sy starship

nothing's gonna stop us now


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20.08: Bayona

Zwei Tage bleiben wir in Bayona. Wir müssen wieder einmal ordentlich Vorräte aufstocken, Wasser bunkern und genießen es sehr, „Landurlaub“ zu haben.

Baiona I

Baiona II

Baiona III

Baiona IV

Burg Castelo de Monte Real

Castello

Im Hafen von Bayona liegt eine Replika der „PINTA“. Die Karavelle Pinta des Kapitäns Martín Alonso Pinzón kehrte nach der ersten Amerikareise von Christoph Kolumbus nach Bayona zurück.

 

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18.08: Portosin – Isla Salvora – San Vincente (Piedras Negras)

Wir legen schon um 4.15 Uhr ab.

Portosin war nicht unser Fall. Außerdem ist wenig Wind für die nächsten Tage angesagt, da können wir auch zeitig motoren.

Sonnenaufgang

Erst gegen 7:30 geht die Sonne auf. Der Morgennebel liegt über der Ria de Muros. Unser Ziel ist die Isla Salvora. Gegen 10 Uhr erreichen wir die kleine Insel, aber mittlerweile weht der Wind so ungünstig, dass die als geschützte Bucht empfohlene Ankerstelle alles andere als einladend ist.

Isla Salvora 2

Isla Salvora

Isla Salvora 3

Kurzfristig und weil mittlerweile gute 10 kn Wind wehen, setzen wir die Segel und ab geht’s nach San Vincente. Sandstrand, eine schöne Bucht und nette SpanierInnen, die uns fotografieren. Was will man mehr.

Salvora

 


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16.08: Hochseilakt

Wir lassen auch nichts aus.

Das Genuafall klemmt. Einer muss in den Mast.

Der Klettergurt von meinem Kollegen Jürgen kommt zum Einsatz und mit der elektrischen Winsch und einer zweiten Sicherung, die Lukas bedient, hieven wir Dietmar zur Mastspitze.

Vorsichtigst.
Denn nur zu gut ist uns die Geschichte jenes Seglerehepaares in Erinnerung, deren elektrische Winsch beim Hinaufhieven nicht mehr zu stoppen war.

Ganz langsam geht es „mastauf“. Bei jeder Saling muss Dietmar die Sicherung umhängen. Im Mast ist das Problem schnell gelöst.

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Dann wieder runter. Das ist der schwierig Teil. Denn jetzt müssen wir das Großfall umhängen und Dietmar händisch stoppen.

5 Mal führe ich das Großfall um die Winsch. Langsam löst Traude die Fallensicherung. Ich gebe das Seil nach und Zentimeter für Zentimeter rutscht Dietmar wieder den Mast runter.

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Nach 1 Minute bin ich entspannter. Ich kann Dietmars Gewicht gut halten. Alle, die wir im Cockpit gespannt nach oben sehen, sind nun sichtbar gelöster.

Kurz darauf ist Dietmar wieder unten.

War doch ein nettes Erlebnis zum 11. Hochzeitstag.


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16.08: Vor Anker in der Ria de Camarinas

Endlich ankern.

So lange haben wir uns alle darauf gefreut.

Denn die Nacht von 14.08 auf 15.08 an der windzugewandten Seite des Besuchersteges des örtlichen Yachtclubes war alles andere als angenehm. Jetzt liegen wir ruhig im 6 m tiefen Wasser der Bucht.

Und wäre nicht der Sandstrand mit Felsen in unmittelbarer Nähe, könnte man fast meinen, man läge am Attersee. Nadelbäume bis zum Ufer, sattes Grün und Nebelschwaden in der Früh. Auch die Wassertemperatur kann es mit der von Bergseen in Österreich aufnehmen.

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Endlich wassern wir auch unser Dinghi und die Kinder dürfen die ersten „Fahrstunden“ nehmen. Denn, dass die Kinder auch einmal (zB in der Karibik) alleine mit dem Dinghi fahren dürfen, ist an eine Bedingung geknüpt:

Sie müssen zuerst sowohl die theoretische als auch die praktische „Dinghi-Führerschein-Prüfung“ bestehen.

Und dafür wird geübt:

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Aber nicht nur „Dinghi-Fahren“ unter Motor muss man als „Capitano joven“ können, sondern auch rudern, für den Fall, dass der Motor einmal ausfällt. Und das erweist sich schon als wesentlich komplizierter.

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Weil die Strömung stark ist, haben wir das Dinghi zur Sicherheit an eine 150 m lange Leine gehängt. So können wir die drei Meisterruderer zur Not auch wieder zur Starship ziehen.

Und zum Abschluss gibt es noch eine Lehrstunde mit dem Dietmar.

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14.08: La Coruna – Camarinas

Endlich wieder segeln.

Ein super Segeltag steht an.

Wolkenlos, super sonnig, 25 kn Wind und Wellen von achtern. Das Meer ist türkisblau. Mit über 8 kn „Fahrt über Grund“ sausen wir dahin – trotz gerefftem Großsegel und nur 2/3 Genua.

Das macht richtig Spaß.

Die Einfahrt zur großen Bucht von Camarinas vor Augen setzt der Wind noch einmal richtig zu. Spitzen von bis zu 33,8 kn wehen uns um die Ohren. Mühsam kämpfen wir uns in die Bucht hinein. Hier müssen wir in der engen und max. 10 m tiefen Bucht auch noch aufkreuzen.

Aus der geplanten Ankerung wird nichts. Dunkle Wolken ziehen auf. Und der Wind bläst auch noch in der „geschützten“ Bucht mit 20 Kn. 

Also wieder einmal den Funk bemüht, ja, wir können in den „Yachthafen“. Schnell, Fender gesetzt, alle Leinen ausgebracht. Wir motoren in den Hafen. Da ist aber überhaupt kein Platz frei. Ich funke nochmals und erhalte die Antwort, dass der Katamaran am Außensteg in 5 Minuten ablegt und wir dann diesen Platz haben können. „5“ spanische Minuten können ganz schön lange sein. Und sind es auch. Wir drehen zwei große Runden im Hafen und dann endlich legt der Kat ab und wir gleich an seinem Platz wieder an. Alle verfügbaren Fender auf Backbord, denn der Wind bläst so ungünstig, dass wir förmlich an den Steg geklebt werden.

Das wird eine ungemütliche Nacht.

Highlight des Tages ist aber, dass die Kinder, obwohl es schon 20:30 ist, noch im Hafen fischen wollen und tatsächlich mit dem Kescher zwei große Fische fangen. 

  

 

 


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13.08: …das war knapp….

Trotz der Windvorhersage von 20-30 kn wollen wir heute nach Laxe weitersegeln. Gegen 8:15 sind wir bereit, abzulegen. Schwerwettergewand, Stiefeln, Schwimmwesten, es kann losgehen. Ein letzter Check der Falle am Mast, da entdecken wir, dass alle Nieten am zum Mast gerichteten Teil des Baumes auf beiden Seiten gerissen sind.

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Was jetzt?

Es ist 8:20 Uhr. Wir brauchen einen Spengler oder Schlosser. Aber vor 9:00 brauchen wir uns gar nicht um eine Lösung bemühen, da hat ohnehin nichts offen in Spanien.

Bevor wir noch um 9:00 ins Marinaoffice gehen können, kommt Sven von der HeckoGecko vorbei und begutachtet den Schaden. „Da habt ihr aber Glück gehabt!“, stellt auch er sofort fest,  „Wenn der Baum aus dem Schaftstück fährt, reißt er euch gleich noch das Großsegel in zwei Teile!“. Und von den sonstigen Beschädigungen ganz zu schweigen.

Der Baum muss runter. Und wir müssen irgendwie die Befestigungen wieder herstellen. Glück im Unglück. Sven hat das richtige Werkzeug, nämlich eine übergroße Nietenzange für die Nieten, die wir mithaben.

Zunächst hängen wir die Lazyjacks aus, dann alle Reffleinen und nehmen dann Großsegel herunter.

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Der Großbaum wird mit der Dirk angehoben, der Baumniederholer entspannt und abmontiert.

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Kurz vor 12 Uhr heben wir den Baum aus der Verankerung und legen ihn auf den Steg. Noch immer bläst der Wind sehr kräftig, was das Arbeiten nicht unbedingt erleichtert. Nahezu jeder Arbeitsschritt muss extra abgesichert werden.

Baum am Steg

Mit einem schweren Hammer schafft es Sven, den Schaftteil wieder in den Baum hineinzudrücken.

Baum wird repariert

Jetzt kommt Svens Mega-Nietenzange zum Einsatz. Und die Nieten, die mein Vater vor sicherlich 20 Jahren für die Sidonia, unsere kleine Sunbeam 25,  gekauft hat.

Nietenzange

Super, alles passt.

Oder doch nicht? Zwei Nieten lösen sich gleich wieder. Die Löcher müssen vergrößert werden, damit wir stärkere Nieten verwenden können. Der Makita-Akkubohrer, ein Erbstück von Georg, leistet wieder einmal gute Dienste.

Endlich, um 13:30, ist der Baum wieder am Mast fixiert.

Dann – nach einer kurzen Mittagspause – beginnt die wirklich mühsame Arbeit.

Großschot wieder einfädeln, Baumniederholer setzen, Lazybag montieren, Mastrutscher des Großsegels fetten und einfädeln. Das ist kein einfaches Unterfangen; die 55 m2 Segel wiegen ganz schön viel.

Um 17:00 brauchen wir abermals eine Pause. Mittlerweile hat der starke Wind alle Wolken weggeblasen und die Sonne brennt vom Himmel.

Dann binden wir die Lazyjacks wieder ein, ziehen die Reffleinen provisorisch nach.

Aber wie sollen wir nun das Großsegeln setzen? Nur mit gesetztem Großsegel können wir die Reffleinen wieder einbinden. Der Wind kommt von querab.

Uns bleibt nichts anderes über, als die Starship in der Doppelbox quer zu stellen. Alle Fender versetzen, Festmacher neu legen und die Starship quer verholen.

Dann können wir endlich die Großschot fieren, das Großsegel setzen, die Reffleinen neu ziehen (wozu wir aber vorher noch die Sprayhood abbauen müssen, damit wir an Deck genug Platz haben) und schließlich das Großsegel einigermaßen gut wieder bergen und im Lazybag verstauen, und natürlich wieder die Sprayhood aufbauen. Und dann – erneut – die Starship verholen, wieder Fender setzen, wieder Festmacherleinen legen. Bei wenig Wind ist das alles ein Kinderspiel – aber bei starkem Seitenwind …

Endlich – um 21 Uhr – sind wir fertig. Und müde. Das waren nahezu 12 Stunden Arbeit am Stück. Alles tut uns weh. Jedoch sind wir sehr froh, dass wir den Schaden mit der großen Hilfe von Sven selbst reparieren konnten.

Deutschland – Österreich steht somit 1:1.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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11.08: Sommer, Sonne und Kultur – A Coruna

A Coruna (oder auf spanisch La Coruna) erweist sich in vielerlei Hinsicht als wunderbarer Beginn der 2. Etappe. Vollkommen untouristisch und „unspoiled“ mit sehr freundlichen SpanierInnen, die uns immer wieder behilflich sind: “ Mira, ..“, und sich an den blonden Haaren von Lukas und Isa nicht sattsehen können.

Endlich ist es auch so richtig warm und sonnig und wir fühlen uns erstmals wie „auf Urlaub im Süden“.

Die Marina liegt unweit der Altstadt mit vielen historischen Gebäuden.

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Zu acht – noch mit Mathias und Isa – spazieren wir einen Nachmittag lang durch die engen Gassen, verweilen in Gärten und steinernen Innenhöfen und genießen Tapas in einer kleinen Bar.

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Am späten Nachmittag treffen wir dann die Crew der HeckoGecko zum späten Mittagessen.

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Noch immer sind wir alle in Feierlaune und lassen es uns richtig gut gehen.

Und so ist es auch kein Wunder, dass wir diesen wunderbaren Tag dann noch auf der Terrasse eines nahegelegenen
Hotels mit Blick über den Hafen und bei guter Musik ausklingen lassen.

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