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nothing's gonna stop us now

23.08: Unglaubliche 9 Kn Speed over Ground

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Bayona – Porto

Wie üblich, Tagwache um 3:40. Aber bis zum tatsächlichen „Anker hoch“ vergehen leider noch 1 1/2 Stunden, weil sich der Motor „kratzig“ anhört. Also nochmals Motoröl angesehen, weitere Kontrollen vorgenommen, endlich geht es los.

Mit 3 Knoten schaukeln wir uns dahin. Wenig Wind, viel Nebel. Schließlich motoren wir sogar, weil so gar nichts weiter geht.

Dann gegen Mittag kommt Wind auf. Von achtern. Zuerst probieren wir Butterfly mit der Genua auf Steuerbord, dann mit der Genua auf Backbord, aber dann – als auch noch die Sonne dazukommt und wir vom Schlagen der Segel schon leicht genervt sind -, heißt es „Parasailor raus“.

Das ist ja eine ziemliche Aktion.

  • Parasailor aus der Kabine von Dietmar und Uschi aufs Vordeck bringen (ein Parsailor von der Größe eines ordentlichen Sitzsackes)
  • Auspacken
  • Schothörner mit den endsprechenden Vor- und Achterleinen verbinden
  • Vor- und Achterleinen im Cockpit über die WInschen führen
  • Tasche sichern
  • Genuaschoten umlegen
  • Spifall am Parasailor fixieren
  • Bergeleine festmachen

Und dann – wenn der Parasailor gut zusammengelegt war – zieht man/frau den Parasailorschlauch samt Bergeschlauch über die Spifall hoch und setzt ihn über die Heiß/Bergeleine.

Jetzt muss die versammelte Mann/Frauschaft im Cockpit über die vier Vor- und Achterleinen den Parasailor gut austarieren und los geht es…..

P1140821

Zunächst sind es „nur“ 6 Kn Speed over Ground bei ca. 8 Kn Fahrt durch das Wasser. Aber als dann der Wind zunimmt, zeigt die Anzeige auf einmal 7,4, 7,5, 7,7 kn, sogar 8,1 Kn. Wir sind restlos begeistert. Und müssen natürlich für die Familienchronik gleich noch ein Beweisfoto machen.

P1140817

Aber es kommt noch besser.

Als der Wind schon auf die 20 kn zugeht (auf unserer Anzeige – der ich nicht recht glaube – in den Böen sogar 24 Kn), klettert die „Tachonadel“ für Speed over Ground sogar auf 9 Kn.

Tagesbestleistung. Wochenbestleistung. ALL TIME HIGH. (und alles in einem :-))

Das hätten wir nie erwartet. Und deswegen auch kein Foto mehr.

Aber damit ist es auch genug. Denn noch mehr Wind beim Parasailor – dafür fehlt uns eindeutig der Mut (auch besser so!).

Das Bergen bei so viel Wind gestaltet sich auch nicht gerade einfach. Traude und ich versuchen die Windfenster nach einer Böe zu nutzen, damit Dietmar den Bergeschlauch über die 140 m2 Segel ziehen kann. Mit seinem ganzen Gewicht hängt er an der Bergeleine, während Traude und ich langsam fieren. Auch Lukas und Katharina sind im Einsatz, um die Vorleinen zu bedienen. Endlich ist der Parasailor wieder im Sack. Und dann heißt es :

  • Bergeleine festmachen
  • Spifall am Mast fixieren und anholen
  • Genuaschoten umlegen
  • Vor- und Achterleinen von den Schothörnern nehmen, sichern, einholen und aufschießen
  • Parasailor einpacken
  • Tasche am Bug sichern

…und das alles bei 1,5 Meter hohen und sehr kurzen Wellen.

Aber was macht man nicht alles für das unglaubliche Erlebnis von „9 Kn Speed over Ground“.

Und als Draufgabe der super schnellen Fahrt: die Hafeneinfahrt nach Porto.

P1140829

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