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13.02: Viktoria Falls – Dominica

Weil uns der Ausflug zu den Trafalgar Falls so gut gefallen hat, beschließen wir noch eine Tour zu machen. Die Viktoria Falls im Osten der Insel sind unser Ziel.

James – unser Taxifahrer und Guide – bringt uns zunächst zu seinem eigenen Haus – voller Stolz. Und erntet für uns einige Kokosnüsse aus seinem Garten.

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Unterwegs zum nächsten Ziel hält er an und besorgt von einem „Freund“ Wasserkresse.

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Überhaupt erweist sich diese Tour für uns auch als seine persönliche Insel-Shopping-Tour. Immer wieder bleibt James an kleinen Geschäften stehen und kauft ein (Brot, Erdäpfel, Wasserkresse, Wasser vom Brunnen, Bananen und „Salamibrot“ for Lunch).

Ganz überraschend zeigt er uns dann noch das Top-Resort von Dominica – ein Yoga und Kreativ-Zentrum im Osten der Insel.

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Wir ziehen weiter. Gegen Mittag sind wir bei den Viktoria Falls, finden zwei junge Männer, die uns den Weg zeigen werden, und starten die Wanderung.

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Zunächst easy. Dann durch den dichten Regenwald. Mehrmals müssen wir den Fluss kreuzen. Bis zu den Hüften stehen wir im Wasser. Nur die Rucksäcke mit dem trockenen Ersatzgewand können wir trocken halten. Immer wieder helfen wir uns gegenseitig, halten uns beim Durchschreiten des Flusses an den Händen. Das Wasser ist nicht klar, jeder Schritt birgt daher das Risiko abzurutschen. Lukas und ich rutschen auch tatsächlich zwei Mal aus und sind einmal mehr „waschelnass“. Wenigstens kein Salzwasser.

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Nach einer Stunde haben wir es geschafft und stehen vor den imposanten Viktoria Falls. Wir sind begeistert – alleine die Wanderung war ein super Erlebnis.

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Auf dem Rückweg zeigt uns James noch, wo wir eine heiße Dusche haben können. Ein einfaches Eisenrohr mit warmen Wasser irgendwo am Straßenrand. Die „Männer“ ergreifen gleich die Gelegenheit, sich endlich wieder richtig warm duschen zu können.

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Und Katharina weiß gar nicht mehr,  wohin sie schauen soll……

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12.02: Karibisches „Oberlaa“

Nachdem uns Roseau schon so gut gefällt, sind wir natürlich gespannt, was das Hinterland der Insel zu bieten hat, und starten mit der Enterprise-Crew die Inselbesichtigung. Trafalgarfalls und heiße Schwefelbecken stehen auf dem Programm.

Voller Stolz erzählt der Taxi-Fahrer und Tour-Guide, dass Dominica 72.000 Einwohner hat, 70 % davon Katholiken, englisch ihre offizielle Sprache ist, die meisten jedoch einen creolischen Dialekt sprechen (Patois) und sie seit 1978 von den Briten unabhängig sind. Jeder möchte hier „Polizist“ sein, weil die Kriminalitätsrate gering ist und somit der Polizeijob wenig Arbeit macht. 49 Volkschulen, einige Highschools und 3 Universitäten (sogar mit ausländischen Studenten) bietet diese kleine Insel.

Das alles glauben wir gerne, denn hier geht es wirklich relaxed zu.

Eine zuweilen recht steile Straße führt uns zu den heißen Schwefelbecken und den Wasserfällen. Dominica ist bekanntlich bergig; die höchsten Berge reichen auf bis zu 1.400 m.

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Der Duft der Schwefelquellen weist uns schon von weitem den Weg.

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Das treibt die Kinder natürlich an, schnell die Nähe der Wasserfälle zu suchen.

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Ein Bad im kühlen Nass:

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Und dann zum Aufwärmen noch in die warmen Quellen. Wie in der Heimat fühlen wir uns im karibischen „Oberlaa“.

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10.02: Roseau – Dominica – what a great place to be

Roseau ist großartig.

Aber der Reihe nach. Das im Pilot so nett beschriebene St. Pierre empfängt uns mit Wolken und Regen. Wenig einladend, um es kurz zu machen.

Gemeinsam mit Enterprise segeln wir daher am nächsten Morgen – nachdem wir ausklarieren konnten – eine Bucht weiter, angeblich mit wunderschönem Strand und ruhiger Anchorage. Das mit dem Strand stimmt auch, aber ruhige Anchorage sieht anders aus. Sowohl Enterprise als auch wir können uns nicht vorstellen, hier auch nur eine Stunde ruhig vor Anker zu liegen. Wind und Welle sind auflandig mit einer steilen Felswand im Hintergrund.

So deuten wir uns mit Handzeichen, dass wir weitersegeln – Generalkurs Dominica.

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Dass mit Richard ein Enterprisler bei uns an Bord ist, macht nichts. In 5 Stunden – also gegen 17 Uhr – sollten wir Dominica locker erreicht haben.

Schon von weitem erkennen wir das bergige Dominica. Gute 1300 m sind die höchsten Berge hier hoch. Columbus soll angeblich, als er der spanischen Königin Isabella von Dominica berichtete, Papier und Bleistift gezückt haben, um seinen überwältigten Eindruck von Dominica vermitteln zu können.

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Kurz nach 15 Uhr passieren wir mit Scotts Head die Südspitze von Dominica und eineinhalb Stunden später liegen wir ruhig und gemütlich an einer Mooring nahe Roseau, der Hauptstadt von Domenica. Neben uns ein österreichischer Katamaran mit NÖ-Kennzeichen (Pernitz).

Am nächsten Tag erkunden wir gemeinsam die Stadt – und schon nach wenigen Minuten stellen wir mit Begeisterung fest:

Roseau ist wow, wow, wow. So bunt, freundlich und ursprünglich, einfach „unspoiled“.

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Auch wenn große Cruiseships hier regelmäßig einen Stop einlegen, so dürfte Dominica unter den Seglern doch kein Hotspot sein. Ganze 15 Boote liegen hier vor Anker/an der Mooring.

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Das ist nichts im Vergleich zu den Hunderten in Le Marin oder in Rodney Bay.

Wir spazieren durch die quadratisch angelegt Hauptstadt von Dominica.  Dass es sich bei Roseau um die Hauptstadt von Dominica handelt, merkt man kaum. Keine Hochhäuser, keine Supermärkte. Sogar an den Justizgebäuden und dem Außenministerium gehen wir so „nebenbei“ vorbei.

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Wir legen eine Mittagsrast im RUINS ROCK CAFE ein, in der Dietmar und ich „aber wirklich versehentlich“ einen Cocktail mit Rum bestellen, während alle anderen Milchshakes und Smoothies genießen.

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Aber in der nächsten kleinen Bäckerei gibt es zum Ausgleich Schokodonut und Rosinenschnecken um lächerliche 50 c pro Stück. Und von einem Boatboy erstehen wir 8 große, süße Grapefruits für 1,5 €.

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What a great place to be.

 


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05.02: Dinghi-Battle

Der Geburtstag der Enterprise-Drillinge steht an. Wir treffen uns in Sainte Anne, um gemeinsam in der bewährten Geburtstagsfestrunde zu feiern.

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Natürlich dürfen Jenne und Leif von der HeckoGecko da nicht fehlen.

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Für Ludwig gibt es ein weiteres Exemplar für die Magnetsammlung und für die Drillinge gemeinsam WIZARD.

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Die Kuchenauswahl (siehe oben im Hintergrund) ist karibisch inspiriert: Streuselkuchen mit Guavemarmelade, karibische Schokotorte und eine Regenwälder-Kirsch-Torte, die wacker der Sonne trotzt, aber so großartig schmeckt, dass ihr Überleben von kurzer Dauer ist.

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Auch Katharina wird beschenkt; ihren Geburtstagtag konnten wir ja leider nicht gemeinsam feiern: unter anderem mit Leuchtohrringen, damit sie auch im Dunkeln beim Dinghifahren gut sichtbar ist.

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Dann starten die sportlichen Wettbewerbe: Weitschwingen-Springen ist angesagt.

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Einige Nachwuchs-Tarzans geben ihre Visitenkarte ab.

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Und den krönenden Abschluss bildet die Dinghi-Segel-Regatta: Florian, Lukas, Georg und Richard gegen die Jenne, Katharina, Karl und Ludwig (mit dem deutlich leichteren Dinghi).

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Was zunächst nach einem Kopf-an-Kopf Rennen aussieht, entwickelt sich schnell zu einem Kantersieg der Leichtgewichte. Katharina kämpft um jeden Zentimeter „Sarong-Spinnaker“, dehnt sich, streckt sich, steht im wackeligen Dinghi auf den Zehenspitzen.

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Die siegreiche Truppe ist schon im Ziel, da hat die zweite Mannschaft noch nicht einmal den Wendepunkt erreicht. Und das liegt nicht nur am Gewicht von Dinghi und Motor.

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„Wir mussten den Rückweg motoren“, lautet hinterher der schuldbewusste Kommentar von Florian. Ja, ja, denken wir Eltern uns: wahrscheinlich ward ihr nur so langsam beim Hinuntersegeln, damit ihr nicht so wie die anderen zurück rudern müsst, sondern „regelwidrig“ mit dem starken 10PS Motor herumdüsen könnt.


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02.02: Bonjour, Martinique

Wir segeln bei günstigen Bedingungen von St. Lucia nach Martinique. Der nächste Hafen wäre Le Marin im Süden von Martinique, der Stützpunkt schlechthin für Charterboote. Und das wollen wir an einem Samstag vermeiden und bleiben auf der Westküste. Mit Grand Anse D’Arlet finden wir auch genau das, was wir wollen. Ein kleiner, total verschlafener Ort.

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Auch wenn die Bucht mit Booten voll ist, so wird ganz schnell klar, dass es sich weder um eine Unzahl an Chartergästen handelt, noch viele Langfahrtsegler hier Halt machen. Die Boote sind klein und alt und sehen mehr nach Dauerlieger aus.

Wir verbringen einen netten Abend mit der Enterprise-Crew bei Pizza am Strand. Im Lokal daneben spielt eine Liveband und diverse „ältere“ Damen tanzen dazu. Wir fühlen uns nicht wie in der Karibik, sondern vielmehr wie an einem Sonntag Nachmittag irgendwo in Frankreich.

Sonntag früh motoren wir dann nach Le Marin zurück. Motoren deswegen, weil unser Vorstag zu locker ist und wir keinesfalls mehr Segeln setzen wollen, schon gar nicht bei 25 bis 30 Knoten Wind.

Am späteren Nachmittag erreichen wir die große Bucht von Le Marin mit vielen Sandbänken.

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Die Einfahrt ist tricky, wenn auch gut markiert, und einige Boote dürften hier schon „ihr Leben gelassen haben“.

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Jedenfalls könnten die vielen Wracks im Meer und an den Mangrovenküsten davon erzählen.

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Wir liegen vor Anker ganz nahe an der Marina und an den großen Supermärkten. Hier fährt man mit dem Dinghi zum Supermarkt, erledigt den Einkauf und schiebt das Einkaufswagerl wieder zum Dinghidock zurück. Beim Einkaufen im Carrefour fühlt man sich wie „Gott in Frankreich“. Die Auswahl an Käse ist gigantisch (jedenfalls im Vergleich zu den letzten 6 Wochen in der Karibik).

Und trotzdem: Martinique ist nicht unsere Insel. Von der Schönheit der Blumeninsel (denn daher hat Martinique ursprünglich den Namen = Madinina) bekommen wir sehr wenig zu sehen. Die Vegetation ist üppig. Bei unserer Rundfahrt mit dem gemieteten Auto passieren wir jede Menge Bananenplantagen, aber von Blumen keine Spur. Die unzähligen Ferienwohnungen im Süden der Insel sind heruntergekommen. Das Durchschnittsalter der Bewohner – „Exilfranzosen“ – liegt um die 65. Auf uns wirkt dieser Teil der Insel wie „französisch Teneriffa“.

Die Nordostküste ohne sichtbaren Massentourismus wirkt ursprünglicher und gefällt uns deutlich besser. Aber auch hier bleibt ein eigenartiger Nachgeschmack. Während die Einwohner von Bequia oder St. Lucia einen stolzen und glücklicheren Eindruck hinterlassen, wirken die dunkelhäutigen Menschen auf Martinique moderner, aber gleichzeitig auch fast ein wenig „visionslos und verloren“.

Ein Tag noch an der Nordküste in St. Pierre, der ehemaligen Hauptstadt der Insel; dann wollen wir nach Dominica weitersegeln.


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31.01: Good bye, St. Lucia

Der letzte Tag in St. Lucia hat ein volles Programm:

Schule (mit Rauten, Rhomben und Deltoiden), dann Ausklarieren, restliche EC-Dollar im Supermarkt ausgeben und Verabschiedung von Daniela und Fernando (SY Nefeli). Vielleicht sehen wir uns ja in den BVI wieder.

Dann wir ein langgehegter Plan umgesetzt – Enterprise und Starship Kids segeln mit dem Dinghi. Der Mast besteht aus einem langen Stecken und als Spinnaker muss ein Sarong herhalten. Dann setzen sie sogar noch ein zweites Segel – ein Handtuch quer. Ungewöhnlich, aber erfolgreich segeln (oder treiben?) sie vor dem Wind mehrmals die Bucht hinaus.

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Am Nachmittag wandern wir gemeinsam zu Pigeon Island – der historischen Stätte St. Lucias – heiß umkämpftes Land zwischen den Franzosen und den Briten:

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Traumhaft ist der Blick über die Rodney Bay, in der wir nun seit einer Woche ankern. Die Rodney Bay hat ihren Namen vom erfolgreichen Marine Offizier

George Brydges Rodney, 1st Baron Rodney, KB (bap. 13 February 1718 – 24 May 1792) was a British naval officer. He is best known for his commands in the American War of Independence, particularly his victory over the French at the Battle of the Saintes in 1782. It is often claimed that he was the commander to have pioneered the tactic of „breaking the line„.

Rodney came from a distinguished but poor background, and went to sea at the age of fourteen. His first major action was the Second Battle of Cape Finisterre in 1747. He made a large amount of prize money during the 1740s, allowing him to purchase a large country estate and a seat in the House of Commons of Great Britain. During the Seven Years‘ War, Rodney was involved in a number of amphibious operations such as the raids on Rochefort and Le Havre and the Siege of Louisbourg. He became well known for his role in the capture of Martinique in 1762.

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Zurück wandern wir den Strand entlang, vorbei an den Luxus-Resorts Sandals und Landings – eine ganz andere Welt.

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Ein Strandstück ist durch die Zufahrt zum Privathafen des Landings Resort unterbrochen. Kein Problem, es gibt eine Dinghi Fähre, die uns zum anderen Ufer bringt.

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Und so landen wir mitten in der noblen Strandbar des Landings Resort, gerade als die Sonne untergehen möchte, und genehmigen uns „ausnahmsweise“ einen Sundowner der Luxusklasse. Milchshake oder Fruchtsmoothie und für die Erwachsenen Planters Punch, Landings Sunset und Erdbeer Daiquiri. Untermalt wird der traumhafte Sonnenuntergang von Jazzmusik.

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Unter weiter geht’s. Im Dunkeln den Strand entlang bis zum Ortsteil Gros Islet. Dort werden jede

n Freitag Abend drei kleine Dorfstraßen abgesperrt und Einheimische grillen Fisch, Fleisch und bieten Drinks an. Wir finden gleich am Ortsrand die richtige Grillerei für uns – kaum ausländische Gäste, hauptsächlich Locals sitzen auf den Holzbänken und genießen Goldmakrele, Baracuda und Red Snapper. Wir auch. (Und außerdem lernen wir eine neue Verwendung für „MASCHENDRAHTZAUN“ kennen. Daran hat Stefan Raab sicher nicht gedacht).

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Dann spazieren wir noch die anderen engen Gassen entlang, kaufen St. Lucia Krapfen und kosten Spicy Rum.

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Ein schöner Abschied von St. Lucia und der Rodney Bay, der wir als „Landfall“ nach dem Atlantik Crossing doch sehr verbunden sind.