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nothing's gonna stop us now


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2018 – Vom Norden in den Süden

sundowner-1.jpgVon Porto Pozzo fahren wir nur ein kurzes Stück in die nächste Bucht – Cala Liscia, wo wir uns abermals mit AURORA und am zweiten Abend auch mit ENTERPRISE treffen. 

Nun heißt es endgültig von AURORA Abschied nehmen, sie bleiben im Norden. während wir langsam den Weg in den Süden antreten.
Unser nächstes Ziel heißt Cala Sabina, nahe Olbia.

 

 

 


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2018 – Typisch italienisch

Der Abschiedsabend für Florian und die Drillinge der Enterprise. Die 4 fast Erwachsenen fliegen morgen nach Hause.

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Florian hat – so wie wir – ein Ticket von Caglari über München nach Wien.

Weil wir in Olbia sind, haben wir schon Tage zuvor ein Bahnticket gekauft, am Nachmittag den Weg zum Bahnhof ausfindig gemacht und starten am Sonntag in  der Früh um 7:30 zum Zug. Wir sind pünktlich da – so wie 50 andere Jugendliche, die am Tag zuvor beim Rockfestival waren.

Eine Durchsage auf italienisch. Ein Raunen und Murren geht durch die Menge. Dann verstehen wir Brocken der englischen Übersetzung.

Die MitarbeiterInnen der italienischen Bahn streiken den ganzen Tag. Kein Zug fährt. 

„Typisch italienisch“.

Was jetzt?  Es ist Sonntag, 8:00. Wir haben noch 9 Stunden bis Florian in Cagliari sein muss. 

  • Rent-a-Car scheidet gleich aus, weil alle Offices zu haben.
  • Bus versuchen wir erst gar nicht.
  • Taxi erscheint zu teuer.

Schließlich kaufen wir kurzerhand ein Flugticket von Olbia nach München. 130 Euro und damit die günstigste Variante, weil der Flughafen in Olbia nahe der Stadt liegt und das Taxi zum Flughafen nicht teuer ist. (Der Bis zum Flughafen fährt Sonntags nicht.)

Florian erreicht problemlos den Flieger nach München und kann dort mit dem ursprünglichen Ticket nach Wien fliegen.


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2018 – Piere, un visiteur au bateau

Lukas vermisst seine Zahnbürste. Normalerweise liegt sie auf seinem Schrank in seiner Kabine. Nach langem Suchen findet er sie im hintersten Winkel. Mit Bissspuren.

WIESO?

Das Toastbrot ist eigenartig angeknabbert.

Nochmals WIESO?

Den endgültigen Nachweis, dass wir einen ungebeten Gast an Bord haben, sind winzige 3-5 mm lange Kotspuren.

Offensichtlich ist in Bonifacio über eine Landleine eine Maus an Bord geschlichen.

Die Enterprise hat eine Rattenfalle, die wir sofort aufstellen. Aber erfolglos. Jeden Tag finden wir neue Spuren und in der Nacht hören wir die spitzen Kralen und Knabbergeräusche. Systematisch wird alles, was geht, abgedichtet, um den Bewegungsspielraum einzugrenzen.

Dreimal bekommen wir Piere, die Hausmaus, auch zu sehen.

Katharina macht ein Foto vom dünnen Schwanz, ich sehe sie eines Nachts auf der Wäscheleine und Lukas „spürt“ sie hautnah, weil er sie untertags in einer Bodenplatte aufspürt und sie an ihm vorbei wegrennt.

Mittlerweile haben wir 4 herkömmliche Mausefallen und 2 Ratenfallen aus Metall an Bord verteilt.

Als Köder verwenden wir Käse, Specke, Honig.

Aber nichts – sie nascht sichtlich am Köder, ist aber schlau genug, nicht gefangen zu werden. Und wir hören sie auch jede Nacht. Keiner kann mehr durchschlafen.

Dann endlich: die Nacht der Nächte.

Gegen 2 Uhr früh werde ich durch ein Geräusch wach, taste mich in den Salon vor, da höre ich wie die Falle unter dem Skippertisch zuschnappt. Ich sehe aber nichts und ärgere mich, dass die Falle aufgrund des Windes und der Bootsbewegungen zugegangen ist. Da höre ich nochmals ein Geräusch aus der Richtung der Falle und nehme erst jetzt wahr, dass der Schwanz der Maus hervorlukt. „Dietmar, wir haben sie. Die Maus ist in der Falle“. Lukas und Katharina sind auch gleich wach. Zu viert begutachten wir das verschreckte Tier. Eine graubraune Feldmaus. Sie versucht, die Gitterstäbe anzubeißen. Aber sinnlos. Trotzdem sichern wir den Käfig nochmals mit einem Gürtel und stelle ihn in einen Plastikcontainer.

Gegen 6 Uhr stehen Dietmar und ich auf und bringen die Maus an Land. Wir öffnen den Käfig, und sie springt und läuft rasch zu den nächsten Büschen.

 


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2018 – Ein Standbild der Enterprise

Wir stehen schon vor 6 Uhr auf. Noch ist es windstill. Wenn der Wind mit 20 – 30 Knoten in unseren Mooringplatz in Bonifacio hineinpfeift, können wir ohne Hilfe von Marineros und ohne Bugstrahlruder nicht ablegen.

Alles passt. Mangels Wind können wir alle 5 Leinen, die uns bisher an Land gehalten haben, lösen und nur eine auf Slip gleichzeitig mit der Mooring lösen.

Wir setzen nur die Genua und segeln wieder auf die italienische Seite. In der Cala Marmorata finden wir nach mehreren Versuchen einen akzeptablen Ankerplatz. Der Anker fällt auf 5m mit 16 m Kette und nach dem Ausschwojen liegt die Starship auf knapp 3 m. Es ist nicht die Traumbucht, vor allem wenn man bedenkt wie das Wetter wird, aber wir warten jetzt erst einmal auf die Enterprise.

3 Stunden später motort die Enterprise heran. Mittlerweile hat der Wind schon richtig zugelegt. 20-25 Knoten. Olaf motort auf uns zu, schlägt dann Ruder nach Backboard, um 50 m neben uns den Anker werfen zu können. Ich mache gerade ein Bild der Enterprise. Es wird ein Standbild.

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Enterprise sitzt auf. Nichts geht mehr. 

Entsetze Gesicht auf der Enterprise und bei uns. Karl und Richard springen sofort mit Schnorchel und Flossen ins Meer, um zu erkunden. Der Kiel und das Ruder sitzen platt auf einer Steinplatte auf.

Was tun wir jetzt?

Dietmar wirft sofort unseren Motor an, Katharina und ich übernehmen den Anker, Lukas und Florian legen eine Landleine an unsere Backboard-Heckklampe, binden das eine Ende an eine Boje und werfen diese an Georg, der sie schwimmend zur Enterprise bringt. Kristine befestigt die Landleine am Bug der Enterprise. Dietmar gibt Gas. Kristine wincht auf der Enterprise. Die Enterprise bewegt sich, die Enterprise ist wieder frei.

Keine 15 Minuten hat die Rettung gedauert. Die Schäden sind überschaubar. Der Kielboden ist abgekrazt, ebenso der Boden des Ruders.

Aber hier bleiben wir nicht. Wir motoren bei mittlerweile konstanten 25 Knoten in die nächste Bucht – Porto Pezzo und legen uns an eine Mooring. Genug Abenteuer für heute. Auf uns wartet ohnehin eine Nacht mit 40 Knoten Wind, da fühlen wir uns an einer Mooring wohler. Die Vorboten der windigen Nacht sind schon deutlich sichtbar.WP_20180716_20_52_58_Pro


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2018 – In Lichtgeschwindigkeit zur Enterprise

„These are the voyages of the Starship & Enterprise, its continuing mission, to explore strange new anchorages, to seek out new adventures and new civilizations, to boldly have sundowner where no one has gone before.“

Und davon trennen uns jetzt gute 150 sm. Wir im Süden, Enterprise im Norden der Insel.

In drei Etappen gehen wir es an:

Villasimius – Arbatax

Arbatax – Cabo Cavallo

Cabo Cavallo – Bonifacio (F)

Für die Durchfahrt durch die Straße von Bonifacio haben wir guten Wind – nämlich raum und 20 Knoten. SO guten Wind, dass wir dankbar sind, das dritte Reff im Großsegel zu haben, denn sogar mit dieser Minimalbesegelung schaffen wir 8,5 Knoten SOG.

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Das Anlegen mit Mooring und Landleine in der schmalen Bucht vor Bonifacio gelingt nur mit Hilfe der ENTERPRISE, die schon auf uns wartet.

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Und so heißt es endlich wieder: STARSHIP & ENTERPRISE

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2018 – Villasimius

Wir starten wieder zeitig und haben abermals herrlichen Segelwind.

Kurz nach Mittag erreichen wir Cabo Carbonara (deswegen gibt es bei uns an diesem Tag zu Mittag auch die gleichnamigen Spaghetti) und ankern dann auf 5 Meter in der Bucht vor Villasimius.

Glas klares Wasser – türkisblau.

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Unsere Versuche, eine Bar in Strandnähe für das abendliche Match zu finden, scheitern, sodass für uns für die Inhouse-Variante entscheiden. TV aboard.

Gegen Nachmittag am nächsten Tag treffen auch AURORA, IKIRO und DIVA ein. Jetzt trennen sich unsere Wege wieder – IKIRO und DIVA werden in den nächsten Tagen nach Sizilien segeln. AURORA und wir in den Norden.

Ein letzter Sundowner mit Dinghi-Park.


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2018 – Baia di Nora

Nora wurde von den Phöniziern im 8. Jahrhundert v. Chr. auf dem Capo di Pula errichtet. Die kleine Halbinsel mit zwei Naturhäfen ermöglichte damit bei jedem Wind das Anlegen.

Punier und Römer ergänzten die Bauten der Phönizier. Die Vandalen zerstörten vieles wieder.

Trotzdem: die Reste sind sehr sehenswert. Vor allem die Mosaike aus Steinen vom Strand.


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2018 – Wie zu Karibik Zeiten

Freitag Abend kommen wir an, Samstag dient dem Shoppen und Klarmachen, Sonntag legen wir ab. Unser Ziel ist eine Bucht westlich unserer Marina, nahe am kleinen Ort Pula im Süden von Sardinien. Unser Treffpunkt mit Frans und Marleen von der niederländischen AURORA. Dass sie gerade jetzt im Süden von Sardinien segeln, war ein glücklicher Zufall.  

Kurz nach dem Ablegen setzt Wind ein und wir segeln raumschots mit 7 Kn SOG. Chillig und schnell. Was für ein Start.

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AURORA ankert schon in der Bucht. Wir lassen unseren Anker wenige 50 m neben ihnen ins Wasser fallen, wassern unser Dinghi und fahren zu Ihnen.

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Wir haben noch nicht einmal ihr Boot erreicht, da fährt eine weitere Yacht in die Bucht ein. Aus lauter Gewohnheit (seglerische Neugier) lesen wir den Namen der Yacht vom Großbaum ab.

„Das ist die IKIRO!“.

Wirklich, neben uns fährt die belgische IKIRO ein, Die, die wir mitten am Atlantik über Funk „kennen“ gelernt haben, deren Außenborder wir zufällig in Antigua gekauft haben, und mit denen wir (gemeinsam mit Aurora) viele Sundowners in der Karibik genossen haben.

Darf das wahr sein?

Keine halbe Stunde später sitzen wir alle im Cockpit der Aurora, und am Abend wie üblich am Strand beim Sundowner.

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Es ist als ob dazwischen keine Jahre lägen. Wir plaudern kreuz und quer über Segelerlebnisse und Segelpläne –wie zu Karibik Zeiten.WP_20180708_20_22_45_ProWP_20180709_19_32_38_Pro

 


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2018 – … ein Männertraum in Rot wird wahr …

Übertrieben? Ein wenig. Denn es ist kein genereller Männertraum, sondern ein sehr spezieller Traum von Dietmar.

Schon seit 5 Jahren hätte Dietmar gerne eine Dinghiabdeckung, also einen Überzug, der unser Dinghi vor der Sonne schützt in all den Monaten, in denen es an Deck lagert.

Die bisherigen Übergangslösungen (alte Sonnenplane, Autoabdeckung) sind weder Wind noch Wetter gewachsen und hängen nach einer Saison in Fetzen vom Beiboot.

Den stabilen Planenstoff kaufen wir schon 2017. Signalfarbe Rot. Aber uns fehlt die Zeit, uns der Aufgabe zu widmen.

Aber jetzt, nach der schnellen Überfahrt und mit all dem Erfahrungsschatz aus dem Bimini/Sprayhood-Projekt trauen wir uns diese Nähherausforderung zu.

10 Stunden arbeiten wir. Der sperrige Planenstoff macht das Nähen nicht gerade leicht. Und außerdem entwickelt sind erst im Nähen die endgültige Lösung für die Abdeckung. Die alten Jackstays werden genau so wiederverwendet wie Verschlüsse von ausgedienten Lifejackets.

Schließlich ist sie fertig. Sitzt, passt. Und erfüllt Männerträume.