondern jetzt.

In wenigen Minuten sieht der Salon wieder aus wie eine Werkstattt. Wir nehmen einen kleinen Teil der Innenverkleidung des Bootes ab, denn die Stelle des Wassereintrittes zu finden ist bei der generell hohen Luftfeuchtigkeit nicht so einfach. Alle Luken im Boot sind stark beschlagen. Im 10-Minuten-Takt wechseln wir die Geschirrtücher zum Aufsaugen der Regentropfen bis wir das Problem entdeckt haben. Eine Schraube an der Luke, die wir ohnehin so gut wie nie öffnen aus Sorge, dass die Elektrik darunter in Mitleidenschaften gezogen werden könnte, war nicht mehr fest genug zugezogen. Wohl ein Tribut an die Bewegungen des Bootes während der Atlantikquerung.

Weihnachten in der Karibik. Außergewöhnlich. Anders.


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25.12: „Baum-Trauma“

Jetzt mit etwas Abstand – im sicheren Hafen von St. Lucia – sieht unser Problem auf einmal ganz klein aus.

Auf diesem ersten Bild sieht man die Stelle, an der einmal die kleine Schraube saß, die den Bolzen hielt.

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Nachdem die Schraube aus der Verankerung gerissen wurde und dabei das Gewinde zur Gänze zerstörte, konnte der Bolzen „ungehindert“ den Weg ins Freie suchen. 2cm hatte der Bolzen ja bereits geschafft.

Da wir das Gewinde nicht mehr nutzen konnten, mussten wir einen anderen Weg suchen, um den Bolzen am „Ausbüxen“ zu hindern. So kamen die beiden Winkel ins Spiel, die wir an den Mast nieteten. Darüber die Metallplatte mit dem Metallauge. Damit die Metallplatte nicht vom Winkel abrutschen konnte, sicherten wir   die  Metallplatte mit einer Schraube, zwei Beilagscheiben und einigen Schrauben. Sehr „russisch“.

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Nur dann drückte der Bolzen zuerst stark nach unten und etwas später – nach weiteren 10 sm unter Segeln – wollte der Bolzen nach oben hin weg. Und da kam dann die Universal-Lösung zur Anwendung. Eine 90-110 mm Schelle (von denen kann man nicht genug haben).

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Und zur Absicherung Dynema.

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Aber es hat gehalten.


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STARSHIP X-ing: Pics

Die letzten Minuten in Las Palmas.

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Abschied von unseren Freunden.

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Der Start.

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Unsere Begleiter – die italienische Segelyacht NEFELI.

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Abendstimmung; irgendwo am Atlantik.

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Katharina muss zur ersten Saling – Reparaturen. Kein leichter Job.

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Der Beweis: Zuerst „nur“ 41,6 Knoten, dann 44,1 Knoten Wind. Das ist bei  uns schon Sturmstärke.

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Brotbacken. Alle zwei Tage. Katharina und Lukas beherrschen die Küche.

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Katharina hilft beim Auswerten der Gribfiles.

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DKT bei Flaute.

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Florian steuert 5 Stunden durch – ohne Pause – bei unangenehmer Witterung. Eine super Leistung. Der Kurscomputer/Autopilot dankt es uns und hält bis zum Ende durch.

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Und wieder Florian am Steuer. Er ist ein Naturtalent.

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Das Ende einer harten Nachtwache. Die Sonne geht auf.

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Ein Squall nähert sich uns. Der große Fleck in Rosa wird uns nur den Wind bescheren, der kleinere rosa Strich dahinter wird uns kräftig duschen.

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Ein Fisch an der Angel.

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Unsere Begleiter – Delphine.

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STARSHIP X-ing day 26: die Ankunft

Den ganzen Tag über suchen wir den Horizont ab nach Land in Sicht. Aber nichts. Die Wolken hängen tief oder ergießen sich gerade über uns. Unser letztes Mittagessen an Bord ist auch das erste „Konservenessen“. Spaghetti mit Thunfisch. Bis heute haben alle frischen Vorräte gehalten.

 

Erst am späten Nachmittag ruft Dietmar: „LAND IN SICHT!“. Die Umrisse von Saint Lucia.

Es ist schon stockfinster als wir – wieder im Regen – in die Rodney Bay einlaufen. Wir melden uns über Funk an und bekommen „Echo 11“ als Berth zugewiesen. Wir haben einen Plan von der Marina, finden die enge Einfahrt und biegen nach Steuerboard ab, um zu unserem Pontoon zu gelangen.

Auf einmal geht es los: Hupen, Klatschen, Jubelrufe, „STARSHIP, STARSHIP“.

Wir können es nicht glauben. Am Steg stehen so viele Freunde von uns, die auf unsere Ankunft gewartet haben. Dietmar schiebt die STARSHIP rücklisch und butterweich in die Berth hinein. Wir machen die Leinen fest und fallen uns und allen anderen in den Arm. Sven und Riki sind da, John und Joyce von der Starblazer, die Antares-Crew, die Crew der Edelweiss, die Koa-Mannschaft mit den kleinen Kindern und etliche andere Segler, die wir nur so vom Sehen kannten. Ein Empfangskommitee mit 25 Leuten.

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ARC-Leute schenken Rumpunsch aus, wir bekommen einen Obstkorb und öffnen dann selbst noch eine Flasche Champagner.

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Mir kommen die Tränen.

So sehr haben wir auf diesen Augenblick gewartet, so viel dafür getan, aber mit so einem Empfang hat keiner von uns gerechnet.

Wir sind da, in der Karibik, wir haben es geschafft.