Am 20.7.2013 sind wir in See gestochen.
Und daher ein „Kinder“-Foto-Spezial zum Vergleich.
Was drei Jahre ausmachen.
Katharina
Lukas
Florian
PS: Die Shisha-Pfeife war ohne Tabak – Banane pur.
von Ursula Ein Kommentar
Cala Saona ist wie BVIs.
Traumhaft türkises Wasser, Sandstrände, Sonne (und viele, viele Charteryachten).
Das ist aber angesichts dieser Bucht und Lage kein Wunder.
Sandstrand und kein bisschen Seegras. Wir ankern auf 5 Meter Tiefe. Das Wasser ist glasklar und türkis.



Untertags kann es gelegentlich die eine oder andere größere Welle geben, aber im Übrigen ist die Bucht so geschützt, dass wir in der Nacht komplett ruhig schlafen. Nur unsere Starship dreht sich gefühlte drei Mal um den eigenen Mast.
Am Strand befinden sich drei kleines Bars/Restaurants und einen kurzen Spazierweg zu den Klippen.







Wir ankern eine Nacht unterhalb der Isla Espalmador und verlegen uns dann kurz vor die Hafeneinfahrt nach Savina.
Der Weg mit dem Dinghi in die kleine Stadt hinein ist einfach. Und so gönnen wir uns einen Nachmittagsspaziergang mit frühem Sundowner.
Schön wäre es wohl, eine Nacht in dieser Marina zu bleiben. Die Nachfrage, was es kosten würde, nimmt uns diese Entscheidung ab. „280,– Euro“.
Bekannte der Berliner SY Enterprise, die wir auch von Schifahren kennen, verchartern ihre Bavaria namens „Neuschnee“ auf den Balearen. Und siehe da: Wir treffen Neuschnee in der schönsten Bucht der Balearen, in der Cala Saona.

Die Balearen sind das Segelrevier der Spanier und Franzosen, gelegentlich verirren sich einige Belgier, Italiener und Engländer hierher. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass am Finalabend das einzige hiesige Lokal mit Fernseher fest in französischer Hand ist.
Wir sitzen mittedrin, sozusagen im französischen Sektor.

Schon bei der Hymne wird lautstark mitgesungen. Jeder Ballkontakt wird bejubelt, jede verpasste Chance mit Wehklagen versehen.
Während zu Ende des regulären Spiels noch alle Franzosen guten Mutes sind, sinkt die Stimmung in der Verlängerung immer mehr und die wenigen portugiesischen Fans (darunter Florian und Dietmar) werden hörbar lauter. Und dann der Siegestreffer von Eder. Die Franzosen vor uns sind den Tränen nahe. Da muss gleich noch eine große Runde Bier her, um den Frust wegzuspülen. Der Schusspfiff und aus der Traum vom Pokal.
Schade für uns, eine Siegesfeier mit den Franzosen wäre sicher unterhaltsam gewesen.
Flughafennähe und Restaurant mit Fernseher.
Das sind die Vorgaben für den nächsten Ankerplatz, den wir suchen. Außerdem wünschen wir uns
eine große, sandige Bucht (wegen des Schwojradius bei Windstille) und klares Wasser ohne Quallen.
Und damit landen wir in der Cala Jondal, im Südwesten von Ibiza.
Während der Samstag Vormittag noch ruhig verläuft, hat diese Bucht am Samstag in der Nacht und Sonntag den ganzen Tag über Hochsaison.
Wir sind wohl in der Partybucht von Ibiza gelandet.
Die beiden „unscheinbaren“ Restaurants am Strand erweisen sich als die Partytempel schlechthin für „Reich und Schön“.
Megayachten ankern etwas außerhalb. Shuttle-Tenders vom Club „Tropical“ und vom Club „Blue Marlin“ übernehmen den Transport von/zur Partylocation, sofern „Reich und Schön“ nicht ohnehin vom yachteigenen Personal zum Abtanzen gebracht werden. Am Steg zum Anlanden herrscht reges Treiben. Die wenigen Meter bis zum eigentlichen Club sind vollgestopft mit Gästen.
Kaum naht eine neuerliche Yacht und hat gerade das Ankermanöver erfolgreich hinter sich gebracht, schon kommt das Shuttle-Taxi um die Neuankömmlinge zum Partysteg zu bringen. Und wenn das Bootstaxis nicht von selbst kommt, wird es über Funk (Kanal 88) gerufen.
Am nördlichen Ende der Bucht ankert eine weitere, ganz schwarze Superyacht. Der Megatanztempel auf See. Während gegen 1 Uhr Früh das Blue Marlin auf ruhigere Musik umschwenkt, geht auf der „dunklen Seite der Macht“ (denn so wirkt die Yacht) der Spaß nur weiter. Licht und Musik – unübersehbar, unüberhörbar.
Wir beobachten das Spektakel aus der (sicheren) Ferne. Unsere ohnehin nicht ganz so kleine Starship geht zwischen den 10 Mal so großen und vermutlich 100 Mal so teuren Superyachten unter.
Das liegen mehr als 100 Millionen Euro vor Anker.
von Ursula Ein Kommentar
Man könnte ja den Eindruck erhalten, das Leben auf der Starship sei ein Intensivtraining für Reparieren und Warten nach dem Motto: „Was kaputt gehen kann, geht kaputt“.
Nein, wir haben auch so unsere wertvollen und positiven Überraschungen. Und dazu zählt unser Wassermacher. Wie schon einmal geschrieben, ist der Wassermacher auf vielen Booten ein heikles Thema. Nicht auf unserem.
Die heutige Inbetriebnahme nach einem Jahr „Winterpause“ war ein Genuss.
Zuerst zwei Minuten mit Süßwasser spülen.
Dann eine Minute mit Salzwasser spülen.
Dann Inbetriebnahme. Die ersten 5 l für den Meeresgott. Die nächsten Liter allesamt zum Trinken.
Ein Hoch auf unserer „Wodamäka“.
von Ursula Ein Kommentar
Nachdem das Abendessen (Avocadosalat, Spaghetti Carbonara, Griesschmarrn mit Fruchtsalat; wie gesagt 5* – für jeden etwas) sehr lustig verläuft, wird der Plan verworfen, gegen 21:30 Uhr mit dem Dinghi in den Ort auf einen Drink zu fahren. Es ist viel zu gemütlich auf dem Boot und außerdem hat es gerade zu Tröpfeln begonnen.
Regen?!? Ein Vorzeichen?!?
Der Wind nimmt zu und plötzlich donnern richtige Böen auf uns ein. 22 bis 25 Knoten. An sich keine Sache, aber wir ankern auf Seegras. Zumindest am Anfang noch. Es ist nach 22:30 Uhr. Die Kinder kontrollieren den Anker und kommen besorgt vom Bug zurück. Nicht sicher, ob der Anker hält. 5 Minuten später sind wir sicher, dass er nicht hält. Es bläst uns förmlich davon. Ablandiger Wind in die große Bucht von San Antoni hinein. Alles kein Drama, wenn da nicht zwei Superyachten den Weg ins Freie versperren würden.
Dann geht es ganz schnell. Jeder kennt seine Position. Dietmar startet den Motor. Lukas Decklight, Positionslichter. Kathi mit dem Scheinwerfer und ich laufen zum Bug. Mit dem „Besen“ um die Ankerkette ordentlich in den Ankerkasten zu legen. Wir lösen die Ankerkralle, holen den Anker ein. Flo behält unser Dinghi im Auge, das am Heck befestigt ist. Dietmars Kommandos werden von Lukas, der bei den Wanten steht, an uns weiter gegeben. Wir würden sonst nicht hören. Der Wind verbläst alles. 10 Meter vor der maltesischen Superyacht „Victoria“ haben wir den Anker am Boot. Voller Seegras.
Die Crew der Victoria gönnt sich das Spektakel „erste Reihe fußfrei“. Neben uns hat es ein weiteres Boot losgerissen. Ein belgischer Einhandsegler, der offensichtlich eingeschlafen ist und erst aufgeweckt wird, weil ein beherzter Einheimischer mit dem Motorboot kommt. Ein Glück, dass er deutlich südlicher stand als wir und so ohne Behinderung wegtriften konnte.
Wir haben eine kurze Verschnaufpause, während Dietmar wieder in die Bucht hineinfährt, auf der Suche nach einem neuerlichen Ankerplatz. Kathi und ich nehmen uns die Schwimmwesten. Deutlich besser mit Schwimmweste.
Wieder in der Bucht lassen wir den Anker runter, vermutlich abermals auf Gras. In der Dunkelheit ist trotz des starken Scheinwerfers nicht zu erkennen, ob man gerade einen Sandplatz erwischt. 35 m Kette mit einer kurzen Pause, weil die Ankerwinsch streikt. Unsere erste Vermutung, dass es die Sicherung geworfen hat, ist unrichtig. Dietmar kann die Ankerkette händisch lockern und weiter geht es. Noch ein paar Meter Kette. Und liegen ziemlich nahe an einer weiteren Superyacht – einem Katamaran. Wir schwojen so unterschiedlich und kommen uns dabei gelegentlich sehr nahe. Wir setzen trotzdem die Ankerkralle, weil die Böen die Ankerwinsch zu sehr belasten. Ein weiterer Meter in Richtung Superyacht. Die nächsten 20 Minuten sitzen Lukas, Kathi und ich (mittlerweile mit Jacken und Hosen) am Bug und kontrollieren den Anker. Er hält. Trotzdem schwojen wir nahe an die Superyacht, die nur deswegen keinerlei Notiz von uns nimmt, weil die Franzosen an Bord den Sieg gegen Deutschland feiern. Wir setzen die dicken Kugelfender auf der Steuerbordseite. Für alle Fälle. Es ist Mitternacht. Zu fünft sitzen wir im Cockpit und machen Manövernachbesprechung. Hat super geklappt. Trotzdem ist den Kindern die Anspannung anzumerken. Keiner will ins Bett. Erst gegen 00.30 finden die drei Ruhe. Dietmar und ich halten noch Ankerwache im Cockpit bis 02:30. Dann ist der Wind vorbei. Wir liegen in gutem Abstand zum Katamaran und wagen auch noch ein Schläfchen unter Deck. Ruhig und angenehm warm bis 8 Uhr früh.
Nachträglich gesehen – ein Glück auf das nächtliche Spektakel in Ibiza verzichtet zu haben. Das hiesige Spektakel war aufregend genug.