sy starship

nothing's gonna stop us now


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2020 – Ready to go

Wir legen ein Arbeitswochenende ein. Das „Übliche“ zum späten Saisonbeginn steht an:

  • das Boot von der Mischung Ätna-Staub und Sahara-Sand befreien
  • den neuen Lazybag anbringen
  • die Segel anschlagen
  • die neue Salzwasserpumpe installieren (das Provisorium des letzten Jahres wird wieder zurückgebaut)
  • die Tanks säubern
  • Sicherheitsmittel ausbringen
  • den Dinghi-Motor aus der Backskiste heben
  • Dieselmotor starten (klingt fantastisch)
  • Gasherd testen
  • Navigation testen
  • Anker testen
  • Elektrische Winch testen
  • Bilge kontrollieren (Staubtrocken)
  • Besteck und Geschirr waschen
  • Wäsche zu waschen (Bettwäsche neu beziehen)
  • das Boot innen reinigen
  • Proviatierung vornehmen

Und weil – neben den geplanten Aufgaben – wieder einige ungeplante „Hoppalas“ dazu kommen, sind es 30 Stunden Arbeit in zweieinhalb Tagen:

a) Hecktoilette (ungeplant, aber mittlerweile regelmäßig jedes Jahr):

PROBLEM: Beim Pumpen kommt kein Salzwasser. (Unverständlich für mich, weil ich jedes Jahr beim Einwintern die Toiletten mit sehr viel Süßwasser und Öl spüle, damit sich nichts über den Winter einfrisst.

LÖSUNG: Toilette auseinander nehmen und reinigen.

b) Maststopperbruch

PROBLEM: Beim Festschrauben des Maststoppers (das ist jenes Stück am Mast, das verhindert, dass die Mastrutscher des Großsegels beim Segel Bergen wieder aus der Nut herausrauscht) bricht der Maststopper (Materialermüdung und zuviel weibliche Kraft).

LÖSUNG I: „Russische“ Improvisation – Dietmar bindet ein Seil um den Mast, das das Ausrauschen der Mastrutscher verhindert.

LSÖUNG II : Nachhaltig – Bestellung bei SVB.

c) Sprayhood-Bruch

PROBLEM: Die seitlichen Befestigungen der selbstgenähten Sprayhood haben das Winterlager nicht überstanden und reißen beim bloßen Anblick. Was soll ich sagen: Das Material haben wir nicht bei SAILRITE, sondern irgendwo bestellt. Offensichtliche ohne auf wirkliche Marinetauglichkeit zu achten.

LÖSUNG: Sprayhood abnehmen, Nähmaschine auspacken und neue Befestigungen aus ehemaligen Lifelines annähen.

d) Sonstige Näharbeiten

PROBLEME: diverse.

LÖSUNG: Der Plotter erhält eine neue Abdeckung, die Steuerboard-Anzeige ebenso.

Am Sonntag Abend ist alles „Ready to go“.

Wir auch – und genießen einen lauschigen Abend in Marzamemi.


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2020 – Eigentlich

Mit „eigentlich“ beginnen die meisten Geschichten.

Eigentlich wollen wir von 11. Juni bis 15. Juni unsere Starship für den Sommertörn vorbereiten. Aber die Flüge werden abgesagt.

Dieses „verlorene “ Starship-Wochenende und einige zusätzliche widmen wir Corona-bedingt ungeplanten Näharbeiten.

Das Bimini bekommt eine neue Persenning. Eine relativ einfache Aufgabe.

Und statt einen neuen Lazybag zu kaufen, legen wir selbst Hand an.

Das ist auch so nicht geplant.

„Eigentlich“ wollen wir den alten Lazybag waschen und die Mängel ausbessern. Aber das Ergebnis des Waschganges ist ein vom Rost der Stangen orange gefärbter Lazybag. Unsere Versuche, ihn zu bleichen oder schwarz einzufärben, schlagen fehl.

Also, neu nähen.

2 Wochenenden später liegt das Ergebnis vor uns.

„Eigentlich“ ganz ansehlich.


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2019 – Immer wieder „Mal/da“

Wir verlassen La Valetta gegen 10:30 Uhr am Vormittag. Ungewöhlich spät für uns. Es ist Wind aus Nordwesten für den ganzen Tag angesagt, also suchen wir eine Ankerbucht zwischen Malta, Comino und Gozo mit Schutz gegen diese Windrichtung.

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Wir versuchen es zunächst in der Crystal Lagoon, verlegen uns aber bald darauf in unsere „MAGIC“ Armier Bay, in der wir schon im Juli gelegen sind.

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Und warum „MAGIC“: Im Laufe des späteren Nachmittages/Abends dreht der Wind auf Westen. Und trotzdem (wie schon im Juli) liegen wir ruhig und ohne Geschaukel die ganze Nacht über.

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Die „ganze“ Nacht ist übertrieben, denn der Wecker läutet um 3:45 Uhr, um 4:00 Uhr legen wir ab. Und wie die Karte zeigt, ist unser Kurs am 17.8. fast identisch mit der Kurslinie am 22.7.map04

Und weil der Ausflug so schön war, waren wir sicher nicht zum letzten Mal/da.

 

 

 

 

 

 


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2019 – Nachspielzeit

Der freie Donnerstag und das Flugzeiten-günstige Angebot von AIR Malta für VIE-CTA machen uns die Entscheidung leicht, doch in die Sizilien-Sommer-Törn-Verlängerung zu gehen.

Wir kommen am Mittwoch gegen 22:15 Uhr in Catania an. Die Car-Rental-Firma „JOYRENT“ wird ihrem Namen mehr als gerecht. Um 23:00 sitzen wir schon im Fiat Panda mit Ziel „Marina die Ragusa“. Wie geplant erreichen wir gegen 0:30 die trotz der Uhrzeit noch immer sehr belebte Marina, grüßen den Bootsnachbarn, sperren das Boot auf, öffnen die Luken und

SIND ZUHAUSE.

Ein herrliches Gefühl, wieder am Boot zu sein.

Die Nacht ist kurz (wenn auch wider Erwarten angenehm kühl). Den Wecker um 5:30 Uhr nehmen wir noch nicht Ernst, den um 6:00 Uhr schon. Um 7:00 legen wir ab. Unser Ziel: MALTA!

Die ersten 6 sm sind mühsam. Die Wellen vom starken Wind in Licata sind hoch und kommen quer. Der Wind ist noch zu schwach, um diesen Wellen entgegenwirken zu können. Wir rollen von einer Seite zu anderen.

Aber gegen 9:00 setzt der Wind ein, die Wellen nehmen an Höhe ab und dahin geht es mit 5 – 7 kn.

Beide brauchen wir eine kurze Schlafpause – die Mischung aus kurzer Nacht und fehlenden „Sealegs“ macht sich gerade wegen der hohen Wellen zu Beginn bemerkbar.

Sizilien ist noch nicht einmal am Horizont verschwunden, da kann ich am Vormittag schon „Land in Sicht“ verkünden. Vor uns liegt Gozo. Gegen 15 Uhr sind wir im Kanal zwischen Comino und Gozo. In der Gozo Marina ist aber leider kein Platz für uns. Wir machen kehrt und segeln platt vor dem Wind und zeitweise mit Schmetterling bei 15-18 Knoten Wind nach La Valetta. Wieder in den Royal Marina Yacht Club, wo wir beinahe schon herzlich von Francesco, seiner Gattin und ihrer Tochter Esmeralda empfangen werden.

Um 21 Uhr kehren wir im IRRERA – gleich neben der Marina – ein. Von außen taugt das Lokal nicht viel, aber vielen einheimischen Gäste sind wohl ein guter Indikator für gutes und reichhaltiges Essen und nicht zuletzt für eine hervorragende Nachspeise: IMQARET. Vanilleeis und mit Dattelmarmelade gefüllte Teigtaschen. Für so ein Dessert geht man doch gerne in die Verlängerung.


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2019 – Sardinien – Malta – Sizilien

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29.06. – 30.06. Marina di Capitana (Sardinien)

01.07. – 02.07. Cala Malfatano (Sardinien)

03.07. – 04.07. Porto Pino (Sardinien) – ***

05.07. Cala Perda Longa (Sardinien)

06.07. Marina di Capitana (Sardinien) – 70 Euro (Sonderpreis)

07.07. Crossing to Sicily

08.07. Marina Marettimo (Sizilien) – 100 Euro

09.07. – 10.07. Columbus Marina Trapani (Sizilien) – 50 Euro

11.07. Cala Azzura Favignana (Sizilien) – ***

12.07. Ankerbucht vor Marina Marsala (Sizilien)

13.07. – 14.07. Marina Lega Navale Sciacca (Sizilien) – 40 Euro (Sonderpreis)

15.07. Marina Empedocle (Sizilien) – 85 Euro

16.07. Marina Licata (Sizilien) – 70 Euro

17.07. Marina Gozo (Malta) – 50 Euro

18.07. Blue Lagoon Comino (Malta)

19.07. – 20.07. Marina Royal Yacht Club Valetta (Malta)- 68 Euro

21.07. Armier Bay (Malta) – ***

22.07. -23.07. Marina di Ragusa (Sizilien)

24.07. – 25.07. Isla delle Correnti (Sizilien) – ***

26.07. – 27.07. Marina di Ragusa (Sizilien)

 


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2019 – Süd-Ost-Sizilien

Unser neuer Homeport für ein Jahr ist die Marina Ragusa – eine Empfehlung von Frans und Marleen, die ihre AURORA schon einige Jahre hier überwintern lassen.

Nach einem sehr angenehmen „Crossing back to Siciliy“ mit rund 8 Kn Wind von 60 Grad und einem Badeausklang unweit der Marina, legen wir erstmals in der Marina an. „Lima 02“ unsere Liegeplatz.

Die folgenden Tage verbringen wir an der Südostspitze von Sizilien – unser Traumspot – Isla delle Correnti.

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7m Sandgrund. Kaum andere Boote. Keine Quallen. Und abends singt ein junger Italiener im Strandcafe mit viel Cuore typische Italo-Hadern. Was will man mehr?

 

 

 


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2019 – Ein Nachtrag zum Dinghi-Motor

Das Thema „Dinghi-Motor“ reiht sich auch ein in die Liste der unendlichen Reparatur-Geschichten.

Wir (der Dinghi-Motor und die STARSHIP-Crew) waren nicht immer die besten Freunde.

  • Gute zwei Monate hat uns der TOHATSU in der Karibik in Stich gelassen.
  • Aussetzer in Mallorca und Ibiza in den Folgejahren standen auf der Tagesordnung.

Daher sind wir guter Dinge als wir dem Dinghi-Motor heuer ein professionelles Service zu Gute kommen lassen.

Aber schon nach kurzer Zeit (nämlich in Porto Pino in Südsardinien) stirbt der Motor beim Einkuppeln ab.

Olaf bietet seine Hilfe an und in einer malerischen Bucht bei MALFATANO wird der Motor vorsichtig auseinander genommen und die Vergaserdüse geputzt. Aber nichts tut sich.

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Olaf und Dietmar arbeiten an der Schraube Nr. 4, die den Choke steuert. Nichts.

Nach 2 Stunden werden die Arbeiten abgebrochen. Am nächsten Morgen machen wir weiter. Jetzt mit Schraube Nr. 3. Und siehe da. Das ist die Lösung. Leerlaufdrehzahlregler (?).

Aber um den Motor zu testen, brauchen wir Laborbedingungen. Und dazu hängen wir den mit Meerwasser bis zum Rand gefüllten, orangefarbenen Bottich unter den Propeller des Dinghis. Klappt super. Bis Dietmar einmal versehentlich an der Kupplung ankommt und der Propeller ein Cut in den Kübel reißt. Aber mit Superkleber und Gewebeband verarzten wir den sauberen Schnitt und weiter geht es.

IMG_1010Und im Echtbetrieb fährt der Dinghi-Motor wieder 1A. Hoffentlich auch länger!


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2019 – ein Abstecher nach Malta

In Licata trennen sich unsere Wege. ENTERPRISE macht sich auf den Weg nach Marzamemi. Und wir entscheiden kurzerhand, nach Malta zu segeln.

Wir starten kurz nach 4.00 in der Früh. Laut der Wettervorhersage sollen wir nur in den ersten Stunden Wind haben.

Kurz nach der Hafenausfahrt verlässt mich kurz der Mut. Der starke Wind der letzten Tage ist weg, es wehen gerade einmal 5 Knoten Wind von Achtern, der hohe Schwell mit Wellen von 2 Metern ist noch da. Und diese Wellen kommen genau seitlich. Es schaukelt uns von links nach rechts.

1,5 Stunden halten wir unter Motor durch, dann geht die Sonne auf. Der Wind nimmt zu und bei 8-9 Knoten Wind setzen wir zum ersten Mal den Parasailor.

Was für ein Gefühl. Wir segeln mit 4,5 Knoten. Das Geschaukel ist erträglicher.

Am Vormittag lässt der Wind nochmals nach, wir bergen den Parasailor, starten den Motor und setzen die Genua im dritten Reff, um das Geschaukel des Bootes einigermaßen zu beherrschen.

Aber keine Stunde später – kurz vor Mittag – ist der Wind wieder da, zwar westlicher, ab mit 10-15 Knoten. Wir setzen nochmals den Parasailor – Parasailorsegeln vom Feinsten. Bei 10 Knoten scheinbarem Wind schaffen wir bis zu 7.6 Knoten SOG.

Kurz vor Malta queren wir die Routen der Berufsschiffahrt und bitten über Funk einen 800 Fuß Tanker, uns doch freundlicherweise auszuweichen. Geht mit AIS viel leichter als früher.

Kurz vor Malta nimmt der Wind ab, die Wellen werden höher. Wir bergen den Parasailor, setzen Groß und Genau und schaffen die restlichen Seemeilen  bis Gozo.

Was für ein schöner Segeltag.

Hello Malta!