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nothing's gonna stop us now

30.07: Schwerwettersegeln

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Der Starkwind fesselt uns förmlich an Poole, einst die fünft größte Hafenstadt in England.

Alleine schon 6 Bft Wind im geschützten Hafen machen uns die Entscheidung leicht, nicht weiter zu segeln, auch wenn jede Nacht im Hafen mit 53 Pfund eine ziemliche Belastung unseres Budgets darstellen.

Am 30.07 nimmt der Wind ein wenig ab, die dicke Wolkendecke reißt auf, der Dauerregen lässt nach und sogar die Sonne kommt durch. Der Windfinder verspricht nur 20 Kn Wind, in den Böen ein wenig mehr. Und auch Metoffice sagen weniger Wind und moderate Wellenhöhe vorher.

Wir wagen wieder einen Versuch.

Gegen 14 Uhr legen wir ab. Die ersten zwei Stunden bei 15 kn Wind passen gut und gegen 16 Uhr passieren wir die Bucht von Swanage. Der direkte Weg in die Bucht von Weymouth bleibt uns verwehrt, denn sehr unangenehme Rip Tides mit kurzen, sehr hohen Wellen versperren uns den Weg (gelber Stern auf der Karte). Daher müssen wir einige Seemeilen hinaus in die hohe See.

Der errechnete Waypoint zur der Wende auf Steuerbordbug kommt nur langsam näher, denn mittlerweile haben wir konstant 26 kn Wind, Böen um die 30 Kn, die Sicht ist miserable und die Wellenhöhe bei 2,5 m, wenn nicht sogar höher. Wir segeln hoch am Wind. Die Starship schlägt es rauf und runter. Mit Lifeline und Lifejacket sichern wir uns im Cockpit ab.

Wir reffen mehrmals die Genua und natürlich auch das Großsegel. Jedes Mal Reffen bei diesen Bedingungen heißt schwerste Arbeit.

Als dann der Wind sogar noch westlicher dreht und uns die Chance nimmt, auf einen Schlag nach Weymouth zu kommen, beschließen wir, zurück zu segeln (grüner Pfeil). Auf „Halbwindkurs“ mit dem Wellen, die einen anschieben, ist alles gleich leichter, auch wenn wir weiterhin kaum sehen, wohin wir segeln. Ohne Plotter hätten wir keine Chance.

Swanage

Die nächste Zuflucht ist Swanage Bay.

Gegen 19 Uhr nehmen wir das rote Leuchtfeuer von Swanage Bay wahr, bergen die Segeln, fahren unter Motor zwei Runden in der Bucht, finden eine passende Mooring und fallen recht erschöpft in den Salon.

Aber Hauptsache, den Kindern geht es gut und sie sind guter Dinge. Zur Belohnung, dass sie so brav durchgehalten haben, gibt es unser übliches “Schwerwetter-danach-Essen“, nämlich Vanillepudding und Schokoladepudding.

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