Damit ich auch von unterwegs kurze Meldungen senden kann.
Archiv nach Autor: Ursula
Mein erster EMAIL-Eintrag am 15.06.2013
Einsegeln… die 2.te
12:00 Uhr: Heute weht der Wind. 6 Bft mit Boen um die 8 Bft.
15:00 Uhr: Nur mit der Sturmfock allein zeigt sich bald, dass die Abtrifft zu groß ist. Das heißt dann wohl das Großsegel setzen – im 2.ten Reff, denn das 3.te ist noch nicht eingebunden.
19:00 Uhr: Aus 30 Kn Wind sind mittlerweile 40 Kn Wind geworden – und das gegenan. Der Weg zurück ist mühsam und anstregend.
Ich checke von hier nochmals den DWD. Es sind für Belgien keine weiteren Verschlechterungen angesagt.
22:45: Sie sind wieder im Hafen – aber ziemlich geschafft. Jetzt mus ein riesiger Topf Spaghetti her, damit die Kräfte wieder zurückkehren.
Einsegeln…
Endlich, nach einigen Tage nur „Probleme lösen, von denen man(n) vorher gar nichts wusste“, war jetzt der erst Segeltag angesagt:
Bei bestem Wetter und Wetter konnten Dietmar und Mathias gegen Mittag ablegen und haben immerhin bei 10-17 kn Wind gute 7-9 Kn Fahrt gemacht.
Und auch ein paar wichtige Findings:
a) Das Babystag ist nun weggebunden, damit die Genua besser über kann.
b) Das neue Großfall von SHIPSHOP hat zuviel Dehnung; es hält nicht im Block und muss aktuell über die Winsch gezogen werden. Das geht gar nicht.
c) Die Reffleinen fürs Groß waren falsch gezogen. Beim Umlegen zeigte sich dann, dass die Reffleinen (no na) unterschiedlich lang sind. Also werden wir wohl die Reffleinen nochmals durch Mast und Baum ziehen müssen.
d) Das Einholen von Groß und Genua geht auch noch ein wenig streng von der Hand. Möglicherweise, weil die Segel noch sehr steif sind. Das werden wir noch ordentlich üben müssen. Ein Rollgroß verwöhnt…
e) Der Parasailor zieht gut, macht aber auch ganz schön viel Arbeit.
Beide waren nach dem ersten Segeltag mit 10 Stunden am Wasser ganz schön geschafft.
Sie schwimmt!
Tabula rasa
Das Schiff klar machen für die große Reise – keine Frage.
Aber eigenartigerweise reparieren wir bei unserem Haus auch noch alles, was in den letzten Monaten offen geblieben ist, und entrümpeln kräftig und kartonweise.
Heute wurde die kaputte Dreifachglasscheibe in Lukas Zimmer getauscht.
Kein einfaches Unterfangen, wie die Bilder zeigen, denn ein Gartenzaun, viele Büsche und ein Stahlsteg standen immer im Weg.
Neue Lage: 39 Tage
… und die Bestellungen bei den diversen Marineausstattern und bei Möbelhäusern werden immer länger.
Wie gibt es denn das?
In der vergangenen Woche haben wir bestellt:
2 Leuchtfakeln in weiß
3 Feuerlöscher
1 Klapprad SEATEC-CITYBIKE
1 Minikompressor
1 WLAN-Verstärker für Mac
2 weitere Automatikwesten
10 Leitösen für unsere Leesegel
3 m Relingsnetz für Obst und Gemüse
10 Plastikisten vonm IKEA (Samla, Trofast)
10 Winkel
1 Buchstütze
10 Lampen 10W/G4
Gummiringerl dünn und dick
1 TB Festplatte
1 external Speaker für unser Cobra Funkgerät
Damit sollten wir nun alles beisammen haben. Fürs erste.
Denn noch haben wir keine Lösung, woher wir die 200 m Leine nehmen, die wir für unseren Treibanker bräuchten.
Austria – no kangaroos
Der Rückflug von Belgien war der lustigste Flug überhaupt.
Den Kindern habe ich in den letzten Monaten immer wieder eingetrichtert, dass sie jede Gelegenheit nutzen sollen, um Englisch zu reden. Unter anderem erklärte ich ihnen, dass sie – wenn wir weiter weg sind – auf die Frage „Where are you from?“ mit der Antwort „Austria“ wenig erreichen würden, weil ohnehin jeder „Australia“ verstehen würde und daher immer ergänzen sollen „No kangaroos“.
Und da Lukas und Katharina alleine saßen (und Florian und ich in einer anderen Reihe), fingen die beiden sofort ein Gespäch mit dem „benachbarten“ Belgier (etwa 50 Jahre alt) an und antworteten brav: „We are from Austria, no kangaroos“.
„No kangaroos“.
Das wäre wohl auch ein guter Name für unser Boot gewesen.










