sy starship

nothing's gonna stop us now


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2019 – Westsizilien im Schnelldurchlauf

Die Enterprise hat nur noch 10 Tage Zeit, also haben wir einen durchgetakteten Törnplan.

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TRAPANI:

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FAVIGNANA/LEVANZO:

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MARSALA:

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SCIACCA:

In Sciacca treffen wir unsere niederländischen Freunde Marlen und Frans von der SY AURORA.

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EMPEDOCLE:

LICATA:

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2019 – Sizilien – Pleiten.Pech.Pannen.(Peinlich)

Am meisten ärgern ja die selbst verschuldeten Pleiten.Pech.Pannen.

Schon während der Überfahrt hinterfragt Lukas, warum auf der Plotterkarte keine Tiefenangaben mehr zu finden sind. Is‘ halt so.

Als wir nur mehr wenige Seemeilen vor Marettimo sind, wollen wir in die Karte zoomen, um einen Ankerplatz zu finden. Aber Marettimo und der Rest von Sizilien sind nur gelbe Vielecke.

Wir sind Stunden damit beschäftigt (während wir mit dem „Ersatz-Plotter“ Ipad navigieren):

  • Starten den Plotter 5 Mal neu
  • Reinigen alle Kontakte
  • Verwenden die Karibik-Karte, die einwandfrei funktioniert
  • Lesen im Handbuch nach (ohne Ergebnis)
  • Machen ein Reset des Plotter
  • Machen ein folgenschweres Werksreset (womit alle Einstellungen, alle Wegpunkte, alle Buddies – also befreundete Schiffe – verloren gehen)

… bis ich beim genaueren Ansehen der Navionics-Karte an Dietmar die Frage stelle, ob „Westeuropa“ in der Definition von Navionics auch Sizilien beinhaltet.

Pleiten.Pech.Pannen.Peinlich.

Des Rätsels Lösung, auf die ich schon von Anfang an kommen hätte können, wenn ich genauer auf Sardinien zurück gezoomt hätte: Sizilien ist gar nicht auf der Karte.

Und jetzt? Wo bekommen wir eine richtige Karte her?

Wir segeln nach Trapani, der nächsten Stadt, werden  in 3 Nautic-Shops im Umkreis von 2,5 Kilometern vorstellig, die alle nur den Kopf schütteln, und schließlich einer uns den Tipp gibt, dass gleich neben der Marina ein Shop namens CAR.MAR ist. Der könnte Karten haben,

CAR.MAR hat tatsächlich Plotter-Karten aus dem Jahr 2007 und ist voller Begeisterung, dass er jetzt eine dieser alten Karten an den Mann bringen kann. Er nimmt einen alten Plotter, schließt ihn kurzerhand im Geschäft an eine Batterie an und zeigt uns, was seine Karten können. Wohin soll es gehen? Und schon ist er mit der Plotterkarte in Griechenland, in Kroatien, in der Türkei. Wir sind noch etwas zögerlich, da bietet er uns an, mit uns zum Boot zu fahren und die Karte dort auszuprobieren.

Gesagt, getan. Die Karte in unserem Plotter funktioniert. Ein Schnäppchenpreis. Danke CAR.MAR.


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2019 – Crossing to Sicily

Sonntag am Vormittag geht es los. Die Windvorhersage lautet auf:

Weitestgehend Wind aus Südwest bis Nordwest, wenig Wind in den Morgenstunden.

Wir starten bei 10 Kn, bis zum späten Abend sind es aber auch 25 Kn und Boen bis 32 Kn Wind. Es geht zügig voran. Die Wellen sind 1,5m, vielleicht 2m hoch und kurz. Immer wieder ein Geschaukel.

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8,2 Kn SOG ist unsere Maximum-Geschwindigkeit, im Schnitt schaffen wir 5,7 Kn SOG, nur gegen Ende am Morgen flacht der Wind etwas ab.

Und da passiert es. In einer Welle reißt die steuerbordseitige Schot des Großschot-Travellers. So ein Glück, dass nur wenig Wind ist. Wir nehmen eine passende Leine, fädeln die alte aus und die neue ein, und weiter geht’s.

Keine zwei Stunden später, der (wenige) Wind dreht, wir halsen. Wieder eine Welle, die backbordseitige Schot des Großschot-Travellers reißt. An derselben Stelle. Gibt es sowas?

Es ist eine einsame Überfahrt. Weder Frachter noch Tanker in näherer Umgebung. Nur ein Segelboot kreuzt am späten Abend mit einer Seemeile Abstand unseren Weg.

Am Vormittag sehen wir die Isla Marettimo, die westlichste der egadischen Inseln vor Trapani. Dunstig und in Wolken gehüllt. Und unglaublich heiß. Ich biete der Crew an, auf dem Rumpf unseres Dinghis ein Ei abzubraten, was leider abgelehnt wird.

Wir legen einen Badestopp ein, gönnen uns einen Hafenplatz in der Mini-Marina von Marettimo und genießen einen ersten lauschigen Abend in Sizilien.

 

 

 

 


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2019 – Südsardinien – „Sehen und gesehen werden auf See“

Zu Beginn der Segelreise im Jahr 2013 haben wir uns bewusst gegen ein aktives AIS und für einen aktiven Radarreflektor, unseren ECHOMAX, entschieden.

Und genau so lange haben wir uns immer wieder gewünscht, doch auch mit einem aktiven AIS unseren Schiffsnamen und unsere Position zu senden.

Kurz vor der Abreise kauft Dietmar einen AIS Sender/Empfänger zum Selbsteinbau.

Und so gehen wir das Projekt – vor Anker in der Cala Malfatano liegend – in Etappen an:

Wie kommt das Kabel der GPS-Antenne vom Heck durchs Boot durch bis zum Skippertisch?

Mit unseren alten Segellatten, die wir in den Tiefen der Backskisten finden, stochern wir entlang der anderen Kabelstränge und finden tatsächlich einen Weg von den Backskisten zum unserer Kabine und von dort übers „Badezimmer“ zum Skippertisch. Unglaubliche zweieinhalb Stunden verbringen wir mit dieser läppischen Aufgabe. Und freuen uns ebenso unglaublich über diesen Erfolg.

Das Anschließen des AIS-Gerätes an die Funkantenne ist einfach.

Nicht so die nächste Etappe, nämlich:

Woher bekommt das Gerät seinen Stromanschluss, eine Sicherung und einen EIN/AUS-Schalter?

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Eine Sicherung finden wir. Von der alten alten IKEA-Nachttischlampe haben wir auch einen EIN/AUS Schalter, den wir dazwischenlöten. Und schließen basteln wir uns noch Rundklemmen, um an die Batterie zu gelangen. Alles russisch. Weitere zweieinhalb Stunden. Aber es klappt.

Wir programmieren unsere MMSI, warten kurze Zeit und funken dann zur Enterprise, ob sie unser AIS-Signal am Plotter sehen.

BINGO.

So geht „Sehen und gesehen werden auf See“.

 


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2019 – Südsardinien

Unser erstes Ziel ist …. dort, wo die Enterprise gerade ankert.

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Wir treffen uns in der wunderschönen Cala Guideo, verlegen uns des Schwelles wegen aber gleich danach in die Cala Malfatano. Zwei Tage später geht es weiter in den Südwesten. Porto Pino hat ideale Voraussetzungen fürs Windsurfen.

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2019- Südsardinien – Salzwasserpumpen-Zahnbürsten-Dichtung

Wir starten mit den letzten Vorbereitungen für den Sommertörn 2019.

Eigentlich passt alles, bis auf einen tropfenden Salzwasserhahn. Die Salzwasserpumpe ist undicht. Da wir uns jetzt nicht mit der undichten Pumpe beschäftigen wollen, bauen wir die Pumpe kurzerhand aus und suchen eine „passende“ Dichtung für den Schlauch.

Wir finden nichts besseres als eine alte Zahnbürste (vermutlich ist es die Zahnbürste, die die Korsika-Maus angeknabbert hat :-).

Sitzt, passt und ist dicht.

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Nach einem Tag mit Vorbereitungen legen wir ab. Auf Wiedersehen MARINA CAPITANA, unser Homeport für ein Jahr.

So schön, wieder auf dem Boot zu sein.

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2018 – Vom Norden in den Süden

sundowner-1.jpgVon Porto Pozzo fahren wir nur ein kurzes Stück in die nächste Bucht – Cala Liscia, wo wir uns abermals mit AURORA und am zweiten Abend auch mit ENTERPRISE treffen. 

Nun heißt es endgültig von AURORA Abschied nehmen, sie bleiben im Norden. während wir langsam den Weg in den Süden antreten.
Unser nächstes Ziel heißt Cala Sabina, nahe Olbia.

 

 

 


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2018 – Typisch italienisch

Der Abschiedsabend für Florian und die Drillinge der Enterprise. Die 4 fast Erwachsenen fliegen morgen nach Hause.

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Florian hat – so wie wir – ein Ticket von Caglari über München nach Wien.

Weil wir in Olbia sind, haben wir schon Tage zuvor ein Bahnticket gekauft, am Nachmittag den Weg zum Bahnhof ausfindig gemacht und starten am Sonntag in  der Früh um 7:30 zum Zug. Wir sind pünktlich da – so wie 50 andere Jugendliche, die am Tag zuvor beim Rockfestival waren.

Eine Durchsage auf italienisch. Ein Raunen und Murren geht durch die Menge. Dann verstehen wir Brocken der englischen Übersetzung.

Die MitarbeiterInnen der italienischen Bahn streiken den ganzen Tag. Kein Zug fährt. 

„Typisch italienisch“.

Was jetzt?  Es ist Sonntag, 8:00. Wir haben noch 9 Stunden bis Florian in Cagliari sein muss. 

  • Rent-a-Car scheidet gleich aus, weil alle Offices zu haben.
  • Bus versuchen wir erst gar nicht.
  • Taxi erscheint zu teuer.

Schließlich kaufen wir kurzerhand ein Flugticket von Olbia nach München. 130 Euro und damit die günstigste Variante, weil der Flughafen in Olbia nahe der Stadt liegt und das Taxi zum Flughafen nicht teuer ist. (Der Bis zum Flughafen fährt Sonntags nicht.)

Florian erreicht problemlos den Flieger nach München und kann dort mit dem ursprünglichen Ticket nach Wien fliegen.


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2018 – Piere, un visiteur au bateau

Lukas vermisst seine Zahnbürste. Normalerweise liegt sie auf seinem Schrank in seiner Kabine. Nach langem Suchen findet er sie im hintersten Winkel. Mit Bissspuren.

WIESO?

Das Toastbrot ist eigenartig angeknabbert.

Nochmals WIESO?

Den endgültigen Nachweis, dass wir einen ungebeten Gast an Bord haben, sind winzige 3-5 mm lange Kotspuren.

Offensichtlich ist in Bonifacio über eine Landleine eine Maus an Bord geschlichen.

Die Enterprise hat eine Rattenfalle, die wir sofort aufstellen. Aber erfolglos. Jeden Tag finden wir neue Spuren und in der Nacht hören wir die spitzen Kralen und Knabbergeräusche. Systematisch wird alles, was geht, abgedichtet, um den Bewegungsspielraum einzugrenzen.

Dreimal bekommen wir Piere, die Hausmaus, auch zu sehen.

Katharina macht ein Foto vom dünnen Schwanz, ich sehe sie eines Nachts auf der Wäscheleine und Lukas „spürt“ sie hautnah, weil er sie untertags in einer Bodenplatte aufspürt und sie an ihm vorbei wegrennt.

Mittlerweile haben wir 4 herkömmliche Mausefallen und 2 Ratenfallen aus Metall an Bord verteilt.

Als Köder verwenden wir Käse, Specke, Honig.

Aber nichts – sie nascht sichtlich am Köder, ist aber schlau genug, nicht gefangen zu werden. Und wir hören sie auch jede Nacht. Keiner kann mehr durchschlafen.

Dann endlich: die Nacht der Nächte.

Gegen 2 Uhr früh werde ich durch ein Geräusch wach, taste mich in den Salon vor, da höre ich wie die Falle unter dem Skippertisch zuschnappt. Ich sehe aber nichts und ärgere mich, dass die Falle aufgrund des Windes und der Bootsbewegungen zugegangen ist. Da höre ich nochmals ein Geräusch aus der Richtung der Falle und nehme erst jetzt wahr, dass der Schwanz der Maus hervorlukt. „Dietmar, wir haben sie. Die Maus ist in der Falle“. Lukas und Katharina sind auch gleich wach. Zu viert begutachten wir das verschreckte Tier. Eine graubraune Feldmaus. Sie versucht, die Gitterstäbe anzubeißen. Aber sinnlos. Trotzdem sichern wir den Käfig nochmals mit einem Gürtel und stelle ihn in einen Plastikcontainer.

Gegen 6 Uhr stehen Dietmar und ich auf und bringen die Maus an Land. Wir öffnen den Käfig, und sie springt und läuft rasch zu den nächsten Büschen.