sy starship

nothing's gonna stop us now

22.07: Herbergssuche auf See

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Es ist 16:00 MESZ – 14:00 UTC.

Jetzt – nach der Querung des Kanals – würden wir gerne in Dover über Nacht bleiben. Über Funk erbitten wir „a berth to stay overnight – 46 feet, draught 2,1 m”. Sorry madam, we have just 1,9 m.

Das heißt, nach einem anderen Hafen suchen.

Brighton wäre gut, aber bis 4:00 früh zu segeln wollen wir nicht.

New Heaven ( etwa 10 sm vor Brighton) hätte 5 m Tiefe, aber „Sorry madam, fully occupied!“

Also, Eastbourne (immerhin auch noch 50 sm von Dover entfernt). Über Funk erreichen wir den Schleusenwärter. Ja, sie finden noch einen Platz am Besucherpontoon, auch um Mitternacht. Wir sollen uns nochmals über Funk melden, wenn wir 2 Seemeilen entfernt sind.

Wir richten uns auf eine Nachtfahrt ein. Schwerwettergewand gegen die Kälte. Spaghetti Carbonara gegen den Hunger. Nach Sonnenuntergang bergen wir die Segel. Wir setzen bereits die Fender und legen die Vorleinen bereit.
Vollmond macht die Fahrt einfacher.

Der Kälte wegen geben die Kinder w.o. und legen sich kurz vor Mitternacht in den Kabinen nieder.

Die Leuchtfeuer haben wir uns schon vorab notiert. Gegen Mitternacht erkennen wir das erste für uns wichtige Leuchtfeuer „Royal Sovereign“. Dann finden wir die Einfahrtslichter und kündigen nochmals über Funk unser Kommen an.

Die Hafenkarte im Bloc Marine 2013 ist deutlich, trotzdem sind wir aufgeregt, wie wir die Einfahrt in den uns unbekannten Hafen – noch dazu mit einer Schleuse – schaffen werden.

Karte EASTBOURNE

Ganz genau halten wir uns an die Positionslichter, passieren die grünen Blitze an Steuerbord, die ein altes Wrack absichern. Dann genau im gelben Schein auf die Einfahrt zu. Drei rote Blitze auf Backbord und drei grüne auf Steuerbord, dann die Schleuse. Ganz sanft steuert Dietmar die Starship in die Schleuse. Traude als „Running Fender“ sichert uns gegen die Schleusenwand ab. Wir machen längsseits fest, die Schleusentore zum Meere schließen, der Wasserspiegel in der Schleuse sinkt um 1,0 Meter, die Schleusentore zum Hafen öffnen sich und wir legen am Besucherpontoon fest. Es ist 01:00 am, ganz still und leise im Hafen.

Auf die Frage des Schleusenwärters, woher wir kommen, antworten wir „AUSTRIA“ und ernten ein ungläubiges Kopfschütteln. „Not often seen here“

Wir sind echt stolz, so eine Etappe hinter uns zu haben.

Ein super Gefühl!

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