sy starship

nothing's gonna stop us now


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08.09 – 11.09: Lissabon – Porto Santo (Madeira)

Um 10.30 Uhr starten wir von Lissabon. Zunächst wenig Wind, wir setzen volle Segeln. Aber schon nach 30 Minuten fängt es zu blasen an. Schnell ist das erste Reff im Groß und kurze Zeit danach das zweite Reff. Auch die Genua wird ein wenig gerefft. Die Windrichtung „Nordwesten“ passt, aber die Wellen sind hoch und kurz. Es schaukelt sehr stark. Bei vielen Wellen müssen wir uns an der Reling festhalten, um nicht von den Cockpitsitzen auf die andere Seite zu rutschen. Keine Frage, dass wir  neben den Lifejackets natürlich auch mit den Lifelines im Boot gesichert sind. Gelegentlich treffen Wellen so ungünstig gegen den LUV-Bug, dass die Gischt überschwappt und uns gehörig duscht. Dietmar und ich, die wir zumeist hinter Steuerrad und Plotter sitzen, sind zur Belustigung der Kinder die primären Zielobjekte dieser Riesenwellen.

Dann gegen 12.00 Uhr melden sich HeckoGecko über Kanal 16 (resp. 77). Sie sind – wie vereinbart – etwa 30 Minuten nach uns gestartet und haben nun beschlossen, in den Hafen zurück zu kehren. Die Bedingungen sind für die Crew mit zwei Kindern von 9 und 3 Jahren zu hart. Am Dienstag sollen sowohl Wind als auch Welle geringer sein.

Wir diskutieren kurz, ob wir auch umkehren sollen. Einerseits wollen wir sie nicht hängen lassen, andererseits sehen wir die Bedingungen als machbar an und wollen natürlich diese Gelegenheit nicht verstreichen lassen, auch für schwierige Bedingungen zu „trainieren“. Außerdem ist unsere STARSHIP eben kein Boot, das bei geringem Wind in Fahrt kommt. Unter 10 Knoten scheinbarer Wind tut sich bei uns gar nichts. Also melden wir über Funk zurück, dass wir nicht umkehren, einander gegen Ende der Woche in Porto Santo sehen werden  und stellen uns auf eine „einsame“ Fahrt ein.

So einsam ist die Fahrt jedoch am Anfang nicht. Im „Windschatten“ eines großen Frachters setzen wir das dritte Reff ins Großsegel. Während wir das erste und zweite Reff aus dem Cockpit aus bedienen können, müssen wir für das dritte Reff zuerst zum Mast vor, um die Kausch am Baum zu befestigen und dann in einem Balanceakt die Reffleine samt Karabiner aus dem Baumende fischen und an dem umherschwingenden Achterliek des Großsegels festmachen.  Ein „jetzt-heißt-es-Zähne-zusammen-beißen“ Manöver!

Eigenartig ist nur, dämmert uns nach dem erfolgreichen Manöver, dass wir den Frachter auf unserem Plotter nicht gesehen haben. Auch die nächsten zwei sehen wir nur in Natura, aber nicht auf dem Plotter. Hat unser AIS ein Problem? Dietmar hängt sich in die Steuerbordbackskiste und meldet zurück: „Powerlampe“ leuchtet nicht.  Drei Minuten später sitzt Dietmar mit Stablampe, Schraubenzieher und dem Voltmeter in der Backskiste – bei 25 Kn Wind und ca. 2,5 Meter hohen Wellen. AIS wird nicht mehr mit Strom versorgt. Uns bleibt wenig Zeit, uns Gedanken zu machen, warum das so ist. Vielmehr brauchen wir eine Lösung, denn eine Nachtfahrt ohne AIS nur mit Radar ist wesentlich aufwändiger. Denn AIS zeigt nicht nur Größe und Geschwindigkeit eines Schiffes an, sondern auch genau den Kurs und den Kursvektor, sodass wir leicht ausrechnen können, ob wir auf Kollisionskurs sind oder locker davor oder dahinter kreuzen können. Der Zufall hilft. Am Vortag hat Dietmar noch eine provisorische Ankerbeleuchtung gebastelt, deren Kabel am 12 Volt-Anschluss der Cockpitlampe im Cockpittisch hängt. Kurzerhand montiert Dietmar dieses Ankerlicht ab, verlängert  und verlegt das Kabel in die Backskiste und schließt das AIS-Gerät über die Ankerleuchte an den Strom an. Funktioniert für die nächsten drei Tage hervorragend (auch wenn Dietmar diese „russische“ Konstruktion selbst nicht sehr schätzt).

Die erste Nacht verläuft gut. Viel Wind, hohe Wellen, wir kommen mit 7 kn SOG gut voran. Lukas und Katharina geht es ausgezeichnet, sie liegen quer in ihrer Kabine und können gut schlafen. Florian und Traude füttern die Fische. Nicht einmal, sondern öfter. Eine Decke, Schoten und der Cochpittisch, die sich der Fütterung in den Weg stellen, kriegen einiges ab. Notdürftig versuchen wir zwischendurch das Deck mit Salzwasser zu reinigen, verkeilt im Cockpit, um die Hände fürs Arbeiten frei zu haben. Für beide müssen wir daher ein Nachtlager im Cockpit einrichten, eine Nacht unter Deck wäre undenkbar. Florian wird angeleint und zugedeckt, Traude hängt förmlich im Niedergang. Aber wie durch ein Wunder erholen sich beide bis Mitternacht und können danach im Salon und in der Bugkabine schlafen. Dietmar und ich teilen uns die Nachtwache. Die erste Nacht ist – zugegeben -anstrengend. Und beide sind wir etwas geschafft.

Der zweite Tag verläuft deutlich besser. Der Wind ist unverändert stark, die Wellen lassen ein wenig nach, aber die Sonne versteckt sich hinter grauen Wolken. Traude geht es mittlerweile so gut, dass sie bereits eine Nachtwache von 21:00 bis 23:30 und eine weitere von 06:00 bis 08:00 übernehmen kann. Unser Kurs ist unverändert. Die Geschwindigkeit schwankt zwischen 6 und 6,5 Knoten SOG.

In den Morgenstunden des dritten Tages beginnt der Wind ein wenig zu drehen. In Richtung Nordosten. Und er nimmt auch ab. Diese Kombination zwingt uns, immer mehr anzuluven, um weiterhin einen konstanten raumen Kurs zu segeln. Das ist aus unserer Sicht für die Kinder und Traude die bequemste Variante, das Boot nimmt dank der Geschwindigkeit die Wellen in einem günstigen Winkel, die Segel sind gut mit Wind gefüllt, nichts knarzt oder schlägt. Immer mehr kommen wir daher vom Kurs ab, obwohl wir sehr aufmerksam segeln und jede Windböe nutzen, um wieder – wenn auch nur für kurze Zeit – ein paar Grad mehr abzufallen, um Strecke gut zu machen. Das dritte Reff haben wir schon am zweiten Tag wieder aufgemacht, jetzt lösen wir auch das zweite Reff und setzen die Genua zur Gänze.  Trotzdem – alles hilft nichts – und unsere Geschwindigkeit sinkt immer mehr auf nur 5- 5,5 Kn SOG. Die Wolkendecke wird dicker und grauer. „Dietmar, wir sollten reffen“, meine ich mit Blick auf den dunkelgrauen Streifen hinter uns. Kaum stehen wir mit einem Aufschießer im Wind und haben das zweite Reff gesetzt, setzen die Böen mit 30 Kn wieder ein, natürlich gemeinsam mit Regen. Süßwasserdusche. Zweimal noch ziehen Regenwolken über uns. Der dritten, die wir auf dem Radar rechtzeitig etwa 3 sm östlich sehen, können wir ausweichen (kostet uns aber wieder ein paar Grad).

Auch bei der dritten Nachtwache kommt Traude wieder zum Einsatz. Nach Mitternacht übernehmen abwechselnd Dietmar und ich. Nachdem der Wind immer schwächer wird und nur noch 10 kn scheinbarer WInd von achtern vorhanden ist, entscheiden wir schweren Herzens, die Segeln zu bergen und den Motor zu nehmen.  Direkter Kurs auf Porto Santo.

Der vierte Tag bricht an und bringt Sonnenschein und herrliches Wetter. Endlich können wir uns aus Schwerwettergewand und Stiefeln schälen, die wir wg Kälte in der Nacht und Regen die meiste Zeit auf Deck anhatten. Der Temperaturunterschied zwischen Portugal und der Gegend von Madeira ist mehr als deutlich zu spüren. Und dann gegen 10 Uhr heißt es erstmals:

„LAND IN SICHT“!!!!!!!!!

Land in Sicht

Das motiviert uns so sehr, dass wir, als der Wind noch einmal etwas zunimmt, den Parasailor setzen und wieder 6 – 7 Kn Fahrt machen. Das ist – vor allem nach den harten vergangenen Tagen – ein Genuss schlechthin. Sonne, Wind, wenig Welle und das knallrote Segel.

Gegen Mittag besucht uns zur Begrüßung eine Gruppe von Delfinen.

Delfine

Und in der untergehenden Sonne erreichen wir Porto Santo.

Porto Santo

Eigentlich wollten wir in der Bucht vor dem Hafen ankern, aber in der Dunkelheit können wir kaum andere Boote ausnehmen, die schon ankern. Also entscheiden wir uns, in die Marina zu fahren. Dort drehen wir zwei Runden, weil wir weder am Besucherpontoon noch im Ankergelände einen Platz finden, wollen wir schon umdrehen, da schreit Lukas:  „Da hinten, das ist noch eine Mooringboje!“. Super gesehen, Lukas. Wir schnappen uns diese letzte, machen uns mit zwei Festmachern an und …

SIND ALLE SUPER STOLZ, die ZWEITE MEHRTAGESETAPPE in 3 Tagen  und 11 Stunden  GESCHAFFT ZU HABEN!

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07.09: auf zur Columbus Insel

Eine längere Etappe steht an – 480 sm von Lissabon nach Porto Santo (einer Madeira vorgelagerten Insel).

Die Wind- und Wettervorhersage klingt vielversprechend. Jede Menge Wind aus Nordwesten, viel Sonne und Welle von achtern. Sogar hier im Hafen bläst uns der starke Wind um die Ohren.

Dok1

Wir rechnen derzeit mit einer Geschwindigkeit „Speed over Ground“ von etwa 6 – 6,5 Knoten und damit sollten wir die Strecke in 3 1/2 Tagen schaffen.

Wir segeln wieder gemeinsam mit HeckoGecko. Das hat sich ja bewährt. Und nach diesem bewährten Muster gibt es heute Nachmittag die Vorbesprechung mit aktuellen Wetterdaten und die Diskussion über den besten Zeitpunkt zum Ablegen.

Also, morgen um 10 Uhr geht es los.

Jetzt um 21 Uhr Ortszeit herrscht noch reger Betrieb an Bord. Dietmar und Jo von der SY sMILES (ein Motorspezialist) stecken kopfüber im Motorraum. Jo prüft noch einmal den Keilriemen. Wir putzen die Abdeckung des Keilriemens. Jetzt soll es besser klappen. Zwischendurch geht aber noch einmal der Alarm der Starterbatterie an. Genau unser Problem. Wieder prüfen wir, ob die Starterbatterie ausreichend lädt. Leerlauf rein, Motor an, 1.000 Touren, 1.500 Touren, 1.800 Touren. Batterie lädt.

So kann es morgen losgehen.


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03.09 – 06.09: Lisboa

Wir gönnen uns den Luxus eines HopOn/HopOff Tickets für 48 Stunden. Mit dem YellowBus-Ticket „erfahren“ wir die Stadt – kreuz und quer. Dazwischen gibt es Spaziergänge und kleine Pausen. Über Kopfhörer erfahren wir Interessantes zur Stadt, der Geschichte, den Sehenswürdigkeiten und auch den Gepflogenheiten der Lissaboner EinwohnerInnen. Viel Inhalt für in Summe € 50.

YELLOW

Wir fahren mit jeder Linie, sogar zum Teil zwei oder drei Mal. Denn wir müssen auch einige Erledigungen in einem Bootszubehörgeschäft erledigen, und das liegt genau zwischen der Zugstation BELEM und der Haltestelle 16 der blauen Linie.

Lisboa 5

Lisboa 4

Lisboa 3

Lisboa 2

Lisboa 1

LIS5

LIS3

LIS4

 

 


Ein Kommentar

02.09: Cascais

Traumhaftes Wetter, Sonne, kein Wind. Wir liegen vor Anker in Cascais (etwa 12 nm vor Lissabon).

Die Kinder üben für die sehr umfassende Dinghi-Prüfung. Dazu gehört auch: Dinghi ohne Hilfe der Eltern wassern.
Dinghi 2

Dinghi 1

Dann rudern sie zwischen den einzelnen Booten umher (muss ja bekanntlich auch beherrscht werden), besuchen die Bootskinder von Enterprise und HeckoGecko und genießen endlich einmal „Urlaub“. Traude wird zum Ufer gerudert und erledigt den „kleinen“ Bordeinkauf – mittlerweile fixer Bestandteil von Traudes Aufgaben.

Und Dietmar und ich?

Wir liegen im Motorraum.

Gestern beim Ablegen von Peniche hat der Motor schon bei geringer Tourenanzahl neben dem dumpfen und uns sehr bekannten Motorgeräusch ein hohes Klirren (u) / Klinsern (d) von sich gegeben. Nachdem wir keinen offensichtlichen Mangel finden konnten, fuhren wir vorsichtshalber nur mit 1.000 bis 1.400 Touren. Leider ging dann auch das Kontrolllicht des Ladereglers an und die Anzeige der Starterbatterie blieb auf mageren 12,4 V stehen (wo sie doch unter Motor auf 12,8 V klettern sollte). Und „on Top“ sank die Tourenanzeige auf „0“. Einfach so.

Über Funk hielten wir Rücksprache mit Sven und Olaf. Deren Tipp bestätigte Dietmars Einschätzung: „Der Keilriemen“.

Wir kamen daher viel später als die anderen in Cascais an.

Heute widmen wir uns dem Problem. Dazu müssen wir die Hinterwand im Innenraum der Spüle abmontieren, denn nur über den Innenraum der Spüle kommen wir zu jenen beiden Schrauben an der Lichtmaschine, mit denen man den Keilriemen spannen kann. Dietmar zwängt sich in den engen Innenraum und spannt den Keilriemen um insgesamt 3 mm an.

Motor 1

Motor 2

Das, was sich hier in 2 Sätzen beschreiben lässt, dauert natürlich wieder 2 Stunden. Wir testen danach den Motor bei Leerlauf, die Starterbatterie lädt wieder auf 12,8 V, der Keilriemen quietscht doch noch ein wenig. Das müssen wir weiter beobachten.

Aber gut! Jetzt, wo wir schon im Motor sitzen, kontrollieren wir gleich auch noch den Getriebeteil, die Anschlüsse bei der Lichtmaschine, putzen den Motorraumboden und fertigen eine neue Halterung für die Lärmdämmung an. Mit Sägen, Schrauben, Bohren, Kleben. Wie üblich sieht es im Salon und im Cockpit aus wie in einer Werkstätte. Schließlich ist es fast 15 Uhr.

Da ist schon etwas Wahres dran an dem gängigen Seglerspruch:“ Eine Segelyacht zu besitzen heißt, an den schönsten Orten der Welt zu reparieren“.


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30.08: Ilha de Berlenga

Am späten Nachmittag erreichen wir die Ilha de Berlenga – leider 20 nm unter Motor, weil einfach zu wenig Wind ist.

SY sMILES ankert bereits in der Bucht.

SY sMILES Ilha

Die deutsche SY ENTERPRISE hat sich eine Mooring geschnappt. Kurz nachdem wir zwischen den beiden Yachten geankert haben (mit 80 m Ankerkette auf 20 m Tiefe), kommt die Crew der Enterprise auf einen kurzen Besuch zu uns.

Besuch Enterprise

Besuch Enterprise 01

Der Ankerplatz ist idyllisch – keine Frage. Der Schwell vom Atlantik ist aber – ehrlich gesagt – schon eine Bürde. Obwohl unsere STARSHIP für gewöhnlich sehr ruhig im Wasser liegt, schaukelt es uns hier wie in einer Kinderwiege.

Für die Nacht teilen wir Ankerwache ein: zu dritt alle halbe Stunde, sodass jeder von uns zwischen den Kontrollen 1 ½ Stunden Schlaf hat. Aber es kommt anders. Gegen 23 Uhr – bevor wir zu Bett gehen wollen – spüren wir ein Rucken im Anker. Der Wind hat zugenommen. Wir sind unsicher, ob der Anker hält. Mit 80 m Ankerkette haben wir überhaupt keine Erfahrung, kein Gespür dafür, wie sich die Ankerkette und die entsprechenden Geräusche verhalten sollen. Also ändern wir den Modus der Ankerwache. Abwechselnd für 1 1/2 Stunden schlafen Dietmar und ich an Deck. Gegen die Kälte tragen wir Schwerwettergewand und Stiefel und decken uns mit dem Schlafsack zu. Der Wecker auf dem Handy ist auf 20 Minuten eingestellt. 20 Minuten Schlaf, dann Sichtkontrolle und Plotterkontrolle. Dann wieder 20 Minuten Schlaf bis 1 ½ Stunden vorbei sind. Zu wirklich viel Schlaf kommen wir nicht. Vor allem auch deswegen, weil der Wind ab 2 Uhr früh zu drehen beginnt. Der Wind dreht dann in den nächsten Stunden um 120 Grad, zum Glück immer ablandig. Trotzdem zieht die STARSHIP aufgrund der langen Ankerkette große Halbkreise um den Anker (rot/orange Markierung), umso mehr als wir den Anker bei wenig Wind ausgebracht hatten und die Ankerkette, als der Wind zunimmt, viel mehr auf Spannung geht.

Plotter

In der Früh stehen wir genau wieder dort, wo die nächtliche Wanderung ihren Ausgangspunkt genommen hatte. Kein Wind mehr, sonnig und alles bestens. Aber wir sind etwas geschafft – Schwell und Ankerwache zusammen ermüden sehr.

Nach Bordschule am Vormittag (Perfekt und Präsens) gibt es einen Dinghiausflug zur Cova do Sono und zum Forté de Sao Joao Batista.

Ilha_03 Ilha_02 Ilha_01 Fort Ilha

Beim Ablegen am Nachmittag zeigt sich, dass unsere Sorge um den Anker unbegründet war. Sogar als nur noch 40 m Ankerkette draußen sind, ist es Schwerstarbeit, den Anker einzuholen. Aber besser einmal so als anders.