sy starship

nothing's gonna stop us now


Hinterlasse einen Kommentar

2025 – Kreta – Astypalea – Leros

Wir haben ja nie einen Plan. Wir segeln dem Wind nach.

Dienstag früh starten wir kurz nach 6 Uhr. Mit 4 Schichten Gewand inkl. Schwerwetterjacken. Die erste Stunde unter Motor aus der Lagune heraus ist mühsam. Am Kap erwartet uns die unruhige See. Hohe Wellen, unbeständiger Wind. Kurz verlässt mich der Mut. Aber wir setzen Segel im dritten Reff, schalten den Motor aus, und sobald die Starship in Fahrt kommt, sind alle Bedenken weg.

15-18 Knoten sehr stetiger wahrer Wind aus WNW und Böen bis 22 Knoten bieten schließlich großartige Bedingungen, um Astypalea anzusteuern. Wir reffen nach und nach aus, dann binden wir wieder ein Reff ein, wir sind ständig in Bewegung. Im WIndschatten unter der Sprayhood ist es angenehm, im WInd selbst braucht man 4 Schichten, Haube und Handschuhe. Um 20 Uhr erreichen wir die Südspitze von Astypalea. Hier kennen wir uns aus. Noch 45 Minuten, dann fällt der Anker in der Bucht von Maltezana.

Am Mittwoch in der Früh wird ein Platz an der Mole frei. Wir verlegen uns an die Mole, organisieren ein Taxi, fahren zur Chora, gönnen uns ein üppiges Mittagessen, erledigen Einkäufe und verbringen den späteren Nachmittag an Board.

Donnerstag gehen wir es gemütlich an. Eigentlich wollen wir erst am Freitag in Richtung Amorgos (also in den Westen) segeln. Aber der Wind eröffnet eine andere Option. Wir legen nach dem Frühstück ab und wollen in den Norden von Kalamos. Wieder herrliche Segelbedingungen. 12 Knoten Wind aus WNW. Damit können wir viel höher segeln als geplant und peilen die Nordspitze von Leros an. Um 17 Uhr fällt der Anker in der wunderschönen Bucht von Archangelos South. Das Dinghi wird gewassert. der Außenboarder angebracht und wir genießen ein herrliches Abendessen in der kleine Taverne am Strand.


Hinterlasse einen Kommentar

2025 – Zum Glück

Plötzlich sind wir in Kreta.

So fühlt es sich an. Wegen anderer Projekte haben wir einen Winter lang nicht an die Starship gedacht. Keine Vorbereitungen, keine Pläne, keine Vorfreude.

Dann braucht man Glück.

Zum Glück herrscht bei der Ankunft Windstille. Innerhalb von 3 Stunden sind die Segel angeschlagen und die wichtigsten Kontrollen erledigt. So schnell waren wir noch nie.

Zum Glück liegt am Skippertisch ein Zettel „Motoröl nachfüllen. Mindestens 1,5l“. Wir erledigen den Provianteinkauf, besorgen Motoröl, reinigen die Wassertanks, putzen das Boot außen gründlichst.

Zum Glück weht mittlerweile am Samstag Südwind mit über 35 Knoten. Damit können wir uns in Ruhe um den Einbau der neuen Salzwasserarmatur kümmern und das Kühlschrankdilemma erfolgreich lösen. Zur Erinnerung: seit Beginn arbeiten beide Kühlschränke super, aber der eine baut innerhalb von wenigen Tagen super viel Eis im Kühlfach auf, ein Zeichen, dass ständig Luft in den Kühlschrank kann und die Feuchtigkeit in der Luft gefriert. Ich hatte schon gar keine Lust mehr, den Kühlschrank überhaupt zu verwenden. Neue Dichtungen (gleich unterschiedliche Sorten) brachten keine Verbesserung. Nun bringt Dietmar eine zweite Verriegelung am unteren Ende des Kühlschrankes an. MacGyver-mäßig verwendet er ein Holzstück aus einem Moskitonetz. Und das wirkt. Mit dieser zusätzlichen Verriegelung dichtet der Kühlschrank besser, und das Tiefkühlfach bleibt eisfrei.

Zum Glück lässt der Wind am Sonntag ein wenig nach. Wir verlassen die Marina, motoren – wie üblich in die Krios Bay -und verlegen uns gegen 19 Uhr aus einem Bauchgefühl heraus in die Lagune. Gute Entscheidung, denn kurz vor 2 Uhr früh starten die Böenwalzen. Wieder deutlich über 30 kn. Wir bergen das Bimini, kontrollieren mehrmals den Anker und verbringen eine durchwachsene Nacht.

Der Wind hält an. Auch noch den Montag liegen wir in der Lagune. Wir putzen das Unterwasserschiff, putzen nochmals das ganze Boot, weil es durch den Saharasand rostbraun überzogen ist, und kochen für Dienstag vor.


Hinterlasse einen Kommentar

2024 – Saisonende

5 Tage Kreta – aber leider mit wenig Wind am Anfang und viel Wind zu Ende der 5 Tage – verschaffen uns ausreichend Zeit, das Einwintern des Bootes mit dem Abarbeiten der langen „ToDo“-Liste zu verbinden. Die „Todo“-Liste ist eine Sammlung aus

Regelmäßige Wartungsarbeiten, Reparaturen, Verbesserungen

Regelmäßige Wartungsarbeiten

Wir wechseln das Motoröl, den Ölfilter und den Dieselfilter. Wir ziehen alle Schrauben am Ankergeschirr nach.

Reparaturen:

Die Kunststoff-Endstücke der Genuatravellerschienen sind ständig der Sonne ausgesetzt. Kein Wunder, dass sie sich mittlerweile fast vollständig aufgelöst haben. Sehr verwundert und zufällig haben wir diese Endstücke als Ersatzteile bei einem deutschen Bootshändler gefunden. Deswegen verwundert, weil laut Information von Lewmar diese Serie schon seit Jahren eingestellt ist. Aber egal. Schnell montiert und eine Gefahrenquelle an Board weniger.

Die nächste Reparatur fällt in die Kategorie „Was ewig nervt, wird endlich gut!“. 2019 fällt die LCD Anzeige für Treibstoff, Wasser und Batteriestand am Panel im Salon aus. Wir ermitteln mühsam, wie die Platine heißt, kaufen genauso mühsam diese Platine über einen italienischen Beneteauhändler (500 Euro) und sind entsprechend entmutig, als nach Einbau der neuen Platine die Anzeige noch immer nicht funktioniert. Also bauen wir die alte Platine wieder ein und verstauen die neue. 5 Jahre lange verbringen wir in jedem Bootsurlaub mehrere Stunden damit, zu überlegen, woran es liegen kann, dass die Anzeige nicht mehr geht. Wir verbringen Stunden damit, in Foren nach Erklärungen zu suchen, wie wir über Messungen mit dem Multimeter das Problem finden können. Nichts, null, niente.

Im Juli 2024 – gerade vom Boot zurück – erwähne ich beiläufig bei einem Event, dass unsere Panelanzeige nicht funktioniert und einer aus der Runde antwortet: „Hatte ich auch, bei mir war der Tankgeber kaputt!“.

Im August 2024 checken wir sofort, ob bei allen Tankgebern ausreichend Strom anliegt und kommen dabei drauf, dass auf der benachbarten Platine eine Sicherung durchgebrannt ist. Leider haben wir keine 1A Sicherung an Bord.

Und dann endlich im Oktober 2024 (mit 20 neuen 1A Sicherungen ausgestattet) finden wir den Übeltäter und Auslöser für 5 Jahre Panelanzeigeunterbrechung. Der Stromanschluss des Tankgebers für den Wassertank 2 war korrodiert. 15 Minuten Putzaufwand mit Rostlöser, Salzlöser, Kontaktspray, eine neue 1A Sicherung und nach 5 Jahren funktioniert die Anzeige wieder – als wäre nie etwas gewesen.

Folge 2 „Was ewig nervt, wird endlich gut!“:

2016 geht unsere Salzwasserpumpe ein.. Die Salzwasserpumpe ist super praktisch, weil wir – um Süßwasser zu sparen – vor Anker das Geschirr zunächst mit Salzwasser waschen und dann mit Süßwasser spülen. Der erste Versuche in 2017, eine neue Pumpe einzubauen, scheitert, weil wir beim Einbau die Pumpe beschädigen und diese dann nicht mehr dicht ist. Somit überlassen wir den nächsten Versuche (2018) einem spanischen Fachmann, der ebenso scheitert. Und somit sind wir seit 6 Jahren ohne Salzwasserpumpe. Gelegenltich hole ich Salzwasser mit Plastikflaschen vom Heck, oder spüle das Geschirr gleich am Heck. Aber das ist alles ein „Schmarrn“.

Jetzt starten wir einen neuen Versuch. Und machen es gleich gescheit. Damit der Einbau besser klappt, schneiden wir aus der Verkleidung ein größeres Loch aus. Die Wasserschläuche lassen sich einfach verbinden. Die Montage der Pumpe klappt. Alles gut. Salzwasser fließt endlich wieder in der Pantry.

Unsere Fender erhalten erstmals graue Fendersocken aus Polarfleece. Mit der bestellten Menge (10m a 1,60m Breite) habe ich es etwas zu gut gemeint. 3 m reichen vollkommen aus. Mit den restlichen 7m könnte ich noch zwei weitere Boote versorgen.

Die beiden Türen unterhalb der Abwasch haben in den Jahren gelitten. Die Furnier an den Kanten ist schon gar nicht mehr síchtbar. Wir bügeln neue Umleimer auf.

Mit weißer Farbe spritzen wir die Innenseite der „Putzmittelablage“.

Bald bleibt von der Todo Liste nichts mehr übrig.