sy starship

nothing's gonna stop us now

15.09: „Thumbs up“

2 Kommentare

Wir liegen ja gerade in einem kleinen Hafen an einer Mooring, der wir nicht sonderlich vertrauen.

Der Windmesser steht auf 5 Bft und dieser Hafen ist leider für seine starken Fallwinde bekannt.  Wir haben schon über Funk mit dem Marinaoffice gesprochen, ob sie eine freie Berth für uns haben, aber es dauert noch.

Traude soll – während wir auf ein Go der Marina warten – mit den Kindern einen Ausflug machen. Nur, dass einer von uns beiden mit dem Dinghi die vier an Land bringt, geht natürlich nicht, denn was sollten wir dann mit dem Dinghi machen. Bei 5 – 6  Bft und noch stärkeren Böen beim Anlegen in der Marina hinterher ziehen? No way.

Nun, dann…

Dann gibt es nur eine Lösung. Lukas muss das Dinghi an Land steuern. Mit Traude und Kathi an Bord. Florian bleibt bei uns, weil die Marina signalisiert, dass es nicht mehr lange dauert, und er uns helfen will.

Die Strömung ist stark im Hafenbecken. Die Böen rasen den Berg hinunter. Die Bedingungen sind alles andere als einfach, um das Dinghi in den Hafen zu steuern.

Lukas, Kathi und Traude ziehen die Schwimmwesten an, steigen ins Dinghi und Lukas macht sich bereit, den Motor zu starten. Beim zweiten Versuch schafft er es, Katharina wirft die Leinen los und …. der Motor stirbt ab. Die drei treiben ganz schnell einige Meter von der Starship ab. Lukas bleibt ganz ruhig. Leerlauf hinein. Joker raus. Motor starten. Wieder zwei Versuche. Beim zweiten passt es. Lukas sitzt total konzentriert im Dinghi. Nur ein kurzes „Daumen hoch“ zur Mama, und ab geht es mit dem 9,8 PS Dinghi Motor in die Marina.

Dort legt er an. Alles bestens.

Im Hafen herrscht geschäftiges Treiben. Segler, Seglerinnen, Skipper und Skipperinnen nutzen den Tag, um das eigene Boot startklar zu machen, die Spuren der vergangenen Überfahrt zu beseitigen, Wäsche aufzuhängen oder einfach nur ein paar Worte mit den Nachbarn zu wechseln.

Dann aber meldet die Marina, dass wir noch zwei Stunden warten müssen, und so bitten wir Lukas, wieder zur Starship zu fahren, um Florian zu holen.

Alle drei steigen wieder ein. Lukas startet den Motor, gibt Gas, Kathi wirft die Leinen los. Und wieder passiert es. Der Motor stirbt ab. Wieder treibt das Dinghi ab. Dieses Mal läuft es aber Gefahr, auf andere Boote aufzufahren. Die 5 Skipper der umliegenden Yachten, die gerade noch so geschäftig an ihren Booten werkten, starren gebannt auf den blonden Buben mit der knallorangen Schwimmweste. Was jetzt?

Lukas bleibt so unglaublich cool.

Er hat noch knapp 3 Meter. Keine Panik. Sondern wieder so wie gelernt. Leerlauf rein, Joker raus, Gas auf Restart. Und mit aller Kraft starten. Beim zweiten Versuch schafft er es wieder. Aus Sorge vor einer Wiederholung gibt er ein wenig zu viel Gas und das Dinghi zischt in die Höhe. Aber gleich hat er es wieder im Griff und ohne auch nur irgendeine Yacht zu berühren, manövriert er das Dinghi aus dem Berthingbereich wieder zu unserem Mooringplatz. Und wieder „Thumbs up!“. Dieses Mal zu den anderen SkipperInnen.

Lukas, wir sind so unglaublich stolz auf dich. Das war eine großartige Leistung.

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2 Kommentare zu “15.09: „Thumbs up“

  1. Hallo Lukas, im richtigen Moment das Richtige getan. Auch wir sind sehr stolz auf dich!!!!
    Bussi Oma und Opa

  2. Alle Daumen von uns hoch für dich Lukas! Super gemeistert! Echt cool!!!!!
    Auf diesem Wege liebe Uschi alles Liebe und Gute zum Geburtstag von uns allen!!

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