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nothing's gonna stop us now

2021 – Fast ein Lima-Drama

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Nach zahlreichen Diskussionen, ob nun Sardinien oder Griechenland, entscheiden wir uns Anfang August für Sardinien und planen alles für den Sommertörn genauest:

Ankommen in Marina di Ragusa am Freitag Nachmittag, Lieferung der neuen Matratzen am Freitag Abend, letzte Einkäufe im Supermarkt und Ablegen am Samstag in den Morgenstunden mit dem Ziel Sardinien. Wind und Welle passen.

Nur kommt es natürlich nicht so.

Schon bei der Anlieferung der neuen Matratzen wundere ich mich über die Länge und Breite. Mit freiem Auge ist erkennbar, dass das etwas nicht stimmt. Sofort lege ich die erste Matratze in unsere Kabine. Da fehlen auf allen Seiten 3-5 Zentimeter. Bei der Bugkabine ist es nicht anders. Auch da passt die Form überhaupt nicht. Wir schicken die Matratzen sofort zurück. Wäre ja kein Problem, wenn wir eben nicht bereits 2 Matratzen zerschnitten hätten. Gut, damit kommen wir auch durch, dann segeln wir halt nur die 4 Matratzen und Traude bekommt in der Bugkabine ein Provisorium.   

Noch ärgerlicher ist, dass die Ankerwinch (sure, ready until beginning of august) natürlich nicht repariert ist und irgendwo auf Festland Italien liegt. Noch am Flughafen in Wien vereinbaren wir mit Toti, unserem Servicemann, dass er versucht eine neue Quick Aleph Ankerwinch aufzutreiben, anstatt auf die Reparatur zu warten. Er schafft das sogar und die neue – vom Model her idente – Quick Aleph 1000 Watt 1012D wird Dienstag Abend geliefert und von ihm am Mittwoch am Abend eingebaut. Super, alles gut, bis sich herausstellt, dass die Abmessungen der Bohrlöcher zwar passen, aber die Gewinde zum Befestigen der Winch erst 1,5 cm später beginnen als bei der alten. Wir bräuchten sozusagen 1,5 cm dicke Beilagscheiben. Aber wer hat das schon? Und wäre das dieselbe Stabilität? Die nächste Idee ist, eine Inox-Platte mit den Bohrungen zu versehen und als Distanzhalter einzubauen. Ein paar Telefonate (es ist mittlerweile 20:00 Uhr) später klar, die Idee ist gut, aber nicht bis morgen umsetzbar. Was nun? Wir hätten da doch noch diese kleine, starke, mehrfach geleimte Mehrschichtplatte, die Dietmar beim Zuschneiden von Sunbrellastoffe als Unterlage verwendet, damit das Hotknife keine Brandflecken hinterlässt. Die ist genau richtig. Am Steg wird die Form ausgesägt, die Löcher gebohrt und die Winch befestigt. Sitzt, passt und hat nirgendwo mehr Luft. Sofort wird die neue Winch getestet. Und nichts passiert. Nein, wie denn das? Wir tippen auf der Remotecontrol „UP“ und „DOWN“ – nichts. Keine Regung. Sie ging doch noch vor zwei Wochen? Aber was haben wir aus dem Lima-Drama gelernt – erster Schritt der Fehlersuche: gehen alle Sicherungen noch? Und genau das ist die Lösung. Eine kleine 10 Ampere Sicherung beim Relais. Wir tauschen die Sicherung, tippen nochmals „DOWN“ und genießen das laute Geknarze der Ankerwinch wie selten zuvor. Los kann es gehen.

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