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MMSI – eine Odyssey

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Die Rufnummer des mobilen Seefunkdienstes (Maritime Mobile Service Identity) ist eine neunstellige weltweit gültige Rufnummer des mobilen Seefunkdienstes zur Kennzeichnung einer See- oder Küstenfunkstelle im Global Maritime Distress and Safety System (GMDSS). Mit Hilfe der MMSI ist es somit über Digital Selective Calling (DSC) möglich, ein Seefunkgespräch mit einer bestimmten See- oder Küstenfunkstelle durchzuführen.

So weit – so gut.

Aber um eine solche MMSI (und auch ein Call Sign) zu erhalten, mussten wir zunächst einen Antrag bei der Fernmeldebehörde in Wien stellen, alle sendenden Geräte samt Typenbezeichnung und Frequenzbereich mitteilen und die Konformitätserklärung beilegen.

Das war schon die erste Hürde, denn bei einem gebraucht gekauften Boot finden sich schlichtweg nicht alle Unterlagen fein säuberlich geordnet neben dem Kartentisch.

Also mussten wir zunächst mühsam die genauen Typenbezeichnungen ausfindig machen (zum Teil durch Ausbau der Geräte) und dann die einzelnen Hersteller per Mail kontaktieren, um die Konformitätserklärung zu erhalten. Das hat wider Erwarten erstaunlich gut funktioniert. Alle – ausnahmslos alle wie Kannad, Raymarine oder Cobra – haben umgehend geantwortet und uns nach einigen Nachforschungen die notwendigen Erklärungen (die zum Teil bereits einige Jahre alt waren) übermittelt.

Somit ließ der Bescheid mit MMSI und Call Sign nicht lange auf sich warten.

Aber damit war es nicht getan.

Denn wie kommt nun die neue MMSI in die Geräte, denn nur dann machen EPIRB und GMDSS wirklich Sinn. Mit der alten MMSI des Voreigners würde ein Alarm unserem Boot gar nicht zugeordnet werden können. Und da es sich hierbei um eine so wichtige Sicherheitseinstellung handelt und augenscheinlich Missbrauch vermieden werden soll, ist es Eignern nicht möglich, nachträgliche Änderungen an der MMSI vorzunehmen. Das heißt: die erstmalige Einstellung kann durch den Eigner vorgenommen werden; jede weitere Änderung nur nach Vorlage des Bescheides und durch einen autorisierten Händler.

Also – nächste Hürde: Wie finden wir in Belgien (oder schließlich sonst wo in Europa) autorisierte Händler und wie kommen unsere Geräte in endlicher Zeit dort hin und zurück aufs Boot?

Einen Servciebetrieb für das Funkgerät zu finden war einfach – die BUKH in Bremen war ohnehin schon bei der Konformitätserklärung sehr hilfreich gewesen.

Aber für die EPIRB war es schwieriger. Erst beim dritten Anlauf konnten wir ASTRON nv in Antwerpen finden, ihnen das Gerät aus Wien zusenden und haben heute das Mail erhalten, dass sie am Montag die EPRIB nach Nieuwpoort senden werden.

SUPER. Ein großes Dankeschön an FRANK von ASTRON nv.

Wieder ein Hakerl (und zwar ein ganz ein großes Hakerl) auf der To-Do-Liste.

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