sy starship

nothing's gonna stop us now


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19.07: Erste Probleme – Wasser im Boot

Fängt ja gut an. Unter mehreren Bodenbrettern finden wir Wasser. Die Bilgepumpe läuft gelegentlich an.

Detektivisch gehen wir die Ursachensuche an. Zuerst eine Wasserprobe. Okay, es ist kein Salzwasser, sondern Süßwasser.

Also leckt wohl irgendein Tank oder eine Zuleitung. Offensichtlich kommt das Wasser aus der Bugkabine. Dort befindet sich der große Wassertank Nr. 1, an den auch der Dessalator (unsere Wasseraufbereitung) angeschlossen ist. Wir kontrollieren jeden Schlauch. Schließlich finden wir das Problem. Der Schlauch des Dessalator ist für den Verteileranschluss zu groß. Die Schelle kann den Schlauch nicht auf die notwendige Größe zusammenpressen. Dort rinnt das Wasser aus.

Mit Teflon-Dichtungsband verstärken wir den Anschluss bis die Schlauchgröße erreicht ist, ziehen die Schelle wieder fest.

 

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Passt, sitzt und hat keine Luft mehr.


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18.07: ein STAUPLAN muss her

 

So und jetzt heißt es „VERSTAUEN“…

Die unzähligen Kisten mit Ersatzteilen, Gewand, Zubehör, Ausrüstung müssen gut verstaut werden, sodass nichts bei schwerem Wetter herumfliegen kann, alles trocken bleibt und jeder cm2 genutzt ist.

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Stundenlang schlichten wir die Kisten, wickeln Weinflaschen in Plastik, schlichten Proviant in Plastikkisten, Gewand in DryBags , räumen  wieder um, beschriften neu und besprechen das Ergebnis von vorne. Schließlich muss jeder wissen, wo die aufladbaren Batterien sind, die Brotbackmischung „Vollkorn“, die extra-dicken Gummiringerl oder die 4 Rollen anti-rutsch matten in hellgrün und grau.

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Neue Lage: 2 Tage (Dietmar) / 9 Tage (Uschi)

STATUS am SONNTAG ABEND (Lage: 3 Tage (Dietmar) / 10 Tage (Uschi)):

  • Katharinas Zimmer ist teilweise frisch (und zwar hellblau) ausgemalt und schon bis auf die Möbeln leer
  • die beiden große Schränke im Gang sind leer
  • das „Starshipzimmer“ ist leer! !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
  • … und daher ist das letzte Paket nach Belgien versandt
  • alle Schränke im Schlafzimmer sind leer, Gewand und sonstiges Zeug ist in Kisten verpackt und stapelt sich in Lukas Zimmer
  • das Badezimmer ist fast leer
  • die letzten Einkäufe bei Heimwerkergeschäften sind erledigt
  • die Waschmaschine war im Großeinsatz (denn alle Decken, Pölster, Teppiche, Vorhänge sind gewaschen und getrocknet)
  • sogar die Kleiderbügel  habe ich gesäubert
  • 4 Säcke mit Gewand für die Caritas stehen bereit
  • der Papiercontainer geht über
  • die Vorräte neigen sich dem Ende zu (sogar der Kaffee ist bald aus – kein Wunder)

und das Beste: auf der to-do-Liste sind gerade noch einmal 10 offene Positionen zur Erledigung in Österreich vorhanden.

Für Belgien ist allerdings noch einiges offen. Aber dafür fliegen Dietmar und Lukas ja bereits übermorgen – also am kommenden Mittwoch – nach Belgien, um sich um diese offenen Arbeiten zu kümmern.

Ich kann’s nicht glauben: Aber wir sind voll im Plan!

 


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MMSI – eine Odyssey

Die Rufnummer des mobilen Seefunkdienstes (Maritime Mobile Service Identity) ist eine neunstellige weltweit gültige Rufnummer des mobilen Seefunkdienstes zur Kennzeichnung einer See- oder Küstenfunkstelle im Global Maritime Distress and Safety System (GMDSS). Mit Hilfe der MMSI ist es somit über Digital Selective Calling (DSC) möglich, ein Seefunkgespräch mit einer bestimmten See- oder Küstenfunkstelle durchzuführen.

So weit – so gut.

Aber um eine solche MMSI (und auch ein Call Sign) zu erhalten, mussten wir zunächst einen Antrag bei der Fernmeldebehörde in Wien stellen, alle sendenden Geräte samt Typenbezeichnung und Frequenzbereich mitteilen und die Konformitätserklärung beilegen.

Das war schon die erste Hürde, denn bei einem gebraucht gekauften Boot finden sich schlichtweg nicht alle Unterlagen fein säuberlich geordnet neben dem Kartentisch.

Also mussten wir zunächst mühsam die genauen Typenbezeichnungen ausfindig machen (zum Teil durch Ausbau der Geräte) und dann die einzelnen Hersteller per Mail kontaktieren, um die Konformitätserklärung zu erhalten. Das hat wider Erwarten erstaunlich gut funktioniert. Alle – ausnahmslos alle wie Kannad, Raymarine oder Cobra – haben umgehend geantwortet und uns nach einigen Nachforschungen die notwendigen Erklärungen (die zum Teil bereits einige Jahre alt waren) übermittelt.

Somit ließ der Bescheid mit MMSI und Call Sign nicht lange auf sich warten.

Aber damit war es nicht getan.

Denn wie kommt nun die neue MMSI in die Geräte, denn nur dann machen EPIRB und GMDSS wirklich Sinn. Mit der alten MMSI des Voreigners würde ein Alarm unserem Boot gar nicht zugeordnet werden können. Und da es sich hierbei um eine so wichtige Sicherheitseinstellung handelt und augenscheinlich Missbrauch vermieden werden soll, ist es Eignern nicht möglich, nachträgliche Änderungen an der MMSI vorzunehmen. Das heißt: die erstmalige Einstellung kann durch den Eigner vorgenommen werden; jede weitere Änderung nur nach Vorlage des Bescheides und durch einen autorisierten Händler.

Also – nächste Hürde: Wie finden wir in Belgien (oder schließlich sonst wo in Europa) autorisierte Händler und wie kommen unsere Geräte in endlicher Zeit dort hin und zurück aufs Boot?

Einen Servciebetrieb für das Funkgerät zu finden war einfach – die BUKH in Bremen war ohnehin schon bei der Konformitätserklärung sehr hilfreich gewesen.

Aber für die EPIRB war es schwieriger. Erst beim dritten Anlauf konnten wir ASTRON nv in Antwerpen finden, ihnen das Gerät aus Wien zusenden und haben heute das Mail erhalten, dass sie am Montag die EPRIB nach Nieuwpoort senden werden.

SUPER. Ein großes Dankeschön an FRANK von ASTRON nv.

Wieder ein Hakerl (und zwar ein ganz ein großes Hakerl) auf der To-Do-Liste.


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HeckoGecko on tour

Für die liebe Kölner Familie auf der SY HECKOGECKO mit Heimathafen LELYSTAD, deren Reiseplanung nahezu identisch ist mit unserer, hieß es schon am vergangenen Sonntag „Leinen los!“. Jetzt, am Freitag um 19:00, waren sie genau auf der Höhe Nieuwpoort.

Wir freuen uns schon sehr, Sven, Riki, Jenne und Leif irgendwann im August und irgendwo an der portugiesischen Küste zu treffen.