Die ersten 4 Segeltage verlaufen unvorhergesehen (,) großartig.
Wir verbringen die erste Nacht in unserer Lieblingsbucht unweit von Agios Nikolaos. Unser Plan ist es, in den Norden zu segeln.
Am zweiten Tag starten wir schon um 6 Uhr in der Früh. Wir sind vorbereitet. Was fehlt, ist der angesagte Wind. Planänderung: Dann halt nicht Norden, sondern Osten. 13 Stunden später fällt der Anker vor einer kleinen Insel westlich von Kasos namens Armathia (in der Marmara Beach).
Dienstag gehen wir es ruhiger an. Wir legen gegen 8 Uhr ab, unser Ziel soll der Osten von Chalki sein. Aber wieder einmal entspricht der vorhergesagte Wind nicht den tatsächlichen Gegebenheiten, wir disponieren um und segeln zur Insel Tylos. Wir wollen uns, weil es ohnehin schon spät ist und der Wind zugenommen hat, in die östlichste Bucht legen, aber kurz davor, entscheiden wir uns um. Angesichts der aktuellen Windstärke und der Enge der Bucht, wollen wir doch eine nördlichere und viel größere Bucht ansteuern. Das heißt, anluven um gut 20 Grad. Wir sind hart am Wind, zweites Reff im Großsegel, volle Genua, 22 Knoten scheinbarer Wind, keine Böen. Die Starship schießt dahin. Es ist eine reine Freude, zu sehen und spüren, wie gut das Boot im Wasser liegt. Eine Stunde später (nach über 11 Stunden unter Segel) haben wir die Bucht erreicht. Geschützt durch vorgelagerte Klippen und hohe Berge ist das Wasser ganz ruhig, es weht ein kleines Lüfterl, wir liegen seelenruhig vor Anker.
Mittwoch sagt der Windbericht „minimaler Wind aus Südwesten“ und abends etwas mehr. Wir setzen das Großsegeln zur Stabilisierung im zweiten Reff und motoren. Ich bin nur 5 Minuten unter Deck. In dieser Zeit setzt überraschend Wind ein, wenige Minuten später weht es mit bis zu 20 Knoten aus Nordost. Aus Nordost? Aber egal, es segelt sich herrlich. So schlagartig wie der Wind gekommen ist, so schlagartig ist er auch wieder weg. Wir sind auch fast schon am Ziel, eine kleine Insel vor Kos.
Morgen soll der Wind aus Nordwesten kommen. Mal sehen :-).













