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nothing's gonna stop us now


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2017 – Zurück an den Start

Bei Einbruch der Dunkelheit ist der Wind auch weg. Segel runter, Motor an, Generalkurs Menorca. Wir sind ja in den letzten 5 Stunden wegen des Windes sehr weit nördlich gelandet, weitab vom Kurs, das müssen wir jetzt aufholen.

Aber 15 Minuten nach Motor an, spüren wir Gummigeruch im Salon und die Warnleuchte des Motors, dass die Lichtmaschine nicht lädt, geht an, Motor aus. Fehlersuche.

Wir funken mit der Enterprise, dass wir einstweilen nicht weiterkönnen, sondern  erst den Fehler suchen müssen.

Aber keine Chance.

Der Mastervolt (unser Laderegler) zeigt keine grünen Lichter mehr, die Ladeanzeige ist Minus, die offensichtlichen Bruchstellen wie Sicherungen und Kabeln scheinen alle okay zu sein.

Nach mehreren Diskussionen über Funk beschließen wir gegen 23:00 Uhr schweren Herzens, dass wir nach Barcelona zurück segeln. Ohne Lichtmaschine können wir keinesfalls weiter segeln. Enterprise ist die ganze Zeit in unserer Nähe geblieben und legt Kurs in die entgegengesetzte Richtung.

Es kommt wieder ein wenig Wind auf, wir setzen Segel und ändern unseren Kurs in Richtung Barcelona. Schon bald darauf reffen wir ins erste und gleich darauf ins zweite Reff. Keine Sekunde zu früh. Denn Blitz und Donner kündigen stärken Wind und Regen an. Drei Mal werden wir so richtig geduscht. Zwischen den Gewittern herrscht für 20 Minuten Flaute, dann kommt das nächste Gewitter.

Wir reffen noch einmal.

Aber wir haben Glück im Unglück. Denn aus den letzten Jahren kannten wir nur die totale Flaute rund um Barcelona, dieses Jahr ist deutlich mehr Wind. Wir segeln in Richtung Barcelona, wenn auch nicht direkt nach Port Ginesta.

Um 4 Uhr früh dreht der Wind nochmals. Jetzt können wir direkt zur Marina segeln. Die tiefschwarze Gewitterfront über Barcelona macht uns noch Sorgen, aber mit der aufgehenden Sonne verzieht sie sich in Richtung Norden.

Um 6:30 funken wir die Marina in Port Ginesta an. „Senores, tenemos velas, pero no tenemos un motor. Por favor, pueden remolcarnos.“

Kurz von der Einfahrt in den Hafen kommen uns die Marineros entgegen und ziehen uns zu unserem Liegeplatz. Erschöpft, aber sehr froh, es in vernünftiger Zeit (gemessen an den Flautenerlebnisse der letzten Jahre ÜBERHAUPT in endlicher Zeit) geschafft zu haben, fallen wir in die Betten. Wir brauchen erst einmal Schlaf.

 


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2017 – Ansegeln mit der Enterprise

Die Enterprise-Crew, die am gegenüberliegenden Steg ihr Boot liegen hat, kommt am Montag Abend an. Wir essen beim Lieblingsitaliener und schmieden Pläne für die Abfahrt am nächsten Tag. Wie in alten Zeiten in der Karibik.

Wir starten um 10.30 (die Enterprise wird am Nachmittag starten). Wir sind ja langsamer und brauchen den Vorsprung.

Aber nach 2 Seemeilen kehren wir um. Das Ruder, das wir erst reparieren haben lassen, hat viel zu viel Spiel. Außerdem macht der Motor eigenartige Geräusche.

Wieder im Hafen holen wir Ivan, den Techniker. Er stellt das Ruder erneut ein, deutlich besser.

Auch die Enterprise hat ein weiteres Problem entdeckt. Ein Reelingdraht ist gerissen. Auch hier ist Ivan der Mann der Stunde.

Gegen 15:00 starten wir gemeinsam  erneut.

Ein traumhafter Segeltag. Dank des guten Windes können wir sogar mit der Enterprise mithalten und flitzen mit 7 Knoten dahin.

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So soll der Sommertörn beginnen.

 

 


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2017 – Nachspielzeit

In Bezug auf unser verlängertes Wochenende in Port Ginesta sind wir nun schon in der „Nachspielzeit“.

Die STARSHIP wird in unserer Abwesenheit erfolgreich gewassert. Mit neuer Anode am Propeller und neuem Antifouling.

Auch in Wien sind wir nicht untätig, sondern bestellen Ersatzteile für die nächsten Wartungsarbeiten im Sommer:

  • eine HARKEN Motor Control Box für die elektrische Winsch,
  • ein HARKEN Pawl Oil,
  • ein Servicekit für die Salzwasserpumpe  in der Pantry,
  • ein YANMAR-Service-Kit 011 für unseren Dieselmotor sowie einen zusätzliche Keilriemen und einen zusätzlichen O-Ring für den Impeller,
  • eine neue Bilgepumpe von RULE-MAT,
  • neue Lüfter für den Kompressor des Kühlschrankes,
  • zwei neue Halogen-Wandlampen für die Heckkabinen,
  • zwei Zündkerzen,
  • Stoff zur Innenauskleidung samt Spezialkleber und
  • Sterilisationsmittel für unseren verlässlichen Watermaker

 


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2017 – der Tag könnte 48 Stunden haben

Wir sind wieder auf der STARSHIP.

Es gibt doch noch jede Menge zu erledigen, bevor wir zum Sommertörn ablegen können. Wir arbeiten von früh bis spät. Der kulinarische Höhepunkt des Tages findet kaum vor 21:30 statt.

Neben den üblichen Arbeiten wie Segel anschlagen, Bimini und Sprayhood setzen, nehmen wir vor ein paar Verbesserungen, Wartungen und Reparaturen vor.

Die Bilgepumpe hat uns in den letzten beiden Jahren schon Kopfzerbrechen bereitet. Sie arbeitet – wenn erforderlich -, aber hört nicht auf. Der Sensor dürfte beschädigt sein.

Wir haben eine neue besorgt. Der Einbau gestaltet sich einfach. Und die alte Bilgepumpe von RuleMate wollen wir bei Gelegenheit reparieren.

Beim Anschlagen der Genua macht die elektrische Winsch schlapp. Das macht uns schon mehr Sorgen. Ohne elektrische Winsch ist an ein Ablegen nicht zu denken. Es dürfte jedoch an den „Pulsadoren“ liegen, die Druckknöpfe im Cockpit. Sie sind von der Sonneneinstrahlungen sehr stark abgenutzt. Wir haben Glück und finden genau die richtigen (nicht von Harken, aber Quick) in Weiß.

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Der Toploader-Kühlschrank erhält eine neue Lüftung.

Wir tauschen zwei Lampen in den Heckkabinen.

Der Versuch, die neue Salzwasserpumpe einzubauen, scheitert leider daran, dass wir dazu die gesamte Spüler abbauen müssten. Ein anderes Mal.

Und wir beginnen damit, die Salonpölster neu zu überziehen.

Natürlich erledigen wir auch den Einkauf bei Lidl (Obst, Gemüse, Fleisch, Wurst und Käse) und besorgen die Orange-Karte, um immer und überall erreichbar zu sein. 🙂

Es ist Sonntag Nachmittag, wir wollten schon starten, aber wegen des starken Windes aus Frankreich wollen wir nun doch noch warten, bis die Enterprise am Montag Abend kommt und mit Ihnen gemeinsam lossegeln. Das hat auch den Vorteil, dass wir ein weiteres Päckchen mit Ersatzteilen, das erst am Montag von der Post zu holen ist, in Empfang nehmen können.