sy starship

nothing's gonna stop us now

21.07: Hearst mi? jo! Siachst mi? na!

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Crossing the English Channel under foggy conditions.

WOW, WOW, WOW, war das spannend.

Ablegen um 7:30 in DUNKERQUE unter besten Bedingungen. Gute Sicht, 17 kn Wind aus NO. Die Fahrrinne ist mit Lateraltonnen in rot und grün gut markiert. Außerhalb dieser Zone sind Sandbänke und Wracks.

Sobald wir uns Calais nähern, wird die Sicht schlechter. Über FUNK Kanal 16 hören wir immer wieder die Warnungen von Dover Coastguard über die „reduced visibility – less than 2 nm“. Wir fahren in der Rinne des Schwerverkehrs mit Fähren und Frachtschiffen, aber immerhin parallel und nicht quer. Katharina, Lukas und Florian sind schwer beeindruckt, wie mächtig und bedrohlich groß diese Schiffe sind, von denen uns 2 nur wenige 100 m entfernt überholen.

Südlich von Calais setzen wir zur Querung des Kanals an. So schnell es geht müssen wir über die nördliche und dann die südliche Rinne fahren. Die Querung der ersten Rinne funktioniert ganz gut, aber bei der zweiten Rinne ist die Sicht noch schlechter geworden. Auf dem Plotter sehen wir 4 Frachter, die um ein vielfaches größer, schwerer und deutlich schneller sind als wir. Es gilt abzuschätzen, ob wir es mit unserem Kurs und unserer Geschwindigkeit schaffen, vor ihnen den Weg zu kreuzen oder wir vielmehr anluven und nach ihnen queren. Der Nebel nimmt uns jede Sicht. Das Heck der ersten beiden sehen wir nur mehr schemenhaft, als wir hinter ihnen kreuzen, bei den beiden anderen entscheiden wir uns zum Queren vor ihnen. Das wird knapp, wir fallen ab, um Geschwindigkeit und etwas Abstand zu gewinnen. Im Nebel hören wir die Nebelhörner laut tutten, sehen aber nichts. Auf dem Plotter stoßen wir schon fast zusammen, das Tutten kommt näher, aber wir hören es immer mehr von achtern. Geschafft. Aber was ist das? Auf dem Plotter kommt seitlich eine Fähre, die nach Dover fährt. Wir luven wieder an, um aus der ihrer Fährrinne zu kommen. Wie von Geisterhand taucht hinter uns dass die MY FERRY auf. Bedrohlich groß. Aber wir kreuzen hoch am Wind und nehmen uns aus der „Schusslinie“.

Wir checken nochmals GPS-Koordinaten, aber wirklich: wir sind drüben. In weniger als zwei Stunden haben wir den Kanal passiert. Wie auf Kommando verschwindet der Nebel und vor uns erstrahlt die englische Kreideküste. Sonnenschein, Traumwetter, kein bisschen Nebel mehr.

Wir sind unglaublich stolz, diesen Nervenkitzel so gut bestanden zu haben.

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