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24.12: Weihnachten in der Karibik. Außergewöhnlich. Anders.

2 Kommentare

So wie man sich das vorstellt: In der untergehenden Sonne. Mit einem Cocktail unter Palmen. Karibische Musik und lauter fröhliche Menschen.

Weit gefehlt.

Schon den ganzen Vormittag regnet es. Aber zu Mittag beginnt es dann zu schütten wie zur Regenzeit am Amazonas. Dunkelgraue Wolken. Dicke Regentropfen. Und es hört nicht mehr auf.

Brücken brechen. Straßen werden überschwemmt. Der Flughafen wird gesperrt. Beide Lande- und Startbahnen sind nicht mehr zu gebrauchen.

Die Menschen werden vom Regen total überrascht. Einige, die gerade die letzten Einkäufe für den Weihnachtstag erledigen wollten, müssen in den Shops übernachten.

5 Tote ist die traurige Bilanz auf der Karibikinsel St. Lucia. Den letzten – vergleichbar starken –  Regen hat es 2010 gegeben – im Oktober während eines Hurrikans. Dieser Regen war außergewöhnlich.

Und wir?

Unser geplantes Weihnachtsessen – BBQ – fällt ins Wasser. Wir kochen Spaghetti und sitzen dann zu acht (mit Oma und Opa aus dem Burgenland) im Salon. Die Bescherung findet am Salontisch statt.

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Alle Luken sind zu, in dicken Bächen rinnt das Regenwasser am Deck entlang. Aber dann hören wir die ersten Tropfen im Boot – genau über dem Kartentisch. „Au weia“ – jetzt auch noch diese Bescherung. Gerade über dem Kartentisch ist es nicht dicht. 5 Monate hatten wir keinen Wassereintritt, nicht im stürmischen England, nicht bei den meterhohen Wellen am Atlantik, sondern jetzt.

In wenigen Minuten sieht der Salon wieder aus wie eine Werkstattt. Wir nehmen einen kleinen Teil der Innenverkleidung des Bootes ab, denn die Stelle des Wassereintrittes zu finden ist bei der generell hohen Luftfeuchtigkeit nicht so einfach. Alle Luken im Boot sind stark beschlagen. Im 10-Minuten-Takt wechseln wir die Geschirrtücher zum Aufsaugen der Regentropfen bis wir das Problem entdeckt haben. Eine Schraube an der Luke, die wir ohnehin so gut wie nie öffnen aus Sorge, dass die Elektrik darunter in Mitleidenschaften gezogen werden könnte, war nicht mehr fest genug zugezogen. Wohl ein Tribut an die Bewegungen des Bootes während der Atlantikquerung.

Weihnachten in der Karibik. Außergewöhnlich. Anders.

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2 Kommentare zu “24.12: Weihnachten in der Karibik. Außergewöhnlich. Anders.

  1. Gott sei Dank ist Euer Humor noch voll intakt – „Uschis“ Foto-Mine und der Kommentar zum „weihnachtlichen Wassereintritt“ sind wahrlich köstlich, obwohl sicher in diesem Augenblick (mit der ergänzenden „Werkzeugbescherung“) die Stimmung nicht allzu berauschend gewesen sein muss.
    >>Ja bei einer Atlantikreise darf sichtlich – keine Schraube locker – sein. Wir wünschen Euch allen einen Guten Rutsch ins Jahr 2014 und weiterhin viel Seglerfreude.

    Liebe Grüße

    Agnes und Rudi

  2. Schöne Bescherung! Letzte Weihnachten haben wir noch zusammen gefeiert. Ein gesundes und glückliches neue Jahr. LG Anna

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