Ankunft am Freitag, Bootserledigungen (reinigen, Wäsche waschen, tanken, einkaufen, Kleinigkeiten ausbessern) am Samstag, Fahrt in die Krios Bay am Sonntag.
Montag früh um 5:25 im Morgengrauen heißt es „Anker auf“. Wie immer, haben wir noch keinen Plan, wohin wir genau segeln werden (können). Das entscheidet sich erst, wenn wir die ersten Seemeilen geschafft haben (mind. 5 Seemeilen entfernt von der kretischen Küste). Uns erwarten großartige Bedingungen. 13 Knoten Westwind und eine geringe Welle. Damit müssen wir nicht Astypalea ansteuern, sondern nehmen direkt Kurs auf Koufonisia, eine kleine Insel südöstlich von Naxos. 98 Seemeilen sind das.
Genau 5 Stunden später haben wir das erste Drittel geschafft, um 13:30 ist Halbzeit. Santorini liegt an Backbord, Anafi an Steuerbord.
2 Stunden später schläft der Wind ein. Vorhersagegemäß. Also, wie üblich. Ein „Change of plan“.
Neues Ziel: die uns schon so bekannte Südbucht von Ios. Nur 5 bis 6 Knoten wahrer Wind, aber wir versuchen, so lange wie möglich ohne Motor auszukommen. Die letzten 6 Seemeilen gehen dann nicht mehr ohne Maschine.
Um 19:30 fällt der Anker in einer sehr leeren Bucht. Außer uns liegt noch eine Superyacht und ein großer Kat vor Anker. Wann immer wir bisher in Ios waren, mussten wir erst einen Ankerplatz suchen, so viele Boote lagen hier. Eigenartig. Genauso eigenartig wie der Umstand, dass wir auf der Strecke Kreta- Ios kein einziges Segelboot gesehen haben.
Trotzdem: 15 Stunden bis Ios. Großartig. Denn bisher haben wir zumeist mehr als 1 Woche über die „Ostrunde“ (wie zb Astypalea, Leros und Patmos) gebraucht, um so weit in den Westen zu kommen.